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DOS & DON'TS

The problem with today's queers is they all refuse to think big. When's the last time you heard one say, "Fuck it, I think tonight I'm just going to go as Earth." Comments/Enlarge | See all


Can you imagine what it feels like to go from the James Dean of Shanxi Province to the laughingstock of Dolores Park in the space of a single plane ride? It's like realizing the whole room knows you're stoned, only instead of six or seven people you thought were your friends, it's an entire culture. Comments/Enlarge | See all






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INTERVIEW UND FOTOS: FREDERIC WHITE

In Auckland sind Leihhäuser so selten wie Maori mit freundlichen Gesichtstattoos und sie sind nicht besonders scharf auf Publicity, was insofern seltsam ist, als dass sie den Leuten mit wenig Geld einen gesetzeskonformen Service anbieten. Schließlich erklärte sich Terrence Smith, der Besitzer von Treasure of Prahran, bereit, mit uns zu reden. Obwohl er seit 38 Jahren im Geschäft ist, glaubt er, dass Leihhäuser schon bald der Vergangenheit angehören werden.

Vice: Hat die Finanzkrise sich auf die Geschäfte ausgewirkt?
Terrence Smith:
Die einigen Kunden, die ich habe, leihen sich jetzt größere Summen. Dieselben Leute verschulden sich einfach mehr.

Denkst du, dass die Leute, die ihre Jobs verlieren, wissen, dass dein Service existiert?
Ich glaube, viele Leute haben Angst davor, herzukommen, weil Leihhäuser einen schlechten Ruf haben. Warum das so ist, weiß ich nicht. Ich verlange nur zehn Prozent Zinsen im Monat im Gegensatz zu Banken oder den so genannten Payday Lenders, die den Leuten bis zum Zahltag Geld vorschießen und die zwischen 35 und 40 Prozent nehmen.

Der Laden sieht komplett leer aus. Wo ist das ganze Zeug?
Es ist alles im Safe. Da bewahren wir die Dinge auf, für die wir den Kunden Geld leihen. Wenn sie nach ein paar Monaten nicht zurückgekommen sind, verkaufen wir die Sachen. 90 Prozent der Leute kommen aber zurück.

Bringen die Leute viel gestohlenes Zeug?
Ich habe seit mindestens fünf Jahren kein Diebesgut mehr angeboten gekriegt. Früher kam die Polizei sechsmal am Tag, um meine Bücher zu prüfen. Jetzt kommen sie einmal im Monat.

Was ist das Bescheuertste, was dir jemals einer andrehen wollte?
Ein paar Mal haben die Leute ihre Goldzähne rausgeholt.

Wie sieht die Zukunft des Pfandleihgeschäfts aus?
Es wird aussterben. Die Leute, die zu hohe Zinsen verlangen, werden wahrscheinlich überleben, aber die anständigen Läden nicht.

Was wird passieren, wenn es dich nicht mehr gibt?
Ich weiß wirklich nicht, was die Leute tun werden. Sie werden sich wahrscheinlich gegenseitig ausrauben. So sehe ich das.




INTERVIEW: DANIEL LÓPEZ VALLE
FOTOS: MIGUEL FIGUEROA

In Barcelona gibt es ein Leihhaus namens Renuevo, das bei Arbeitern und Migranten sehr beliebt ist. Die Regale sind voll mit Weihnachtskrippen, Cartierschmuck, und Keramik mit Fussballvereinswappen drauf. Während andere Betriebe Leute entlassen, beschäftigt der Laden mehr als zwanzig Angestellte. Pere Arnau, ein Pfandleiher hat mit uns über seinen Job gesprochen.

Vice: Das Geschäft läuft ganz gut, oder?
Pere Arnau:
Das ist untertrieben. Unsere Verkäufe haben sich um 20 Prozent erhöht.

Seit wann?
Die Verkäufe begannen vor circa einem Jahr anzuziehen.

Vielleicht sollten sich Banken an den Pfandleihhäusern orientieren?
Allerdings. Ich hätte diese Rezession schon lange vorhersagen können.

Hat sich dein Kundenkreis seit dem Finanzkollaps verändert?
Vor der Krise kamen die meisten aus der unteren Mittelschicht, aber jetzt sind auch Leute aus der „Oberschicht“ keine Seltenheit. Die schämen und rechtfertigen sich immer.

Was für Schrott versuchen die Reichen denn abzuladen?
Vor allem Schmuck, aber einmal kam auch ein Typ vorbei und ließ seinen Audi draußen stehen. Er sagte, dass wir ihn für 500 Euro haben könnten. Er war völlig verzweifelt.

Oder er war geklaut.
Das ist möglich, aber wir halten engen Kontakt zu Polizei. Wir hatten auch Fälle mit Laptops und Kameras, auf denen wir Bilder fanden, die wir anzeigen mussten.

Ist in letzter Zeit irgendwas Komisches abgegeben worden?
Eine Stripperin kam mit einem Auto voller Dildos vorbei. Manchmal versuchen Leute uns ihre Knarren zu verkaufen, aber solche Sachen nehmen wir nicht an.

Also keine benutzten Stripper-Dildos und tödlichen Waffen?
Bei Ersterem ist es eine Frage der Hygiene. Letzteres dürfen wir einfach nicht.

Du kommst mir nicht wie jemand vor, der besonders viel Mitleid hat, wenn es anderen dreckig geht.
Natürlich nicht. Mir geht es super! Wenn ich wüsste, wie man die Krise verstärken oder eine neue Krise auslösen könnte, würde ich es sofort tun!


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