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DOS & DON'TS
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VIDEO GAMES KILLED THE RADIO STAR![]() SHAUN WHITE SNOWBOARDING Konsole: Xbox 360 Verleih: Ubisoft Shaun White Snowboarding lässt mich hin und her gerissen zurück. Auf der einen Seite, macht es mir Spaß, das Ganze anzumachen, ein paar Berge runterzubrettern und dann bei einem Blick auf die Uhr zu merken, dass es eine Stunde später ist. Auf der anderen Seite habe ich keine Lust, tatsächliche Herausforderungen zu meistern, Dinge zu entschlüsseln oder im „Shaun’s Quest“-Modus Fortschritte zu machen. Die Teile des Spiels, die es von der Spielhallen-Snowboard-Simulation zum Next-Gen-Spiel erheben sollen, sind ziemlich schlecht. Ich würde es niemandem ans Herz legen, der auch nur irgendwie eine fünf Jahre alte Version von SSX 3 (einem in allen Bereichen überlegenen Snowboardspiel), das auf der PS2 (die fast jeder hat) und Wii (durch die Gamecube-Kompatibilität) läuft, in die Finger kriegen kann. Wie auch immer, Shaun White Snowboarding ist das erste Snowboardspiel auf einer reellen physikalischen Basis. Es geht darum, Tricks sauber zu landen und Münzen zu sammelnnicht Münzen für die Tricks, sondern einfach auf den Karten verstreute Münzen. Der linke Stick steuert die Richtung auf dem Boden und die Drehungen in der Luft. Der rechte Stick kontrolliert deine Balance auf dem Boden und deine Grabs in der Luft. Die Knöpfe aktivieren Spezialfähigkeiten, die Shaun dir beibringt, wenn du Münzen sammelst. Mein erstes Spezialtalent erlaubte es mir, durch Wände zu brechen und dann hatte ich keine Lust mehr, weiter diesen Errungenschaften nachzujagen. Die anderen Spezialtalente sind Sachen wie superhoch springen, superschnell fahren und noch eins, das mir auch egal ist. Der physikkonforme Spielaufbau ist erst mal komisch, aber wie ich schon sagte, ich mag die Snowboard-Teile von Shaun White Snowboarding. Der überflüssige Müll drum herum pisst mich an. Ich habe die Target Special Edition des Spiels, in der es eine Extrapiste gibt. Die Art, wie man diese Extrapiste freischaltet, ist ein Musterbeispiel für die Mängel des ganzen Spielsauch der normalen Version. In dem Fall musst du nämlich als Shaun White Aufgaben auf der Extrapiste meistern, bevor du als dein eigener Charakter dort fahren darfst. Die erste Aufgabe ist einfachein paar Tricks auf einer besonderen Abfahrt. Dann musst du sechs 1080°s an sechs verschiedenen Orten auf der Piste machen. Die Orte findest du auf der Karte, aber die sagt dir weder, welche du geschafft hast und welche nicht, noch hilft sie dir räumlich denkend weiter, weil der Berg oben ist, aber du ja normalerweise von dort runterschaust. Das heißt also, du musst nach rechts, wenn du etwas auf der Karte links erreichen willst. Das verwirrt und man schießt schnell übers Ziel hinaus. Außerdem ist auf der Karte sein, nicht identisch mit leicht erreichbar sein. Manche sind regelrecht obskur platziert. Zudem kannst du zwischendrin nicht speicherndu machst drei von den Sprüngen, bist frustriert und loggst dich aus? Tja, dann muss du alles noch mal von vorne machen, plus die drei anderen, wenn du es später freischalten willst. Für mich war das 20 Minuten Spaß, gefolgt von zehn Minuten Überdruss und Ärger, als ich mich wieder einloggte und realisierte, dass mein ganzer Erfolg verloren war, als ich es beim ersten Anzeichen von Langeweile ausgeschaltet hatte. Man sieht, dass sie es versucht haben. Aber es ist klar, dass es nicht perfekt auf einer Konsole laufen kann, die für ganz andere Spiele geschaffen ist. Ich verzeihe ihnen die leicht wackelige Gleichgewichts-Animation. Viel vom Spielwenn du tatsächlich fährstmacht Spaß. Nur ... Mann, ich wünschte einfach, dieses Spiel hätte nicht so viel dummes Zeug. Ich wünschte, es hätte eine bessere Fortschritts-Infrastruktur, zusätzlich zum Spielkern, der eine ordentliche Basis ist, und nicht diese ganzen Hindernisse, die einzig und allein als Spaßbremsen entworfen scheinen. Ehrlich, besorgt euch irgendwo eine alte Kopie von SSX 3. ![]() MIDNIGHT CLUB: LOS ANGELES Konsole: Xbox 360 Verleih: Rockstar Games Midnight Club: Los Angeles ist zweifellos das schönste Konsolen-Wettrennenspiel, das ich jemals gespielt habeich bemängele aber die verschwommenen Bewegungen, Rücklichterstreifen und Kamerafokus-Spielereien. Außerdem ist es ziemlich schwer zu spielen. Es ist eins dieser Illegale-Rennen-Spiele, wo du auf echten Straßen fährst, in echte Zivilautos krachen kannst und auf der Hut vor den Bullen sein musst. Es ist ein Rock-star-Spiel, also gibt es Popkultur-Referenzen, Flucherei und viel Liebe zum Detail. Es können viele Unfälle passieren (mit Zivilautos, nicht „die Konsole ist abgestürzt und ich muss neu starten“-Unfälle) und ich musste oft die Rennen von vorn beginnen. Die Open-World-Geschichte ist auch nicht mehr so besonders attraktiv, wenn ich bedenke, dass ich noch einen Stapel anderer Open-World-Spiele habe, in denen es wunderschöne, gut entwickelte Welten gibt. Und während manche Midnight Club: Los Angeles anbeten wegen seiner realistischen Darstellungen von L.A., muss ich sagen, dass ich dort nur mal ganz kurz war und garantiert nicht in der Illegale-Rennen-Szene. Wirkt ein überproportional großer Teil der Charaktere wie Angeber, weil das im echten Leben auch so ist, oder weil in Rockstar-Spielen ein überproportional großer Teil der Charaktere Angeber sind? Es ist hübsch und es ist schwer. Die Vertonung und das Skript sind gut. Ich bin scheiße in dem Spiel, aber es ist nichts verkehrt damit. Ich denke wohl, das heißt: Es ist ein gutes Spiel.
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