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DOS & DON'TS

Did he purposely rip those jeans himself or were they torn during the stampede to get into the auditions for the Berlin leg of Mr Annoying Little Media Queer 2009? Comments/Enlarge | See all


Here’s an argument for letting your kids do drugs at the earliest age possible. When people get into drugs too late in life they amalgamate all the things the desperate teenage drug addicts who runaway to the big city at 15 do; complete with the old "getting an STD on their first week in the big city from the Polish waiter" chestnut. Comments/Enlarge | See all






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SPIN ME ROUND


TRAINWRECK
Of Concrete Canyons and Inner Wastelands LP
Adagio830

Von Acme über Yage über Zann bis Trainwreck scheint eine nicht abreißende Traditionslinie der Kunst zu existieren, die Wut über den Status Quo dermaßen zu radikalisieren, dass in regelmäßigen Abständen Zorndokumente wie dieses hier entstehen. Vielleicht liegt es daran, dass die Referenzpunkte des deutschen Hardcorepunk seit über 15 Jahren die gleichen sind, vielleicht aber auch daran, weil der Status Quo seitdem immer gleich beschissen ist.

GRÜDIGER RUBE

DIRTY PROJECTORS
Stillness is the Move 12“
Domino

Die Dirty Projectors haben es mit Bitte Orca tatsächlich geschafft, ein visionäres R’n’B-Album aufzunehmen, das selbst von Leuten gefeiert wird, die Erlend Oye für einen wichtigen oder gutaussehenden oder ... keine Ahnung, irgendwie interessanten Musiker halten. Dafür verdienen sie großen Respekt. Etwas getrübt wird diese Leistung durch die Tatsache, dass sie eine 12“ hinterher schieben, die mit einem schwachen Lucky Dragons-Mix und noch schwächerem B-Seiten-Füllmaterial nichts wesentlich Album-Ergänzendes zu bieten hat.

THE GESCHEITEST BOY ALIVE
HALLOWED BUTCHERY
Funeral Rites for the Living LP
Vendetta

Kleiner Tipp: Wenn du die Platte auf 45 rpm abspielst, bekommst du einen Eindruck davon, wie Cradle of Filth klängen, wenn sie in den letzten zehn Jahren mal eine gute Platte gemacht hätten. Auf 33 ist es eine bedrückende Odyssee, die beinahe sämtliche Disziplinen des Abseitigen (Industrial, Doom, Neofolk) einschließt und dadurch den Eindruck erweckt, eine Godflesh-, eine Burial Chamber Trio- und eine Current 93-Platte gleichzeitig zu hören.

UNIVERSALDSCHINNI
COMADRE
A Wolf Ticket 12“
Adagio830

Große Ereignisse im Comadre-Camp. Neben dem beachtlich aufwändig (inkl. CD&DVD&Gatefold) neu aufgelegten Burn Your Bones-full length, wurde soeben auch noch das hier veröffentlicht. Eine einseitig bespielte, rückseitig geetchte 12“, die die Band von einer etwas positiver gestimmten Seite zeigt. Man könnte auch sagen, wenn Funeral Diner und Kid Dynamite beim Armdrücken antreten, dann sind Comadre der Gewinner. Oder so.

WISHYWASHY


SMOKE BLOW/TACKLEBERRY
Demolition Room 7“
Pias

Bemerkenswert an dieser Split ist zum einen der erste Smoke Blow-Song, der sich so weit aus dem Fenster lehnt, bis er das Haus gegenüber stalken kann, in das gerade Kreator-Mille mit Pantera als Backingband eingezogen sind. Zum anderen ist bemerkenswert, dass sie auf 500 limitiert ist und auf der zurückliegenden Tour der beiden beteiligten Bands verkauft wurde, was bedeutet, dass du mal deinen Ebay-Account anwerfen solltest.

TOM SOYER
A MODEST PROPOSAL
Songs on 33 7“
LoLiLa

Eigentlich ist man ja nahe dran, Frührente beantragen zu können, wenn man noch Bands wie Texas Is The Reason, Samiam oder Hot Water Music in ihren aktiven Jahren miterlebt hat. Bands wie A Modest Proposal sind vielleicht nicht besonders originell, aber sie helfen einem ein wenig, für eine halbe Stunde dieses Alter-Sack-Gefühl abzulegen, weil ihr Mittneunziger Emopunk einem vorgaukelt, dass das alles ja so lange noch gar nicht her ist.

SCHOOL OF 95

YOU’RE ONLY MASSIVE
Under the Neon 7“
Self released

Für einen Moment dachte ich, dass es ein begrüßenswertes Zeichen für Unabhängigkeit und Selbstverwirklichung ist, wenn zwei schlecht abgemischte, in gebrochenem Deutsch und Englisch vorgetragene Elektroclash-Stücke, die einem einen sicheren Platz im Vorprogramm von Chicks on Speed garantieren, auf Vinyl gepresst werden. Dann dachte ich aber: ‚Ähm nein, eigentlich doch nicht.’

RESSOURCENMANGEL

FREAKATRONIC
2 Song 7“
ITD

Auf der A-Seite befindet sich eines dieser mittlerweile unvermeidbaren Empfehlungsschreiben für die DeickindEgo-Kommander-Akademie. Auf der B-Seite beweisen Freakatronic aber dann, dass sie zumindest auch schon mal was von „Planet Rock“ gehört haben. Im besten Fall. Vielleicht war es aber doch nur Consoles „14 Zero Zero“.

GERMAN HENGST



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