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DOS & DON'TS

If anything’s going to cut through all the divisive bullshit surrounding immigration and bring us all together it’s not going be some corny political slogan or a song or even a chain of restaurants. It’s got to be something profound and universal. Like embarrassing dads. Comments/Enlarge | See all


The problem with today's queers is they all refuse to think big. When's the last time you heard one say, "Fuck it, I think tonight I'm just going to go as Earth." Comments/Enlarge | See all






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INTERVIEW UND FOTOS: ELLIS JONES

In den meisten Leihhäuser Amerikas stapeln sich seltsame und komplett nutzlose Gegenständen in düsteren Räumen übereinander, die nach Müll, Käsefüßen und Traurigkeit riechen. In New York sind sie aber blitzsauber und die Besitzer sitzen entspannt hinter großen schusssicheren Scheiben, hören Lil Wayne und lösen Sudoku-Rätsel. Wir haben Brian Cabrera besucht, den netten Besitzer des 5 Boroughs Pawn-Leihhauses, der uns erklärte, wie das so läuft, wenn Leute ihre liebsten Schätze gegen Bares tauschen.

Vice: Hey Brian, was verkaufen dir die Leute so?
Brian Cabrera:
Wir kriegen hier so ziemlich alles, aber zu 80 Prozent handelt es sich um Schmuck. Gold läuft gerade besonderes gut.

Gab es irgendwelche dramatischen Veränderungen, seitdem der Dollar abgesackt ist?
Wir sehen ein neues Spektrum an Leuten, die man hier normalerweise nicht sieht: gewerkschaftlich organisierte Arbeiter, Angestellte mit gesicherten Einkommen, Lehrer, Polizisten. Das Geschäft läuft immer, egal ob die Wirtschaft oben ist oder in einer Rezession steckt. Die Löhne reichen nicht.

Wie strikt sind die Vorschriften für Leihhäuser in New York?
Unsere Gebühren sind festgelegt, genau wie die Aufbewahrungszeit der Sachen und was wir tun müssen, bevor wir sie wieder abstoßen. Diese Bestimmungen kommen sowohl von der zentralen Regierung als auch von den Bundesstaaten.

Hast du irgendwelche wirklich traurigen Geschichten auf Lager?
Einmal kam eine Frau her, bei der zu Hause schon die Zwangsvollstrecker warteten, um ihr den Strom abzudrehen. Die hatten ihr eine halbe Stunde gegeben, also kam sie her, um sich ein paar Dollar zu besorgen, damit sie ihr den Strom nicht abstellen!

Jetzt krieg ich Angst.
Ich habe einen Kunden, der zweimal im Monat seinen 19-Zoll-Monitor herbringt. Die kosten neu zwischen 80 und 100 Dollar und ich gebe ihm 20 dafür. Das hält ihn dann die ein bis zwei Tage über Wasser, bis sein Scheck kommt. Du kannst dir denken, wie hart es die Leute trifft, die sich schon vor der Rezession von einem Gehaltsscheck zum nächsten gehangelt haben. Es ist eine traurige Sache, und gleichzeitig sieht man die Reichen immer noch reicher werden.




INTERVIEW: ADEMIR CORREA
FOTOS: FABIO POLIDO

In Brasilien bieten die staatlichen Banken den einzigen offiziellen Weg, seine Sachen zu verpfänden. Doch niemand hat die Zeit, so lange zu warten, bis die offiziellen Prozeduren abgeschlossen sind. Also sind wir einfach losgezogen und haben uns mit ein paar schmuddeligen Leuten unterhalten, die als „Reklametafel-Typen“ bekannt sind. Diese Typen streifen durch die Downtown-Gegend São Paulos und tragen Reklameschilder, auf denen „Compro-Ouro“ (Goldankauf) steht und verhandeln mit jedem x-beliebigen flüchtigen Verbrecher, Dieb, Gangmitglied oder Junkie den Goldpreis.

Vice: Hallo, wie geht’s dir?
Nilton Silva:
Ich möchte mich zuerst mal vorstellen: Ich heiße Nilton Silva. Das ist mein Künstlername.

Magst du deinen Job als wandelnde Reklametafel?
Mein Job ist das Marketing. Der Job ist so lala, aber ich brauche das Geld. Meine eigentliche Liebe ist die Musik.

Wie lange machst du das hier schon?
Seit mehr als zehn Jahren.

Was versuchen die Leute denn im Moment zu verpfänden?
Wir kaufen Gold, Platin und Diamanten. Aber was die Leute am häufigsten verkaufen wollen, sind Handys.

Hast du wegen der Finanzkrise einen Zuwachs an Geschäften beobachtet?
Ja. Wenn jemand in Not ist und Schmuck hat, wird er versuchen, ihn zu verkaufen.

Hast du je selbst etwas verkauft?
Ich habe nie irgendwelche eigenen Goldsachen verkauft, weil ich keine jüdischen Kunden habe.

Du musst ein bisschen mit deinen kulturellen Vorurteilen aufpassen, Kumpel. Woher weißt du, ob du eine Vermittlungsgebühr verdient hast?
Da müssen wir dem Boss vertrauen.

Oh je. Diese Hitze macht den Job auch nicht leichter. Du schwitzt bestimmt wie Sau.
Es ist sehr heiß. Wir kommen echt ins Schwitzen, aber man muss professionell bleiben und seinen Job mit Würde verrichten.

Hast du durch den Job schon nette Frauen kennen gelernt?
Das wäre cool. Ich hoffe immer noch, dass irgendwann mal ein Mädchen mit mir flirtet.


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