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DOS & DON'TS
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VICE FASHION - HALLO RENÉ RICARDFOTOS: MIRABELLE MARDEN, INTERVIEW: ROCCO CASTORO Styling: Jaclyn Hodes, Model: René Ricard ![]()
In seinen Kritiken sah René Dinge, bevor es dann alle anderen taten, und wusste, wie er den Leute nahe bringen kann, dass das, was sie da ankucken, so verdammt besonders ist. Er spielt eine wichtige Rolle. Er ist der Typ Mann, den wir alle brauchen. René ist vor allem bekannt für seine Gedichte und Kunstliteratur, was natürlich großartig ist. Aber er macht auch Kunst. Diesen Sommer werden seine neuen Sachen in der Half Gallery in Manhattan ausgestellt. Viele Journalisten, die versucht haben, ihn zu interviewen und zu fotografieren, haben René schon als „zurückgezogen“ und „launisch“ beschrieben, aber zu uns war er extrem nett, als wir ihn anriefen, um etwas mit ihm zu quatschen, damit wir ein paar Worte haben, um die Fotos seiner Freundin Mirabelle Marden zu begleiten. Vice: Was können wir von deiner neuen Ausstellung erwarten? Rene Ricard: Da wird es ein paar neue Bilder und Zeichnungen geben und ein paar Collagen, die Pseudodrucke sind. Ich habe sie mit dem Computer ausgedruckt und dann darauf geschrieben. Sie sehen nett aus, sehr Anfang-des-Jahrhunderts, 1890er- oder 1900er-Kitsch. Über die Jahre hinweg hast du dich vom Text eher in Richtung einer visuellen Poesie und Kommunikation entwickelt. Was hat es damit auf sich? Ich habe angefangen, Bilder zu benutzen, weil ich schon immer gerne gezeichnet und gemalt habe. Ich konnte in Trödelläden keine Bilder in der richtigen Qualität, die meine Texte ergänzen, auftreiben und deshalb habe ich angefangen, selbst Bilder zu machen. Leider fahren die Leute total darauf ab, auch wenn ich eigentlich lieber nur schreiben will. Ich bin eitel, wenn es um meine Handschrift geht. Ein Künstler hat sie mal meine „Schriftart“ genannt. [lacht] Was denkst du über den aktuellen Zustand der Poesie? Ich hasse Poesie. Ich habe gerade erst vor Publikum meine Gedichte vorgelesen, wo andere Autoren aufgestanden sind und ihre Reime aus dem Gedächtnis vorgetragen haben. OK, das ist ganz niedlich, mit dem Beat und so, aber ich hasse es. Ich mag meine eigenen Gedichte und deshalb schreibe ich sie. Von allen Künsten weiß ich über diese am wenigsten, und es ist interessant, dass es die ist, mit der ich mein Geld verdiene. Wie auch immer, ja, ich mag meine Arbeit. Sie spricht zu mir. [lacht] Ja, es ist auf jeden Fall besser, als so zu tun, als würdest du dich für deine Arbeit schämen, so wie andere Schreiber das machen. Das klingt jetzt vielleicht übel, weil ich Kollegen wie Bob Holman habe, die das, was ich hier sage, bestimmt hassen werden, auch wenn ich Bob und seine Arbeit echt mag. Aber unterm Strich mag ich meine eigenen Sachen einfach am liebsten. Ich würde wohl kaum so viele davon machen, wenn ich sie nicht echt mögen würde. Was ist mit deiner Schauspielerkarriere? Willst du die irgendwann fortsetzen? Oh, ich habe gerade in einem Film mitgespielt, der auf diesem Robert Redford-Ding lief. Wie heißt das noch mal? Sundance. Ja. Viele meiner Freunde sind schrecklich jung und machen Filme. Und wenn sie dich fragen, ob du mitmachst, was sollst du da schon sagen? Nein? Du kannst nicht nein sagen. Weißt du, was ich meine? Wenn jemand einen alten Mann für seinen Film braucht, dann mache ich das eben. Wie heißt der Film? You Won’t Miss Me. Mein Freund Ry Russo-Young hat ihn gemacht. Stella Schnabel spielt mit und deshalb habe ich mitgemacht. Ich spiele ihren Onkel. Sie hat einen Preis gewonnenden Geraldine Chaplin Award for Method Acting. Weißt du, Geraldine Page war meine absolute Lieblingsschauspielerin und ich kenne alle ihre Kinder. Als junger Mann Sweet Bird of Youth zu sehen, hat mich schwul gemacht. Geraldine Page hat mich schwul gemacht. Sie war so was von glamourös. Ich wollte nicht groß werden, um ein Filmstar zu seinich wollte groß werden, um ein verblichener alter Filmstar zu sein.
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