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DOS & DON'TS

How hard would it be to have a bad trip around these two? You could get off a train in Nazi Germany and they’d be like, “Yeah, it kind of sucks here, but we know a couple spots.” I bet they even smell laid back. Comments/Enlarge | See all


If you're a psychotic murderer who needs to dispose of body parts across town, dressing up as a Godspell unicycle mime on his way to work is a surprisingly good option. The unicycle case will fit the average-sized kid and people tend to assume the smell is just coming from you. Comments/Enlarge | See all






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VICE MAIL


Wisst ihr was? Es gibt diesen Monat keine Leserbriefseite. Und wisst ihr, warum? Weil wir einfach nicht genügend richtige Briefe kriegen. Wir bekommen meistens nur noch E-Mails, und die Leute denken einfach nicht richtig nach, wenn sie E-Mails schreiben. Sie hauen sie einfach nur so raus und bemerken dann gar nicht, dass es eventuell schwierig sein könnte, darauf zu antworten. Wir haben uns gerade hingesetzt und uns die rund 50 E-Mails angesehen, die wir in den letzten Tagen bekommen haben und es ist echt deprimierend. Es ist ungefähr so, als würde man versuchen, sich mit einem Rülpser oder einem Furz auseinanderzusetzen. Was soll man da antworten? „Netter Furz“? Oder: „Ein ziemlich mieser Rülpser, aber probier’s doch einfach noch mal“?

Und wir haben früher echt tolle Briefe gekriegt. Sie sind in hübsch verzierten Umschlägen bei uns auf den Tisch geflattert gekommen und oft steckte irgendein kleiner Schnickschnack, Kitsch oder anderes witziges Zeug, oder kleine Geschenke mit drin—sogar so was Simples wie ein Zeitungsausschnitt oder ein Foto oder eine Zeich-nung waren nett. Jetzt kriegen wir nur noch bescheuerte E-Mails, die dann in ungefähr so klingen: „Yo, der artikel den ihr über die jungs da die diese dinger machen gebracht habt war echt abgefahren!! krasse scheiße, mann!! einfach saugeil!!“ Oder, alternativ dazu: „Vice, ihr verdammten scheiß-scheißer, verdammter ausverkauf-scheiß, ich kündige mein abo, scheiß Vice.“

Um gegen diese Zustände zu protestieren, setzen wir jetzt für einen Monat die Leserbriefe aus. Wir möchten hiermit offiziell einen höflichen Knicks machen und diejenigen unter euch Lesern, die noch ein paar von ihren zehn Fingern haben und einen Stift halten können, dazu einladen, uns echte, auf Papier geschriebene Briefe zu schicken. Ihr könnt auch eine Schreibmaschine benutzen oder einen Computer und sie dann ausdrucken.

Wir wollten vor kurzem mal eine Ausgabe machen, ohne dabei auch nur bei einem einzigen Produktionsschritt einen Computer zu benutzen. Wir haben schnell herausgefunden, dass das so ziemlich unmöglich ist. Zumindest hat das unser Verleger gesagt. Vielleicht hat er auch nur gedacht: „Das wird sicher sehr schwierig und kostet eine Menge, also sage ich dem Chefredakteur einfach, dass es wegen einer ganzen Reihe frei erfundener Gründe unmöglich ist, damit er mich damit in Ruhe lässt.“ Na ja, es war wahrscheinlich trotzdem so ziemlich unmöglich. Wir hätten alles per Hand tippen und setzen können und die Layouts auf einem großen Tisch machen können, wo wir dann mit hochgekrempelten Ärmeln mit Cuttern und Papierkleber wild herum-hantiert hätten. Aber wenn ihr auch nur eine Sekunde lang glaubt, dass unsere Druckerei eine Auflage des Heftes ohne Computer gedruckt kriegen würde, dann habt ihr lange nicht mehr versucht, ein Magazin zu drucken.

Wir wollen jetzt aber nicht anfangen, uns darüber aufzuregen, dass „wir alle Sklaven der Maschinen sind“. Aber können wir nicht, verdammt noch mal, wenigstens ein paar Briefe auf Papier kriegen? Oder lest euch eure Mails wenigstens noch einmal durch, bevor ihr sie losschickt und überlegt noch mal, ob es wirklich nötig ist, dass wir sie lesen. Höchstwahrscheinlich ist es das nicht.
Briefe können aus Platzgründen gekürzt werden.



Schreibt an VICE, Brunnenstr. 196, 10119 Berlin
oder an briefe@viceland.de

Briefe können aus Platzgründen gekürzt werden.



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