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NOLLYWOOD OMEN

Nigerianische Christen machen den besten Drogenpartyfilm aller Zeiten

VON ANDY CAPPER

Das hier ist der Teufel, in dem Moment, als er gerade sagt, „Ich bin Luzifer! Ich werde die Welt übernehmen!“
Das ist einer seiner Sklaven, der mit ernster Miene bestätigt, dass es stimmt, was sein Meister gesagt hat.

„Nollywood ist die Antwort auf CNN“, sagt ein Star aus Nollywood Babylon, einem Dokumentarfilm über die nigerianische Filmindustrie—eine Geldfabrik, die pro Jahr 25.000 Filme mit einem Budget von jeweils unter 7.000 Euro ausspuckt. Ich fand die Idee dieser billig produzierten Filme so spannend, dass ich mir bei meiner Reise nach Monrovia, Liberia, in einem DVD-Schuppen mit dem klangvollen Namen „Trans International Entertainment Business Center“ einen Stapel von den Dingern kaufte. Der Laden diente gleichzeitig dem Verkauf von gegrillten Hühnerfüßen.

Ich kaufte Filme wie Deadly Consequence, Emotional Problems und Romantic Issues und sah sie mir mit wachsender Enttäuschung an. Sie waren kaum mehr als amerikanische Seifenopern, die in staubigen nigerianischen Dörfern spielten. Ihre Handlungen waren so verworren und ihre Soundqualität so schlecht, dass man es nie schaffte, mehr als zehn Minuten davon anzuschauen. Aber dann fing ich an, mir einen Film, oder besser ein Quartett von Filmen von Pastor Kenneth Okonkwo, anzusehen, der als einer von Nollywoods wichtigsten Regisseuren gilt. Der Film heißt 666 und ist das Beste von der Sorte witziger-bekloppter-kaputter-Film-für-vier-Uhr-morgens-wenn-alle-anderen-im-Raum-schon-total-breit-sind, den ich gesehen habe, seit dieser türkischen Neuverfilmung von Star Wars.

Die vier Folgen von 666 (jede auf einer eigenen DVD) verfolgen die Bemühungen des Teufels, die Welt zu übernehmen, und zeigen, wie er sich zu diesem Zweck die Unterstützung der nigerianischen Dorfbevölkerung sichert. Der Teufel ist ein großer, glatzköpfiger Nigerianer mit einem Bart. Er ist permanent von Flammen umgeben und lacht sich die ganze Zeit kaputt darüber, wie sehr er die Welt vernichten wird. „Ich bin Luzifer! Ich werde die Welt übernehmen!“, schreit er, während seine bösen Bitches lachen.

Hier sendet der Teufel einen Laserstrahl zu einem seiner Sklaven herab, der die Erde zerstören soll, indem er diesen Laser benutzt, um das Grab für einen anderen Teufel, der blau ist, zu öffnen.
Der Sklave empfängt total beglückt den Laserstrahl.

In der ersten Szene von 666 schickt der Teufel zwei Mörder auf die Erde, um eine schwangere Frau zu kidnappen. Sie schneiden ihr in einem Tunnel den Bauch auf und stehlen das Baby, um es dem Dienste Satans zu verschreiben. Den ganzen Film über terrorisiert der Satan die Menschen in Nigeria, trotz der Bemühungen von Pastor Okonkwo (ja, er spielt auch mit). Okonkwo sendet regelmäßig, dank der Kraft intensiven Betens, Blitze gen Hölle.

In diesen Filmen passiert alle fünf Minuten irgendwelche seltsame Scheiße. Die Special Effects (wackelnde Teufelsaugen und Laserstrahlen, die vom Himmel herabschießen) werden von Zisch- und Zapp-Geräuschen begleitet, die klingen, als wären sie einem Spielautomat aus den späten 70ern entsprungen. Obwohl es schwerlich als Antwort auf CNN durchgehen dürfte, sollte es von jedem, der das hier liest, ausfindig gemacht und zum Status eines Kultklassiker erhoben erden. Ich weiß nicht, wie viele von euch es in nächster Zeit nach Liberia oder Nigeria schaffen werden, um sich die DVDs zu kaufen. Aber wisst ihr was? Ich werde sie auf YouTube stellen. Sucht einfach nach „666, Nigeria, Vice“. Deal? Deal.

Haltet auf VBS.TV Ausschau und erfahrt mehr über unsere Fahrt nach Liberia, wo wir dieses Juwel von Genre entdeckten und mit General Butt Naked abhingen.

Hier betet Pastor Okonkwo, dass der Laserstrahl des Teufels den anderen Teufel nicht aufweckt.
Der Sklave des Teufels wird von einem christlichen Blitz getroffen, den Pastor Okonkwo mit seinen Gebeten erzeugt hat.








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