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DOS & DON'TS

If you're a psychotic murderer who needs to dispose of body parts across town, dressing up as a Godspell unicycle mime on his way to work is a surprisingly good option. The unicycle case will fit the average-sized kid and people tend to assume the smell is just coming from you. Comments/Enlarge | See all


You wouldn't believe the kind of crazy shit we've been getting into every night since we became friends with Robbie. We're just worried someone's going to hit him in the head again and set everything back to normal. Comments/Enlarge | See all






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CRAZY GLU
Jessica Gysel weiß, dass du lesbisch bist














NAS
Illmatic
Columbia
Respekt für Nasty Nas, den MC mit den zweifellos besten Lyrics des Jahres 1994, da gibt es keine Diskussion. Das ist die Art von Rap, die Du deinem Englischlehrer vorspielst und ihm sagst: „Siehst Du, Alter! Kunst! Yo!“, und vermutlich wird er dich ausnahms weise nicht nachsitzen lassen, sondern Dir eventuell sogar recht geben. Der Sound auf Illmatic knirscht wie die Scherben einer Crackampulle unter den Sohlen deiner Timberlands...Ups! Das klang jetzt schon etwas nach weißem Wannabe-Gangsta, oder? Ich war nämlich noch nie im Ghetto.Ich bin glaube ich mal an einem vorbeigefahren, habe aber noch nie einen Fuß in eins gesetzt. Ich hoffe dass bald ändern zu können. Vielleicht kann ich da auch mal was von diesem „Crack“ probieren, über das zurzeit immer alle reden.

TODD ERICSON


MEGAVIER
s/t
Epic/Sony
Das passiert wohl, wenn ein fetter Egomane aus Frankfurt ständig verbal auf einen einprügelt - man nimmt sich eine unbedeutende Metalband und macht ein Album lang auf hart. Folgende Erkenntnisse bringt diese Platte zutage: Thomas D. schafft es tatsächlich, sich in Sachen Frisurverbrechen selbst zu übertreffen. Und: Die Fantastischen Vier sind nicht nur die wackste Erscheinung der deutschen HipHop-Kultur (was vergleichbar ist mit dem ersten Preis im Schönscheißen), sie schaffen es hiermit sogar, das peinlichste Crossoverprojekt des Jahres abzuliefern. Und ja, wir haben von den H-Blockx schon gehört.

HENNING WEHLEID


BEASTIE BOYS
Ill Communication
Grand Royal

THE NOTORIOUS B.I.G.
Ready to Die
Bad Boy
Zusammen mit Illmatic könnte diese Scheibe dafür sorgen, dass 1994 als bestes Jahr des New York Rap in die Geschichte eingehen wird. Es ist schon komisch, diesen Typ anzusehen und dabei gleichzeitig die aus ihm heraussprudelnden Worte zu hören. Eigentlich dürfte er nur am Keuchen und Hecheln sein wie ein sterbender Fisch auf dem Trockenen, aber dann liefert Biggie die gekonntesten, lässigsten, perfektesten Raps seit...eigentlich seit es HipHop gibt. Denn es ist jetzt offiziell: Der Fettsack hat die beste Rap-Stimme aller Zeiten und muss sich was die Texte angeht nur Nas geschlagen geben. Ich bin gespannt, was er machen wird, wenn er alt und grauhaarig ist. Vermutlich ist er dann immer noch sehr fett, aber unsterblich ist er jetzt schon, das ist klar. Nur eine Sache noch: Sein Produzent sollte doch bitte mal die Fresse halten und sich aufs Knöpfchendrehen konzentrieren. Wie war doch gleich sein Name? Poofy? Piffy? Puffy? Egal. Jedes Mal wenn er Biggies Killer-Rhymes mit seinem “Bad Boy, baby”-Geflüster unterbricht, möchte ich kotzen. Bleib bei deinen Leisten, Ploopy.

ROYL NEHOC


RÖDELHEIM HARTREIM PROJEKT
Direkt aus Rödelheim
Sony
Direkt aus Rödelheim? Was soll das denn sein? Dick und Doof mit Migrantenhintergrund, die auf die deutschen N.W.A. machen? Ich meine, die Beats und die Ideen und generell der Versuch, all diese nervigen reimenden Hosenscheißer aus der VIVA-Rotation zu mobben, sind ja aller Ehren wert. Aber deutscher Gangsta-Rap, ich bitte euch, das funktioniert doch nie.

STEFAN RAP

Dieses Album machte mich erst etwas unsicher also erstmal könnte mir das “Sabotage“-Video unendlich oft anschauen, ohne mich zu langweilen. Zweitens sind hier aber doch ein paar belanglose Funk-Instrumentals zuviel drauf. Abgesehen davon sind die Beasties natürlich unerreicht—seit ’86 sorgen sie dafür, dass jüdische Kids sich cool fühlen können und dafür möchte ich ihnen im Namen meines Volkes danken. Aber was bitte sollen diese komischen buddhistischen Anspielungen auf einigen der Tracks? Ich höre die Jungs nicht, weil ich Reinigung oder spirituellen Rat brauche. Hoffen wir mal, dass es nur eine Phase ist und sie sich bald wieder dem shockin’ und rockin’, not stoppin’ und ticktockin’ und was weiß ich noch widmen.

MIXMASTER MORDECHAI





PORTISHEAD
Dummy
Go! Discs/London
Die Leute in Bristol rauchen offenbar mehr Gras als alle Jamaikaner in Brixton und vielleicht sogar alle Jamaikaner zusammen. Wenn Du wissen möchtest, wie es sich in ihrem Kopf anhört, während sie in schäbigen Wohnzimmern rumliegen und darüber diskutieren, was in Roswell passiert ist, welche Farbe die Schambehaarung von Dana Scully hat, oder ob Labour die nächsten Wahlen gewinnen wird (als ob das jemals passieren würde), dann ist diese Platte was für dich, du totaler Loser.

RODDY STAPLE


LUSCIOUS JACKSON
Natural Ingredients
Grand Royal
Ich dachte diese Damen wären die weiblichen Beastie Boys, was also ist geschehen? Sie rappen hier ja nicht mal! Die EP Search of Manny fand ich in Ordnung, aber das hier ist eher eine Light-Version von Neneh Cherry. So leicht und bekömmlich wie eine Joghurtwerbung. Tatsächlich prophezeie ich Luscious Jackson eine große Zukunft als Lieblingssongschreiberinnen der Film- und Werbeindustrie. Immerhin: Skills to pay the bills—die sind zweifellos vorhanden.

LI’L MEGGIE SNEED


MOUSE ON MARS
Vulvalands
Indigo
Seit Neu!s missglücktem Comeback vor ein paar Jahren war Stille um die Düsseldorfer Szene - das hier könnte das ändern. Ich hab zwar das Vinyl leider noch nicht in die Finger gekriegt, aber soweit man das auf CD beurteilen kann, könnte das Debüt der beiden Rheinländer etwas völlig Neues anstoßen. Neuerer als Neu! sozuagen Andererseits: Nerds, die ihre Alben nach Geschlechtsteilen benennen? Vielleicht beten wir lieber, das Kraftwerk bald die Arbeit an ihrem 11. Studioalbum “Penis” vollenden.

CLAUDIO CANIGGIA


STEREOLAB
Mars Audiac Quintet
Elektra
Vor zwei Jahren veröffentlichten diese Typen gewöhnungsbedürftige Hypnose-Songs mit situationistischen Comics auf dem Cover, letztes Jahr machten sie eine Split mit dem unerreichten Heavy-König Stephen Stapleton von Nurse With Wound, und jetzt produzieren sie offenbar Hintergrundmusik für 70er-Designerläden, in denen man Plastikstühle kaufen kann, die wie eine Hand geformt sind. Man kann über Major Labels alles Mögliche sagen, aber sie haben immer noch die besten Koks-Connections der Stadt.

HOWARD DUPREE






INTO ANOTHER
Ignaurus
Revelation
Nach dem Kauf dieses Album fühlte ich mich wie ein Daterape-Opfer Ich wusste, dass es schlecht ist—die letzten beiden waren schon mies—aber als ich es im Regal sah, musste ich reflexartig zugreifen. Das ist eben die hypnotische Kraft von Revelation: Wie ein Kinderschänder aus einer dunklen Gasse lockt das Label ehemalige Straight-Edge-Kids in Richtung Poser-Rock, indem sie ihn als „Post-Hardcore“ tituliert und somit in musikalischer und ästhetischer Hinsicht als logische Weiterentwicklung erscheinen lässt. Aber was bitte hat das hier noch mit Underdog oder Bold zu tun? Vier erwachsene Männer, die sich Glitzer ins Gesicht pinseln und rumkreischen wie kleine Mädchen. Es ist sogar eine Fee auf dem Cover, das hätte eigentlich Warnung genug sein müssen.

WALLY WINDMILLS


BIOHAZARD
State of the World Address
Warner Brothers
Nachdem der Soundtrack zu Judgement Night ihnen einen ungeahnten Endorphinschub verpasst hat, sind Biohazard nach wie vor schwer beschäftigt damit, eine Art Rapmusik zu fabrizieren, die weißen Moshpit-Hüpfern eine Daseinsberechtigung geben soll. Nachdem die Zusammenarbeit von Anthrax und Public Enemy sowie das Onyx-Video zu „Slam“ es bereits angedeutet haben, hat sich das Wiggertum nun offenbar zu einer umfassenden Bewegung aus blassen Vorstadthonks mit Tribaltattoos und Ziegenbärtchen entwickelt, die sich vor der Bühne rumschubsen und dabei für mächtige Krieger halten. Im Prinzip ist es ja ganz nett, dass auch diese Typen sich für zwei Sekunden wie Gewinner fühlen können, aber wenn dir das nächste Mal auf einem Hardcorekonzert ein Typ mit Bad-Boy-Club-Unterhemd einen Ellenbogen ins Gesicht rammt und dich Schwuchtel nennt, dann kannst du dich bei Biohazard bedanken.

SERGEI KRAVINOFF


DRIVE LIKE JEHU
Yank Crime
Interscope
Während einige andere Major-Konvertiten in letzter Zeit durch eher unverständliche Entscheidungen aufgefallen sind (Boredoms, Ween) ist die erste Veröffentlichung von Drive Like Jehu auf einem großen Label ihre bisher beste—ein talentiertes, inspirierendes und relevantes Album, wie man es im Hardcore, Post-Hardcore oder Indierock noch nicht gehört hat. Wenn man bedenkt, wie oft das Gebrüll erwachsener Männer in letzter Zeit unglaubwürdig klang, dann kommen Rick Frobergs kathartische Schreie ehrlich beeindruckend, und selbiges gilt auch für den Rest von Jehus atemberaubender Interpretation der musikalischen Hochzeit von Hardcore und Prog-Rock.

ANDREW EARLES


SICK OF IT ALL
Scratch the Surface
EastWest
Kaum haben SOIA eine Platte auf einem Major veröffentlicht und ein Video gemacht, das ab und zu bei Headbangers Ball läuft, schon geht das Sell-Out-Gebrüll los. Aber klingt diese Platte etwa nach Weezer? Nein. Erinnert sie an Hootie and the Blowfish? Am Arsch. Denn dieser Müll wird mit dem Ziel produziert, die Gehirnaktivität von jungen Menschen zu unterdrücken, damit sie ruhig und artig bleiben. Scratch the Surface hingegen ist ein Album, das als Soundtrack weder für den Abiball noch für den Familienausflug taugt. Es macht keine Gefangenen und entschuldigt sich für nichts. OK, etwas sauberer produziert als der Klassiker Blood, Sweat and No Tears ist dieses Ding schon, aber wer noch zwischen Fiktion und Realität unterscheiden kann, sollte keine Zweifel haben, auf welcher Seite diese Band steht.

DICK BREAKER


SHELLAC
At Action Park
Touch & Go
Shellac sind Steve Albini, Bob Weston (Volcano Suns) am Bass und Todd Trainer (Brick Layer Cake, Rifle Sport) am Schlagzeug. Im Vergleich zu Albinis letzter Band Rapeman ist dieses Projekt organischer, melodischer und weniger klaustrophobisch. Das einzige, was einen zum Grübeln bringt, ist wie Albini es eigentlich schaffen konnte, seine Gitarre gleichzeitig kompromissloser und eingängiger klingen zu lassen. Ansonsten macht das alles durchgängig Sinn: Niemand wird mehr Sachen sagen müssen wie: „Ich wollte nur klarstellen, dass die Band nach einer japanischen Comicfigur benannt wurde!“ Weder die Radio-DJs, noch die armen Typen, deren neugierige Freundinnen gerne Plattensammlungen durchwühlen.

ANDREW EARLES









DEADGUY
Work Ethic
Blackout
Falls du nach dem Ende von Rorschach todtraurig warst, ist es jetzt höchste Zeit, mal wieder die Korken knallen zu lassen, Crusty. Der Zwergengitarrist hat sich nämlich mit dem seltsamen Sänger von No Escape (der Band von der B-Seite der Turning-Point-7“) verbündet und das Resultat ist von derart kranker Brutalität, dass es schlicht alles andere in Grund und Boden trampelt. Neulich wollte mir einer erzählen, die neue Cradle of Filth sei das Verrückteste, was er je gehört habe und bla bla bla, aber daraufhin spielte ich ihm diese vier Songs vor und eine Woche später hatte er sich die Haare abgeschnitten. Ein Allheilmittel gegen Poser-ismus! Mit meilenweitem Vorsprung die beste Hardcore-Platte des Jahres. Nichts was ich in meinem Leben jemals tun werde, wird auch nur annähernd so großartig sein.

JAMEY SHANAHAN


UNSANE
Total Destruction
Atlantic
Die Vorstellung, dass Unsane den leider verflossenen Charlie Ondras durch den Typen von Foetus (oder Swans, Live Skull, Cop Shoot Cop, oder wo auch immer er eigentlich herkam) ersetzt haben, ist nicht annähernd so bizarr, wie die Tatsache, dass diese Band bei einem Major unterschrieben hat. Aber irgendwie offenbart Total Destruction mit seinem seltsamen Bastard-Blues-Metal eine neue, abwegige Seite, die auch nicht gerade zum Chartpotential der Band beitragen dürfte. Das gilt ebenso für Chris Spencers Stimme: Er hat es geschafft, den bisherigen „Seemöwe-verreckt-in-Wirbelsturm“-Style in einen ungleich verstörenderen „Seemöwe-verreckt-direkt-vor-deinem-Schlafzimmerfenster“-Style zu verwandeln.

ANDREW EARLES


GIRLS AGAINST BOYS
Cruise Yourself
Touch & Go
Venus Luxure war ein Meisterwerk, dies hier ist definitiv keines. Vielleicht hat die Band angefangen, der britischen Musikpresse zu glauben, dass sie „sexy“ seien und findet es jetzt erotisch sich einen Stock in den Arsch zu schieben. Das Cover zeigt eine Olive in einem Martiniglas und mehr braucht man eigentlich nicht sagen, um jedem klarzumachen, wie prätentiös dieses Album ist. Als ob irgendjemand, der zu einem Girls-Against-Boys-Konzert geht etwas anderes trinkt, als warmes Bier aus Plastikbechern.

STUART DAMMERS


SOUNDGARDEN
Superunknown
A&M
Klar, ich hasse Soundgarden. Obwohl mir—ich kann nicht glauben, dass ich das öffentlich zugebe—dieser „Hunger Strike“-Song, den Chris Cornell vor ein paar Jahren mit Eddie Vedder aufgenommen hat, irgendwie gefiel. Aber das war eine Jugendsünde. Ich kann es kaum erwarten, bis ich den Song in so ungefähr 15 Jahren auf ironische Weise wieder mögen darf, wenn die große Retro-Welle kommt.

KELLY AMNER


DINOSAUR JR.
Without a Sound
Sire
Without a Sound klingt wie J Mascis’ angestrengter Versuch, endlich Album Nummer 6 zu schreiben, obwohl ihm das letzte Jahr verdammt fest in die Eier getreten hat. Nicht nur führte die schreckliche Erfahrung von Lollapolooza ’93 zum Ausstieg des Drummers Murph, hinzu kam der Tod von Mascis’ Vater noch bevor mit der Arbeit an Without a Sound begonnen wurde. Also, auf das gute bis grandiose Green Mind folgte ein sagen wir mal „bewegendes“ Where You Been, aber während letzteres Album noch wie ein ambitionierter Versuch klang, etwas richtig zu machen, spricht aus Without a Sound die pure, uninspirierte Notwendigkeit und das macht sich schmerzlich bemerkbar.

ANDREW EARLES


GUIDED BY VOICES
Bee Thousand
Scat
Ich hielt diese Band immer nur für einen Haufen R.E.M.-Schwuchteln aus Ohio, bis ich Zeuge wurde, wie sie sich in einer knappen Stunde durch 40 Songs und drei oder vier Kästen Bier gepowert haben. Stell dir deinen besoffensten Kumpel vor, wie er sich bei einer Karaoke-Nacht durch The Whos Greatest Hits kämpft und sich an so ungefähr gar nichts erinnert. Nicht einfach, diese Live-Erfahrung auf Platte zu bannen, aber wenn du deine Anlage dazu bringen kannst, ein Fass Bier auf Ex abzukippen und sie danach an einen Sprachzerstümmeler anschließt, dürfte es ungefähr so ähnlich klingen.

BOBBY SPORTSY



BECK
Mellow Gold
DGC
Beschwer dich nicht über “Loser” du verdammter Poser. Es ist der beste Song auf dem Album, natürlich liebst du ihn insgeheim auch. Von den drei Alben, die dieser kleine Checker im letzten Jahr aufgenommen hat, gefällt mir der kranke Scheiß auf Stereopathetic Soulmanure am besten, aber Mellow Gold ist auch ziemlich cool, vor allem für eine Major-Veröffentlichung. Hast du ihn bei 120 Minutes mit Thurston Moore gesehen? Thurston fragte, ob „Beck“ sein echter Name sei, und statt einer Antwort zog Beck einen Schuh aus, warf ihn lässig über die Schulter und anschließend vollzogen die beiden das wohl spackigste High Five der Fernseh-geschichte. Du siehst, er ist ein Spinner. Keine Ahnung wie lange er am Leben bleibt, aber zieh ihn dir rein, solange du kannst.

TOM FJORD


WEEZER
S/T
Geffen
Ich hasse mich dafür, dass mir das hier gefällt. Dieser Fake-Power-Pop-Nerd-Vibe, die offensichtliche Anbiederung an die Industrie und ein Cover dass sie offensichtlich bei den Feelies geklaut haben. Sie imitieren Beach-Boys-Harmonien, sie halten Spike Jonze davon ab, Videos für bessere Bands zu machen, sie haben einen behinderten Sweater-Song geschrieben und ihn dann auch noch „The Sweater Song“ genannt. Ehrlich, es gibt nicht einen vernünftigen Grund, sie zu mögen. Keine Ahnung, was los ist. Tut mir echt leid.

JOEY GOLFREY


OASIS
Definitely Maybe
Creation
Diese Jungs sind so was wie die Heavy-Metal-Stone-Roses oder die Sex-Beatles. Am besten klingt es, wenn man sich morgens um vier massiv mit Gin Tonic und Koks abgeschossen hat. Kommt es mir eigentlich nur so vor, oder sind plötzlich alle Menschen um uns herum am Koksen?

ADRIAN MOLE


JEFF BUCKLEY
Grace
Columbia
Du glaubst nicht, wie sehr dieses Album dabei hilft, flachgelegt zu werden. Ich habe diesen Monat ohne Scheiß schon drei Frauen klargemacht, nachdem ich ihnen diese CD auf Kassette aufgenommen habe. Mich persönlich haut sie nicht gerade vom Hocker, aber was mein Sexleben betrifft, wirkt dieser Typ wie musikalisches Rohypnol. PS: Mazzy Star funktioniert zur Not auch.

NIGEL THORNDYKE


PAVEMENT
Crooked Rain,
Crooked Rain
Matador
Bestes Album des Jahres 1994 bisher. Genug gesagt.

DICK SIMON


THE JESUS AND MARY CHAIN
Stoned and Dethroned
Wea

MORRISSEY
Vauxhall and I
Parlophone
Mit der Veröffentlichung seines vierten Albums steht Moz auf dem Gipfel seiner Schaffenskraft wie seines Erfolgs. Die Tatsache, dass “The More You Ignore Me, the Closer I Get” auf Platz 46 der US-Charts steht, direkt zwischen “Linger” von den Cranberries und “Whoomp! (There It Is)” ist einfach nur verrückt. Morrissey ist doch wohl Musik für Freaks und Außenseiter, nicht für den Durchschnitts- amerikaner! Spielt aber auch keine Rolle mehr, denn er gab kürzlich bekannt, dass dieses Album sein letztes sein wird. Er geht in Rente. Also erfreut euch an jedem Ton, Nerds, denn mehr werdet ihr von ihm nicht mehr hören.

SANDY SHAWL


BLUMFELD
L’etat et moi
Indigo
Wir wollen nicht pessimistisch sein, aber es ist der Anfang vom Ende, wenn auf der Platte einer Ex-Punkband Gedichte rezitiert werden. Trotzdem wird “Verstärker” gerade in England gehypt, obwohl die Engländer Distelmeyers Gequatsche nicht verstehen. Und langsam geht’s hierzulande auch los. Wahrscheinlich, WEIL die Deutschen Distelmeyers Gequatsche nicht verstehen. Immerhin sind die Typen in gewisser Weise einzigartig in der deutschen Musiklandschaft. Jeder Versuch, sie nachzuahmen, würde erbärmlich scheitern. Aber wer käme auch auf die Idee, ausgerechnet Blumfeld zu imitieren?

DIEGO MARADONA


HOLE
Live Through This
DGC
Hat Kurt es geschrieben? Hat Billy Corgan es geschrieben? Wen interessiert’s, denn es ist scheiße! Außerdem tut es weh sich vorzustellen, wie all die dummen Teeniemädchen sich mottenzerfressene Hochzeitskleider anziehen und die Arme aufritzen, während im Hintergrund Musik läuft, die klingt als ob eine sterbensalte Ziege sich die Gedärme auskotzt, über Riffs, die klingen als ob Poison einen Jam in Moll aufgenommen hätten.

HORTENCE MANORS


DIE GOLDENEN ZITRONEN
Das bisschen Totschlag
Sub Up
Die wissen auch nicht, was sie wollen. Nach zehn Jahren Punk und einer Hiphop EP ein Album, das weder das eine noch das andere ist—gekoppelt mit Elektrobeats! Aber krampfhaft Punkethos vortäuschen, indem im Booklet auf den brennenden Asylanten von Rostock herumgeritten wird. Seid ihr Punks oder Waschlappen? Ich gebe der Band noch maximal 2 Jahre.

JOSE BEBETO


SONIC YOUTH
Experimental Jet Set, Trash and No Star
DGC
Geht in Ordnung. Definitiv nicht das beste SY-Album aller Zeiten, aber in letzter Zeit höre ich irgendwie eh lieber Free Kitten.

SOPHIA COBBLER

Vor zehn Jahren musste man noch Angst haben, bei einem TJAMC-Konzert das Gehör zu verlieren oder den Mikrofonständer in die Fresse zu bekommen, zumindest wenn man das Glück hatte, den Sieben-Minuten-Auftritt nicht gleich komplett zu verpassen. Heute nehmen sie ein rein akustisches Album auf und flüstern Hope Sandoval zärtliche Liebesschwüre ins Ohr. Wenn das mit der Harmonie in dieser Band so weiter geht, nehmen sie in fünf Jahren mit Bob Geldof eine Weihnachtssingle auf. Groteske Aussichten, aber möglicherweise würde ich sie selbst dann noch lieben.

DOUGLAS HARTZIV


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