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Something about the combination of muscular skinhead thug and delicately flavored rabbit tagliatelle in a beautiful back garden in Rome is making me ask myself that age-old question again: Am I a fag? Comments/Enlarge | See all


I hate these suicidal poets who are pushing mid-30s and dress like tampons just so they can maybe sneak up a drunk student's gash. Comments/Enlarge | See all






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DIESE ARSCHLÖCHER KÖNNEN EINFACH NICHT DIE KLAPPE HALTEN

Vierundzwanzig Stunden Live-Übertragung aus dem Regionalparlament

TEXT UND FOTOS: VANESSA BARBARA



Im Februar 2008 stieg Senator Mário Couto von der Sozialdemokratischen Partei von der Rednertribüne und stürzte sich auf seinen Rivalen Gilvam Borges von der Partei der Demokratischen Bewegung Brasiliens. Borges wehrte sich und stieß zurück. Bevor die beiden getrennt werden konnten, beleidigten sie einander aufs Heftigste: „Euer Ehren, Sie sind ein Scharlatan!“, schrie Couto. „Du Arsch“, gab Borges zurück. Ein andermal führte Angela Guadagnin von der Arbeiterpartei São Paulos mitten im Regionalparlament ein Freudentänzchen auf, weil man die Korruptionsanklage gegen einen ihrer Freunde zurückgezogen hatte. Zwischen den Stühlen des Plenarsaals ließ sie ihren Arsch in bester brasilianischer Tradition kräftig kreisen, während die Kameras das Ereignis im nationalen Fernsehen verewigten.

Solche Sachen passieren so häufig, dass ich beschloss, ein Wochenende nur damit zu verbringen, mir 24 Stunden am Stück die Übertragung des Regierungsfernsehens des Staates São Paulo anzusehen. Ich hielt die Geschehnisse dabei in einem Tagebuch fest, damit der Rest der Welt eine Vorstellung davon bekommt, wie Lokalpolitik in Brasilien abläuft. Um mich vorzubereiten, duschte ich, zog meinen besten Schlafanzug an und pflanzte mich aufs Sofa. Ich schaltete Kanal 7 ein und erwischte noch die Worte eines Abgeordneten: „Mit der mittelmäßigen Intelligenz, die der Herrgott mir verliehen hat …“ Bald hatte die Debatte des Abends begonnen und zwei Bürger mit glänzenden Schuhen erklärten die ökonomische Lage der Agrarwirtschaft der Stadt Jundiaí—und zwar bis ins letzte Detail. Später versuchte ein Abgeordneter, sich gegen Proteste wegen des Baus eines Gefängnisses in der Stadt zu verteidigen: „Das ist doch eigentlich überholt, wenn man bedenkt, dass es ja bereits gebaut ist.“ Mir wurde klar, dass das eine lange Nacht werden würde.

21:03 Uhr: In der gemütlichen Enge des Kellerraums S-46 des Parlamentsgebäudes wendet sich der Abgeordnete Aldo Demarchi an das Fernsehpublikum und bekundet, dass er viel „bezüglich der Bürgerrechte“ gelernt habe.

21:16 Uhr: Der Abgeordnete hat gerade zum dritten Mal den eleganten Ausdruck „wohingegen“ in seinen Abhandlungen untergebracht.

21:19 Uhr: „São Paulo ist eine Perle“, sagt der Abgeordnete, während er seine goldene Armbanduhr schwenkt. Der Moderator unterbricht mit einer Frage über die gesteigerten Getreidepflanzungen auf dem Land.

21:25 Uhr: Die Debatte über Massentierhaltung geht nahtlos über zur Person, die den australischen Eukalyptus in Brasilien eingeführt hat.

21:29 Uhr: Wichtige Anmerkung: Es scheint, dass der Abgeordnete einen krummen kleinen Finger hat.

21:32 Uhr: Eine ermüdende Dokumentation über den Fluss Tietê wird eingespielt und konzentriert sich eine halbe Stunde lang auf die indigenen Völker Brasiliens und die Etymologie des Wortes „Tietê“. Um genau 21:48 Uhr bestelle ich eine Pizza. Wenig später endet die Dokumentation mit den verzweifelten Lauten sinnlichen Stöhnens. Endlich.

22:01 Uhr: Die Inspektion eines Inspektionsfahrzeugs wird debattiert. Um 22:06 Uhr mache ich meine erste Pinkelpause und notiere mir im Geiste: „Es scheint, als wäre es September.“

22:34 Uhr: Die Pizza kommt.

22:36 Uhr: Ein nicht namentlich genannter Abgeordneter stellt fest: „Die Priorität mit der höchsten Priorität schließt die Priorität aus, die die geringste Priorität hat. Das ist Logik. Das ist ganz elementar.“ Die Menge dreht durch.

22:57 Uhr: Der Parlamentspräsident, Barros Munhoz von der Sozialdemokratischen Partei Brasiliens, erhält von seinen Kollegen Komplimente. Sie nennen ihn einen „Genossen“ und eine „außergewöhnliche Person“.







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