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Club kids kill me. Their leader guy Michael Alig is like a Charles Manson for the mid-90s, only without the murder. Comments/Enlarge | See all


Whoa whoa whoa whoa whoa, whoa. Not trying to tell you what you can and can’t do with that face, but maybe you should leave the tricycling through the Red Light district in a raincoat to someone a shade less skeezy. Right now you’re making my ass clench so hard I’m worried my next dump will be glass. Comments/Enlarge | See all






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von jim finn
illustrationen von tara sinn
fotos von AP


Am 8. Juli 1994 stieg der große Führer Nordkoreas, Kim Il-sung, endlich in die große entmilitarisierte Zone des Himmels auf. Jetzt, nur wenige Monate später, sieht es so aus, als würde sein einbalsamierter Leichnam, einer allwissenden und unergründlichen Schale Hundefutter gleich, für immer aus dem Inneren seines Glassargs weiterregieren. Wir fangen an, uns Sorgen zu machen, dass sein Sohn und anscheinender Nachfolger, Kim Jong-il, einfach da weiter machen wird, wo sein Vater aufgehört hat, und sein Volk weiter ausbeuten, ermorden und terrorisieren wird. Komm schon, kleiner Kim! Es ist noch nicht zu spät. Wir bitten dich inständig: Hol dein Volk ins 20. Jahrhundert, bevor es vorbei ist. Wir können uns bei Burger King einen Whopper Jr. holen und zusammen Nintendo spielen! Und, was vielleicht noch wichtiger ist, du könntest nebenbei mit dem Westen diese feine Sache namens „gesunde diplomatische und ökonomische Beziehungen“ aufnehmen. Der Großteil deiner Bevölkerung ist am Verhungern? Wir können Abhilfe schaffen! Du willst eine bessere (oder überhaupt erstmal eine) Gesundheitsversorgung für die Kinder auf dem Land, die alle naselang tot umfallen? Wir haben Ärzte! Du könntest sie haben! Alles, was du tun musst, ist, dich an Papas Versprechen halten, die Entwürfe für Atomwaffen weglegen, aufhören, allen zu erzählen, dass der Westen der Satan ist, und dich hinsetzen und ein bisschen mit uns plaudern. Wir glauben, du würdest dich mit Helmut Kohl (das ist unser Kanzler) wirklich gut verstehen.

Das mit den Atomwaffen wird dir hoffentlich nicht so schwer fallen. Besonders, wenn man bedenkt, dass der nordkoreanische Staatsverlag vor nur drei Jahren, 1991, das Pamphlet For A Free and Peaceful New World veröffentlichte, das auf ein paar der beliebtesten Aussprüche des Großen Führers aufbaut, darunter vor allem folgendem: „Das koreanische Volk, das sich einer permanenten Bedrohung durch Kernwaffen gegenüber sieht, schlägt als eine für das Schicksal der Nation überlebenswichtige Frage die Abschaffung der nuklearen Waffen vor.“ In Anbetracht dessen war es zugegebenermaßen ziemlich ungeschickt von Präsident Clinton, vor ein paar Monaten den entrückten ehemaligen Präsidenten Jimmy Carter loszuschicken, um den Meister der widersprüchlichen Aussagen Kim Il-sung zu überzeugen, sein nicht gerade geheimes und monströses Atomwaffenprogramm im Austausch für ein bisschen Öl und Hilfe bei der Entwicklung von Atomkraftwerken aufzugeben.

Das Ergebnis—das Genfer Rahmenabkommen—zielt darauf ab, die Verbreitung von nuklearen Waffen einzudämmen und ein paar erste Grundsteine für die Beziehungen mit Kim Jong-ils jungem Regime zu legen. Jetzt, wo Papa nicht mehr da ist, müsste der kleine Kim Jong-il die Dinge eigentlich nur noch durchwinken.

Aber leider weiß jeder außer der nordkoreanischen Bevölkerung, dass Kim Jong-il ein Brandy schlürfender, Schauspielerinnen schwängernder, verwöhnter reicher Bengel ist, der sich einredet, die Künste in Nordkorea fördern zu können, indem er spannende Propagandafilme produziert. Mit Kim Jong-il erleben die Bürger Nordkoreas die zweite Auflage eines Personenkults, der aus einer saftigen Mischung aus antiwestlicher Propaganda, ein paar Brocken autokratischem Stalinismus und einer Prise revolutionärem Maoismus besteht.

Das Vater-Sohn-Duo regiert Nordkorea schon mehr oder weniger seit dem Moment gemeinsam, als der zukünftige Geliebte Führer—wie es in den Legenden heißt—entweder in einer sowjetischen Militärbasis (laut der kapitalistischen Historiker) oder (laut nordkoreanischer Historiker) in einer Berghütte in Korea geboren wurde, wo sein Vater im Zweiten Weltkrieg seinen nächsten Feldzug gegen die Japaner plante. Aber ganz so einfach, wie es aussieht, ist es nie. Zwar hat Kim Jong-il die uneingeschränkte Kontrolle über alle Medien, die ins Land und aus dem Land heraus kommen, dennoch ist Nordkorea immer noch auf allen Seiten von Feinden und feindseligen Pseudoalliierten umgeben. Gegen Ende der 60er Jahre war Kil Il-sung, nachdem er (mit Hilfe der Sowjets und Chinesen) seinen Arsch aus einer ganzen Abfolge potentiell desaströser Situationen gerettet hatte, isoliert, angreifbar und paranoid. Er vertraute einzig und allein einer Person: Kim Jong-il, der sich an diesem historischen Scheitelpunkt auf wundersame Weise dazu durchrang, mit dem Saufen aufzuhören und seinen Pimmel—zumindest in der Öffentlichkeit—wieder in seine Hose zu packen. Kim Jong-il begab sich mit großem Eifer daran, den Kult um seinen Vater zu fördern, dabei den Fokus der Aufmerksamkeit aber nach und nach auf sich selbst zu verschieben. Er produzierte eine Oper, Meer aus Blut, über die Brutalität der japanischen Besatzung und er leitete die Filmproduktionen der Juche (der offiziellen Staatsideologie). Diese Filme dienen hauptsächlich dazu, Straßenräubern und Plünderern die Schuld für die Nahrungsmittelknappheit in die Schuhe zu schieben. Oder zu zeigen, wie weiß geschminkte Schauspieler in amerikanischen Uniformen sich einen Spaß daraus machen, Dorfbewohner mit Kugeln zu durchsieben. Oder, wie Kinder herausfinden, dass ihre Eltern während des Krieges üble Verräter waren.

In den 70ern konnte Kim Jong-il seine Macht festigen. In den frühen 80ern begann er, in kitschigen Portraits zu erscheinen, wie er neben Weizenhalmen steht und seinen Vater auf die neuen Traktorreifen aufmerksam macht. Papa und Junior waren wiederholt Seite an Seite in den Wochenschauen des Fernsehens zu sehen, wo sie das Design von Damenschuhen begutachteten oder Tanzschritte bewerteten. Kim Il-sung wurde schrittweise zu einer Art gütigen Großvater-Figur, während Kim Jong-ils Haartolle immer allgegenwärtiger erschien. Und so wurde seither Stück für Stück mehr und mehr der Geliebte Führer von 1994 aus ihm.

Es ist wahrscheinlich eine Tatsache, dass Kim Jong-il die Regierung insgeheim bereits das letzte Jahrzehnt über geführt hat. Der Wechsel zur offiziellen Macht sollte also eigentlich seinen üblichen, leicht paranoiden Gang gehen, wenn da nicht das Problem mit der Nahrungsmittelversorgung und den verdammten Kernwaffen wäre. So sehr der nordkoreanische Staat an seine Unabhängigkeit glauben möchte, er ist dennoch von den Subventionen der UdSSR und seines wichtigsten Handelspartners China abhängig. Nur sind Boris Jelzin und seine Kumpane momentan zu sehr damit beschäftigt, daran herumzufeilen, wie sie junge Frauen zum Hauptexportgut des Landes machen können und nebenbei die Ölvorkommen der Welt wegzuschlabbern. Außerdem hat China sich noch nicht vom Fall der Berliner Mauer und der Scheiße am Platz des Himmlischen Friedens erholt.

In anderen Worten ist Nordkorea, jetzt, wo seine kommunistischen Supermacht-Kumpels nicht mehr bereitstehen, um ihm durch schwierige Zeiten zu helfen, das globale Äquivalent eines unscheinbaren, unterentwickelten Mädchens, dass nie von einem anderen Land auf ein Date eingeladen werden wird. Besonders wenn das Nuklearwaffenabkommen mit den Vereinigten Staaten flöten geht. Kim Il-sung war, zumindest privat, fest davon überzeugt, dass der Aufbau eines eigenen nuklearen Arsenals die einzige wirkliche Rückversicherung dagegen ist, von der neuen post-sowjetischen Weltordnung verschluckt zu werden. Aber wer weiß schon, wie Junior das sieht. Ist es zu spät, um ihn noch vom Gegenteil zu überzeugen?


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