RENNIE ELLIS: 1940–2003 - PART 1



Rennie Ellis, circa 1978. Porträt von Robert Ashton

Rennie Ellis wurde—ohne jemals auch nur die geringste formelle Ausbildung genossen zu haben—zum wichtigsten Dokumentar der australischen Kultur der 70er, 80er und 90er Jahre. Er ist eine Art australische Version von Stephen Shore, Larry Clark und Nan Goldin, die zu einer riesigen, beeindruckenden Fotoexplosion verschmolzen sind. Es gab kaum einen Moment, in dem Ellis nicht durch Australien gereist ist und Fotos von Leuten und Orten gemacht hat, die er liebt. Er war die Art Typ, der an einem Tag mit den Junkies in Kings Cross in Sydney abhängt und am nächsten Tag eine superschicke Cocktail- und Kokain-Party ablichtet. Und obwohl das Spektrum seiner Objekte sehr breit ist, teilen alle seine Bilder eine ähnliche, ganz eigene Qualität—das Gefühl, dass die Leute sich immer gerne seiner Kamera präsentieren, egal wie kompromit-tierend ihre Situation auch sein mag.

Rennies komplettes Werk, darunter viele zuvor noch nicht veröffentlichte Arbeiten, wird gerade archiviert. Eine Sammlung seiner Fotos wird Ende diesen Jahres in der National Gallery of Victoria in Melbourne gezeigt.






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