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Masters of the Universe was huge at Fashion Week. Comments/Enlarge | See all


They’re fighting for a world where annoying first year at college know-it-alls can wear popsicle boxes as hats without me wanting to beat them to death even though they’re a girl. Comments/Enlarge | See all






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SPIN ME ROUND


PYGMY LUSH
Mount Hope LP
Adagio 830/Lovitt

Ein Musikerleben hat nur unter einer Bedingung einen Wert. Du musst an den Punkt kommen, an dem du realisierst, dass es nichts Höheres gibt, als vom Coolness-Leitbild des Chris Isaak zu kosten. Wenn es passiert, klingen Burschen, die mal in Krawallverbänden wie Pg. 99, Crestfallen oder Majority Rule beschäftigt waren, wie von Bergnebel verschluckte Eremiten, die ihre Finger als die Ersten an die Wahrheit legen. Wenn es nicht passiert, klingt Musik halt, wie sie normalerweise klingt. Beschissen.

FOREVER TRUE
DATA
Rapture 12"
Naive/Indigo

Die Tatsache, dass die Gesangsarrangements dieses Stücks von Sébastien Grainger kommen, erinnert uns daran, dass es mal diese Band, DFA79, gab, die diesen ganzen Postpunk- und Rockrave-Mist irgendwie erträglich machte. Die Tatsache, dass der Beat von datA kommt, erinnert uns daran, dass es nicht cool ist, einen 140-bpm-Track, der klingt wie die Scissor Sisters, nachdem sie durch die Justice-Schablone gedrückt wurden, als Synthie-Disco-Pop zu verkaufen. Synthie-Disco-Pop geht anders. Fast halb so schnell und mindestens fünfmal sexier.

JAMES CROCKETTE
MARASCIA
Rayn/Leggy 12"
Gigolo

Die A-Seite läuft im Club, wenn dir ca. zum zweiten Mal irgendeine Substanz angeboten wurde oder du nach irgendeiner Substanz gefragt wurdest. Je nachdem. Die B-Seite läuft, wenn das Ganze ungefähr zum fünften Mal passiert ist. Wird ungefähr klar, worauf ich hinaus will? Nein? Auch egal. Immerhin sind beide Seiten spielbar, das ist in diesem Gewerbe keine Selbstverständlichkeit.

THE PUSH ERR
SCHWEFELGELB
Ich nehm den Mund zu voll 12"
Schwefelgelb

Das Original: der übliche Versuch der Band, von heute aus auf den Moment zurückzublicken, in dem NDW kurz davor war, ins Unerträgliche umzukippen. Remix eins (Mattes): Irreführung via „Strings of Life“-Zitat. Remix zwei (Mount Sims): Gefühl, das könnte noch was werden mit diesem Release. Remix drei (The Scandals): kurzzeitig eingeschlafen. Remix vier (Adriano Canzian): plötzlich aufgeschreckt. War aber kein Baulärm, sondern Musik. Angeblich.

DER GOLDENE EITER



SYN*ERROR/ ADORNO
Split 7"
Unterm Durchschnitt

Syn*Error tragen die Wut ein Stück weiter, unter der Indian Summer, Yaphet Kotto und Yage irgendwann zusammenbrechen mussten. Ein willkommenes Beispiel für die Selbstreferenziali-tät von Hardcorepunk. Adorno haben, ehrlich gesagt, schon einen ziemlich unappetitlichen Bandnamen und tragen den naiv-belesenen Revolutionseifer weiter, aus dem At The Drive-In verständlicherweise selbst irgendwann herauswuchsen. Ein typisches Beispiel für die Selbstreferenzialität von Hardcorepunk.

MICHEL FOUCAULT-HEELAH

HANDBAG/ABBA
First Blood 7"
Sozialistischer Plattenbau

Die Lehre aus diesem famosen Breakcore-Geschredder: Die Dekonstruktion von Populärkul-tur ist im Wesentlichen eine Farce und muss deshalb in konsequent humoristischer Haltung erfolgen. Wenn du in einem Schützenpan-zer die Maschinenkanone durchlädst, während du durch ein Meer von Gucci-Handtaschen, Barbie-Puppen und DSDS-Finalisten donnerst, hast du doch auch ein Lächeln auf den Lippen.

KARL VALENTEEN

CAT PARTY/CUT CITY
2 Song 7"
Monotonstudio

Wenn all diese unbelehrbaren Postpunkbands da draußen sich anmaßen, Joy Division weiter zu denken und dabei übersehen, dass Joy Division zu Ende gedacht waren, dann kommt im schlimmsten Fall so etwas wie die Pathosgrütze der Editors heraus. Gut, das hier ist nicht ganz so schlimm. Aber fast.

SHE’S LOST PETROL

'

GOVERNMENT WARNING
Arrested 7"

Grave Mistake

Die klassische Agenda des Hardcorepunk (Cops, Regierung, Szene und alle anderen sind scheiße, und ich selbst letztendlich auch) in klassischer Formgebung (Minor Threat, Bad Brains, Circle Jerks), nur ohne die klassischen, körperlich bedingten Tempolimits. Aber dafür geht ja auch jeder Song nicht länger als ca. 23 Sekunden.

ULRICH WILHELM


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