REVIEWS
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P.O.S.
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FLO RIDA
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SILVESTER ANFANG
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THE FIELD
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P.O.S.
Never Better
Rhymesayers Entertainment
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Wir leben in schwierigen Zeiten. Toys wie Kevin Rudolf werden für das, was sie als Rock/Rap-Hybrid verkaufen, nicht gesteinigt, sondern mit Goldschallplatten überhäuft. Wenn so jemand wie Stefon Alexander aka P.O.S. aka der Typ, der auch bei Building Better Bombs spielt, aus Unbefangenheit und Punkrockethos heraus Rap- und Produktionsskills entwickelt, die nicht nur das Rapgame revolutionieren, sondern alles andere auch, dann wird das vermutlich kaum jemand mitbekommen. Glücklicherweise ist ihm das egal, er legt noch das innovativste CD-Packaging obendrauf, das wir seit Jahren gesehen haben, zitiert Fugazi in „Savion Glover“, Children of Men im Video zu „Drumroll“ und featurt Jason Shevchuk auf einem Track. Bulls Eye!
THEO FARON |
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FLO RIDA
R.O.O.T.S.
Atlantic
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Alle Achtung, Flo Rida! Mit „Right Round“ hat Fatso die angeblich bestverkaufte digitale Single vorgelegt und damit zugleich die haarsträubendste Vergewaltigung von „You spin me round“ seit Eiffel 65 veröffentlicht. Auf Roots ruht er sich 13 Stücke lang auf diesen Lorbeeren aus und rührt ein dünnes Süppchen aus R’n’B-Meterware, überraschungsfreien Cameos, weichgespülten Dirty South-Lappalien und billigen Melodien zusammen, aus dem eigentlich nur „Right Round“ heraus sticht, weil es diese unzerstörbare Hookline annektiert.
FRIEDRICH HAINZ |
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MIMS
Guilt
Capitol/EMI
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Das letzte Album war gar nicht so mies, aber es hat trotzdem kaum einer gekauft. „This is why I’m hot“ sprengte allerdings die Ringtonecharts und hinterließ zumindest den Eindruck, dass es Mims schon irgendwie schaffen kann, wenn er nur die richtigen Moves macht. Mit diesem Album, bei dem sich eine pathos durchtränkte Weichspülballade an die andere reiht und nichts im Ohr bleibt außer billige Autotunes-Hooks, hat er klargestellt, dass ihn seine Moves direkt in die Wackness-Quarantäne befördern.
AGNES KRASS |
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NOTES TO SELF
A Shot in the Dark
bbe Records
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Nenn mich konservativ, aber ich twittere nicht die Konsistenz meines Stuhlgangs und ich spiele lieber Backgammon als World of Warcraft oder wie das heißt. GPS halte ich für eine Erfindung des Teufels, ich weiß noch, wie man eine Straßenkarte liest und faltet. Und halte mich für verrückt, aber ich gerate in einen euphorischen Rausch, wenn ein Rap-Album nicht, wie heutzutage üblich, aus zwei Singles und 15 Stücken Scheiße besteht, sondern so vollgestopft mit Cuts and Scratches, Skills, Deepness, Vinylknistern und Soul ist, dass ich es nach Train of Thought und The Platform hören kann, ohne zu merken, dass mittlerweile schon fast zehn Jahre dazwischen liegen.
GRANNYMASTER FLASH |
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JUNIOR BOYS
Begone Dull Care
Domino/Indigo
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Ja, der eine Typ tut bei der Produktion seiner Beats so, als hätte er irgendeine Enzyklopädie über Popmusik zum Frühstück verspeist. Und ja, der andere croont, als könnte er mit seiner samtigen Stimme sogar Stützstrümpfe auf QVC verkaufen. Zusammen aber sind und bleiben sie unschlagbare Virtuosen in der Disziplin, einen Augenblick dermaßen mit Pathos aufzublasen, dass du, während ihr Album läuft, geneigt bist zu glauben, du würdest kurzzeitig auf einem anderen Planeten leben als beispielsweise Dieter Bohlen oder Chlamydien.
FRIAN BERRY |
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THE FIELD
Yesterday and Today
Kompakt |
Es ist eine Kunst, Repetition einzusetzen. Wenn mich meine Freundin ungefähr 18-mal bittet, den Abwasch zu machen, dann bewegt sich ihr Gestus dabei auf einem Spannungskontinuum, das bei scheuem Augenaufschlag beginnt und sich über frivoles Drängeln bis zu hasserfüllten Drohgebärden steigert. The Field setzen Repetition in ihrem harmlosen Ambientgeplucker so ein, dass ich noch nicht mal dabei einschlafen kann, weil mich deren Ziellosigkeit die ganze Zeit tierisch aufregt.
BOWKNECHT |
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PREFUSE 73
Everything She Touched Turned Ampexian
Warp |
Nach der Rezension zu Savath & Savalas habe ich ein paar Entspannungsübungen gemacht und jetzt geht es mir wieder besser. Keine Angst, ich werde nicht paranoid, der Mann ist halt einfach ein Tausendsassa und veröffentlich mal ein paar Tracks hier und ein paar Tracks da. Kein Grund zur Sorge. Moment, sind hier wirklich NEUNUNDZWANZIG Stücke drauf? Hat der Astronaut auf dem Cover sich gerade zu mir umgedreht? Wer seid ihr, Guillermo-Scott-Herren? Was wollt ihr von mir? Wenn es euch nur um eine gute Wertung geht, bitte, das ist doch kein Problem. Nun lasst ab von mir, Ihr mächtigen Herren!
RONALD MCDONALD |
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MITTEKILL
You Are Home
Modul8
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Man kann nicht alles mit Selbstironie rechtfertigen. Wenn du z.B. dein Kind in der Tiefkühltruhe vergisst oder ein ziemlich geiles NDW-affines Album mit einem unsagbar langweiligen Mittelteil und einem im tiefsten Judith-Holofernes-Sumpf versackten Ende versaust, ist das keine spöttische Selbstreflexion, sondern eine Schande. Aber was ist von einer Band, die sich Mittekill nennt, auch anderes zu erwarten.
ERNEST INGENITO
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LINDSTRØM & PRINS THOMAS
II
Eskimo Recordings
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Es scheint als drifte dieses (Achtung!) „Dream“-Team der Space-Disco-Renaissance mit jedem ihrer krautigen Tunes in immer entrücktere Sphären. Mit dem neuen Album passieren sie die Milchstraße und durchstreifen eine Galaxie, deren Bewohner eine frappierende Ähnlichkeit mit Methusalem aufweisen (die Männer) und sich den ganzen Tag damit beschäftigen, Percussioninstrumente aus vorzeitlichem Weltraummüll anzufertigen und diese anschließend nach Norwegen zu exportieren. Die Frauen schweben derweil wie sedierte Elfen um sie herum und erzählen sich den neusten Gossip aus dem Andromedanebel.
YO HANNEZ K.PLA |
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FAZE ACTION
Stratus Energy
Faze Action |
Ist das Space-Disco-Revival schon wieder vorbei? Erlebt es gerade seine Peaktime? Wird es nie kommen? Solche Fragen überlassen wir lieber Leuten ohne Geschlechtsteil. Fakt ist, dass sich Faze Action ausreichend Zeit genommen haben, um dem Genre mit diesem köstlichen Cocktail aus Moroder, Psychedelic-Würze und Cosmic-Nachbildungen einen ewigen Meilenstein zu schenken.
DONNA SOMMERSPROSSE |
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FISCHERSPOONER
Entertainment
Lo Recordings
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Beim letzten Album konnte man Fischerspooner immerhin ein Wire-Cover zugutehalten. Beim neuen die Tatsache, dass sie es irgendwie geschafft haben, vom Electroclash-Regen nicht direkt in die New-Rave-Traufe zu stolpern und stattdessen einfach nur ungefragt eine ganz brauchbare Wiedergutmachung für das ziemlich beknackte neue Depeche Mode-Album aufzunehmen.
GRINGO STAR
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EXERCISE ONE
In Cars We Rust
Mobilee Records
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Das Presseinfo vergleicht das Ambientdekor dieses Albums mit Steve Reich, was natürlich Quatsch ist. Wenn ich auf das Spreequell vor mir Evian drauf schreibe, schmeckt es ja immer noch wie Pisswasser. Trotzdem muss man diesen beiden Typen zugutehalten, dass sie sich um eine Albumdramaturgie bemühen und auf ihre sauber produzierten Deephouse- und Minimal-Highlights hinarbeiten, anstatt wie alle anderen Technoproduzenten zehn Stücke auf ein Album zu packen, von denen acht unbrauchbar sind und der Rest schon vor einem Jahr als Single veröffentlicht wurde.
FIPS ASMUS TIETCHEN |
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FROM MONUMENT TO MASSES
On Little Known Frequencies
Golden Antenna/Broken Silence
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Äußerst runde Sache, das zweite Album von FMTM. Soll noch mal einer sagen, die Linksradikalen könnten keine gute Musik machen. Dazu ein 24-seitiges Booklet, das all den pseudorevolutionären MP3-Sammlern mal zeigt, was ’ne Harke ist. Aber wenn sie verkünden, sie wollten mit ihrer Musik dazu anstiften, „sozial aktiv zu werden“, frage ich mich wirklich, ob sie das nicht noch etwas präziser hätten formulieren können. Nicht dass all ihre neuen Fans sich jetzt einen zweiten Facebook-Account einrichten.
ALL WE NEED IS BRAINS
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AGORAPHOBIC NOSEBLEED
Agorapocalypse
Relapse
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Dieses Album verhält sich zu Frozen Corpse Stuffed with Dope, das man guten Gewissens als ANbs Opus Magnum betrachten darf, wie ein ICE zu einem Teilchenbeschleuniger. Es ist völlig OK, wenn Hull und Randall zur Abwechslung mal so was wie ein überdrehtes Thrashcore-Album mit unterscheidbaren Songs aufnehmen, es taugt immer noch mehr als 80 % der übrigen Produktionen im Sektor, es verschafft dir eben nur nicht die genüssliche Vorstellung, dass dein Kopf gleichzeitig von einer Abrissbirne, dem kolumbianischen Drogenkartell, dem Hochsicherheitstrakt eines Irrenhauses und einem Hornissennest gefickt wird.
GRUDIGER RÜBE |
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Als der erste Teil von Tony Hawk’s Skateboarding veröffentlicht wurde, da quartierte ich mich eine komplette Woche bei einem Kumpel ein, der in Besitz einer Playstation war. Wir zockten fast rund um die Uhr, schliefen nur mit Gamepad in der Hand und rauchten jede Menge Bongs. Der Soundtrack zu dem Spiel, der sich auf alle Ewigkeit in mein Gehirn eingebrannt hat, bestand fast nur aus energiegeladener Gitarrenmusik wie dieser. Aber dann fing das Elend an, Horden zwölfjähriger Knirpse mit Skateboards und Suicidal Tendencies-T-Shirts tauchten auf und wir wollten mit dem Spiel nichts mehr zu tun haben, und mit der Musik erst recht nicht.
BAM BAM BIGELOW
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YEAH YEAH YEAHS
It’s Blitz
Universal
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Beim Anblick des Covers frage ich mich, wie viele Hühnereier dran glauben mussten, bis der Fotograf diesen erlesenen Moment von Ästhetik und Symmetrie im Kasten hatte. Wir alle wissen, wie Art Directors drauf sind. Solche Aufnahmen müssen allein schon drei Millionen Mal wiederholt werden, damit sie ihre horrenden Honorare rechtfertigen können. Ich frage mich auch, ob Karen O eine hysterische Katze hat oder ob das Spuren eines Suizidversuchs oder von Autoaggression an ihrem Handgelenk sind. Der Rest des Albums wirft übrigens nicht so viele Fragen auf.
MR. NICEGUY
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CLUES
s/t
Constellation
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Der eine von den zwei Typen hier hat mal vor tausend Jahren (vor dem ersten Album) zwei Fürze in Arcade Fire gelassen, was uns natürlich gleich wieder als Empfehlungsschreiben für diese Band hier unter die Nase gerieben wird. Fans von Arcade Fire könnten aber trotzdem Gefallen an Clues finden. Die Neigung zu Theatralik und Kollektivsperenzchen ist vergleichbar, du musst dir nur vorstellen, dass der Bombast mittels eines Besteckkastens, ein paar Streichholzschachteln und eines Kinderxylophons erzeugt wird.
SPOONMAN
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KNUT UND DIE HERBE FRAU
s/t
tapete records
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Benedikt „Wolke“ Filleböck und Knut „Samba“ Stenert bleiben sich treu. Wenigstens, was die beschissene Selbstbetitelung angeht. „Knut und die herbe Frau“ ist leider kein subtil humoristischer Soft-Sado-Maso-Streifen, sondern Musik für Tomtefans, NEON-Leser und andere Leute, denen wirklich nichts zu peinlich ist. Im Ernst, wie wollen die je auch nur ein einziges Band-T-Shirt loswerden?
MARY BELL |
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AU REVOIR SIMONE
Still Night,
Still Light
Moshi Moshi Records
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PHOENIX
Wolfgang Amadeus Phoenix
V2/Cooperative Music
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Phoenix kommen aus Paris. Ich hasse Frankreich. Das hat nichts mit Xenophobie oder historisch manifestierten nationalen Befindlichkeiten zu tun, sondern ist eine rein private Angelegenheit. Ich denke, es würde mich durchaus erleichtern, dieser Platte null Punkte zu geben, so akut ist diese Abneigung. Leider haben Phoenix aber (mal wieder) ein Album aufgenommen, das dermaßen charmant, wissend und bekömmlich daherkommt, dass man sogar über dessen Entstehungsbedingungen in diesem blasierten, froschschenkeligen, Baguetteim-Arschherumtragenden, schwuldaherredenden Scheißland hinwegsehen kann.
MICHEL HOLLERBACK
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CORTNEY TIDWELL
Boys
Universal
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Seit ich weiß, dass die großartige Cortney Tidwell ihre Karriere als „Bandbookerin für eine lokale Pizzeria“ angefangen hat, bin ich irgendwie nervös. Ich dachte immer, die Jungs mit den Kartons wären nur unterbezahlte Nahrungslieferanten. Wenn ich nachrechne, wie oft ich schon den Pizzaservice mit fünf Häagen Daz und zwei Pizza Norway zu fiktiven Adressen geschickt und mir damit meine potenzielle Rockstarkarriere versaut habe, wird mir ganz schlecht.
JUAN CORONA
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TELEMARK
Informat
X-Mist
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Du hast doch sicher auch in deinem Freundeskreis irgend so einen Typen, der leicht gebückt geht, der immer etwas schludrig angezogen ist, dem es im Prinzip gut geht (außer Magengeschwür), der dir aber jedes Mal, wenn du ihn triffst, mit demselben unzufriedenen Gejammer im Ohr liegt. Du magst ihn eigentlich sehr gern, denn du weißt, er hat ein gutes Herz, doch manchmal, wenn er anruft, gehst du einfach nicht ran und verabredest dich stattdessen mit einem Mädchen, von dem du genau weißt, dass es nicht bis zehn zählen kann, einfach, weil du auch mal ein bisschen Ablenkung brauchst.
DIETER THOMA’S HECK
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Dies ist der Heilige Gral des säuselnden Indiepop. Er wird seit Jahren weitergereicht. Azure Ray hatten ihn, dann Architecture in Helsinki, The Brunettes, eigentlich jeder durfte mal reinspuckenund Au Revoir Simone dürfen austrinken. Prost!
LIZZY BORDEN
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GRIZZLY BEAR
Veckatimest
Warp Records
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Ein Album wie ein guter Faustkampf. Du steckst ununterbrochen irgendeinen Haken ein, von dem du nicht ahnst, aus welcher Richtung er kommt. Dein Gesicht ist Matsch und das Adrenalin pumpt, du bist verwirrt und schon wieder hast du direkt eins in die Fresse bekommen. Aber am Ende liegt dann doch der andere am Boden und du trittst die Scheiße aus ihm raus, bevor du danach mit seinem Mädchen und dem Gefühl, der König der Welt zu sein, den besten Abend deines Lebens haben wirst.
MICHAEL DUDIKOFF
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SAVATH & SAVALAS
La Llama
Stones Throw
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SILVESTER ANFANG
Sylvester Anfang II
Aurora Borealis
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Ich wollte eigentlich eine Rezension zu diesem neuen Album der Funeral Folk-Allstars schreiben, aber deren hypnotisches Potenzial hat sich noch einmal dermaßen radikalisiert, dass ich mich wenige Augenblicke nach dem Betätigen der Play-Taste in einem fernen Land wiederfand, in denen sich einäugige Zwerge gegenseitig mit Kastanien bewarfen, fette, hässliche nackte Frauen als Verkehrspolizisten eingesetzt wurden und der Himmel in ein kräftiges Zigarettenfilterorange getaucht war. Glücklicherweise wurde ich einige Tage später wieder wach, weil mein miesepetriger Vermieter an meine Tür hämmerte und die seit Wochen überfällige Miete einforderte. „Sie Arschloch“ muss wohl das Trance-auflösende Codewort gewesen sein.
SATAN’S LITTLE HELPER
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Ich war schon stolz darauf, dass ich gleichzeitig kacken und Zeitung lesen kann, aber in dem Paralleluniversum, des Guillermo Scott Herren kann man offenbar alle möglichen komplizierten Dinge auf einmal tun, zum Beispiel ein neues Prefuse 73-Album veröffentlichen und nebenbei noch diese Psychofolknummer hier abziehen. Es drängt sich langsam der Verdacht auf, dass Guillermo Scott Herren kein Mensch ist, sondern dass es sich bei den Guillermo-Scott-Herren um die Mitglieder einer supergeheimen Neoisten-Vereinigung handelt, die sich zusammengeschlossen haben, um mich fertig zu machen.
COOL MC COOL
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