SPIN ME ROUND
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THE KILLS
Black Balloon 10"
Domino
Der Titelsong, der ebenfalls auf dem aktuellen Album enthalten ist, behandelt die bekanntermaßen sehr prekäre Problematik des Nichtloslassenkönnens. Ich weiß genau, wovon Alison singt, ich muss noch jede Menge Steuern nachzahlen und bringe es einfach nicht übers Herz, mich von dem Geld zu trennen. Auf der B-Seite sind noch zwei charmante Beweise dafür, dass die Kills die besseren White Stripes sind.
WACK AND BLITHE
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JAPANTHER
Skuffed Up My Huffy 12"
Altin Village/Sabotage
Es gibt Leute, die behaupten, Nathan von Wavves würde Japanther kopieren. Das ist natürlich Quatsch. Die Wahrheit ist, sie sind alle Kinder einer etwas exzentrischen, aber sehr liebevollen Althippiedame namens Daisy, die nach der Geburt der Kleinen ständig zwischen L.A. und New York hin und herpendelte, um sie zu umsorgen und mit aufmunternden, simplen Lala-Refrains zu erfreuen. Zufälligerweise beschlossen sie später unabhängig voneinander, Noisepunkbands zu gründen, und diese frühkindlichen Erinnerungen in ihren Liedern zu dokumentieren.
LILALAUNEBÄR |
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BERND HOFMANN
The One Man Red Can Show 10"
Red Can
Neuesten Markterhebungen zufolge ist das Buch der Tonträger der Zukunft. Mag unlogisch klingen, ist aber so. Red Can, dieses Münchner Label, das sowieso jeden Scheiß mitmacht, springt sofort auf den Zug auf und veröffentlicht die graphische Werkschau des Prinzipals Herrn Burns auf ca. 40 Seiten, vornehm in Leinen gebunden, mit Artikeln und Linernotes aufgefüllt. Ach so, eine sechs-Song-10" (u.a. Walter Schreifels, Rocket Freudental) ist auch dabei. Jetzt mal ganz im Ernst: Es ist möglich, dass du so etwas noch nie gesehen hast. (Und auch nie wieder sehen wirst)
YOHANNEZ GUTENBERGLITZ |
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HOSTAGES OF AYATOLLAH
AntHOAlogy Do-LP
X-Mist
Die HOAs (harhar) kennt heute kaum noch jemand, und diejenigen, die sie noch kennen, reden von ihnen als eine der ersten und wichtigsten deutschen Hardcorepunkbands. Warum auch nicht. Da sie unter den ersten waren, klangen sie noch relativ fremdbestimmt, in etwa wie die Gang Green aus Mettmann, was allerdings als Vorzug zu verstehen ist. Danach explodierte Deutschpunk, die Band ging in der Terrorgruppe auf und ... der Rest ist unwichtig. Diese Platte ist beinahe lückenlose Geschichtsaufarbeitung im großen Stil. Stichwort: Gatefold, Booklet, DVD, MP3-Code.
PROUST WILLIS
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&ME
F.I.R./+++ 12"
Keinemusik
Der Urheber dieser zwei Stücke ist die Bescheidenheit in Person. Das sagt ja schon sein Name. Wenn er irgendwo in einem DJ-Lineup auftaucht, dann liest sich das immer so wie, na ja, ich bin halt auch noch dabei. Nachdem er für diverse Szeneopas produziert hat, deren Namen hier nichts zur Sache tun, muss man ihn für diese zwei Peaktimevolltreffer (9 Punkte für die A-, 7 für die B-Seite) endlich selbst ins Spotlight schubsen. Auf die Bemerkung hin, die gepitchten Vocals von F.I.R. würden wie Rick Astley klingen, erwiderte er: ich mag Rick Astley. Word up, Bruder!
MYLIE KINOGUE |
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PANTHER
The Birds 12"
Altin Village
Panther? Warum, Charlie Salas-Humara, um alles in der Welt Panther? Panther dürfte, gleich nach Crystal, die abgekauteste Bandnamenvokabel der letzten Jahre sein. Warum nicht Stabheuschrecke oder Nacktmull, wenn es schon ein Tier sein muss? Immerhin ist der selbstgenügsame Wahnsinn zwischen Portland-Indie-Norm, Homerecording-Anstrich und Klaviergeklimper in den Liedern meistens ganz originell.
HEINZ SIELMANN |
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ORDINATION OF AARON
Discography DoLP
Adagio830
Im Adagio-Camp wird mal wieder mit viel Aufwand (Gatefold, Booklet, Patch, Etching) Emo-Geschichte aufgearbeitet. OOA repräsentierten in der ersten Hälfte der 90er die Art von Stop’n’Go Emo, die noch auf den allzu peinlichen sentimentalen Kitsch verzichtete und trotzdem auch deiner kleinen Schwester gefallen hätte. Ich habe mich aus unerfindlichen Gründen damals für die Band nicht interessiert, höre die Platte aber heute jeden Tag, einfach nur, um noch einmal darin bestätigt zu werden, dass früher alles besser war.
CLASS OF 95 |
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HERPES
Komm Vorbei 12"
Fin Du Monde
Als Postpunk seine große Stunde in Düsseldorf feierte, ging es nicht um Geschmacksfragen, sondern eher darum, wer die meisten Schnäpse trinken konnte. Dann kamen irgendwann Nena und Markus und die Musikindustrie und verwandelten einen der interessantesten Momente deutscher Popkultur in ein Kaspertheater. Herpes haben noch nicht ganz herausgefunden, ob sie gegen oder für etwas sind, also tun sie so als wären sie beides. Kommt sicher toll in UK an. Lob oder Beleidigung? Entscheiden sie selbst.
KURT RASUR |
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