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MEXIKO IST ECHT GRUSELIG - PART 1

Hier habt ihr neun gute ...

ILLUSTRATIONEN: HILDA PALAFOX

Ich erforsche schon seit dem Jahr 1974, in dem ich eine der ersten Ufologie-Gruppen in Monterrey gegründet habe, paranormale Phänomene und außerirdische Lebensformen in Mexiko. Aufgrund meines Fachwissens wurde ich bereits mehrmals als Gast zu internationalen TV- und Radioprogrammen über paranormale und extraterrestrische Vorkommnisse geladen. Derzeit arbeite ich als Berater für das Unternehmen Maussan Productions, das von Mexikos führendem Ufologen, Jaime Maussan, gegründet wurde.

Sowohl die Phänomene, die in Zusammenhang mit außerirdischen Lebensformen stehen, als auch die Erforschung von paranormalen Vorkommnissen stehen in Mexiko gerade in der Blüte und erfahren sehr viel Aufmerksamkeit seitens der mexikanischen Bevölkerung, der Medien und der Regierung. Wir schaffen gerade wichtige Präzedenzfälle und machen bisher beispiellose Fortschritte bei der Erforschung dieser unerklärlichen Ereignisse. Die Chancen für eine zukünftige Kontaktaufnahme stehen gut. Vice hat mich gebeten, die neun faszinierendsten paranormalen Phänomene in Mexiko zusammenzufassen, worauf ich nur mit „Sí!“ antworten konnte.


DIE HEXE VON GUADALUPE
Als der Polizeibeamte Leonardo Samaniego in den frühen Morgen-stunden des 16. Januar 2004 in der Gemeinde Guadalupe in Nueva León mit seinem Streifenwagen auf die Alamo-Straße einbog, sah er, wie ein dunkles Objekt von einem Baum fiel und danach in schwebendem Zustand über dem Boden verharrte.

Leonardo berichtete: „Es war eine in schwarzen Stoff gehüllte Frau mit einem Hut. Sie fiel vom Baum, berührte aber nicht den Boden, sondern schwebte in der Luft. Als ich die Scheinwerfer auf sie richtete, sah sie mich mit einem böse funkelnden Blick an. Sie bedeckte dann ihre Augen, als ob das Licht ihr wehtat. Diese Frau hatte dunkle Haut, große, schwarze und lidlose Augen und war mit einem schwarzen Umhang und einem Hut bekleidet. Ein Besen oder ähnliches war nicht zu sehen, aber sie konnte fliegen und sprang mich plötzlich an! Es muss eine Hexe gewesen sein!“

Ein paar Sekunden später sprang das Wesen dann auf den Wagen. Leonardo versuchte, zu entkommen, indem er den Rückwärtsgang einlegte und seinen Wagen beschleunigte, bevor er sich mit dem Revier in Verbindung setzte, um Verstärkung anzufordern. Das dämonische Wesen hing derweil wie ein Neunauge an der Windschutzscheibe des fahrenden Wagens fest und versuchte, sich mit den Händen durch das Glas zu kratzen. Leonardo verlor die Kontrolle über den Wagen, kollidierte mit einem Zaun und verlor aufgrund eines heftigen Aufpralls das Bewusstsein. Kurz darauf erreichten die Krankenwagen den Tatort und die Polizei untersuchte die Umgebung in der Annahme, dass Leonardo von einer Gang oder von Verbrechern angegriffen worden war, wofür jedoch keine Beweise gefunden werden konnten.

Die Medien schrieben dieses Ereignis der „Hexe von Guadalupe“ zu. Leonardo musste sich einem Drogentest und einer psychologischen Begutachtung unterziehen. Die Ergebnisse besagten allerdings, dass er zurechnungsfähig war und nicht unter Einfluss von Alkohol oder Narkotika gestanden hatte. Der Beauftragte für öffentliche Sicherheit bestätigte später die Authentizität von Leonardos Bericht.


EIN CHANEQUE GEHT IN DIE FALLE
Im Juni 2007 bemerkten die An-gestellten einer Veterinärstation in Metepec, dass einige der dort zur Aufzucht gehaltenen Vögel auf eigenartige Weise umkamen. Aufgrund der Befürchtung, dass hungrige Ratten die Ursache dafür sein könnten, wurden Fallen aufgestellt und man beschloss, abzuwarten. Am folgenden Nachmit-tag fand der Verterinärassistent Angel Nuñez ein „Etwas“ in einer der Fallen. Er nahm an, dass es sich um eine der widerwärtigen ägyptischen Ratten handelte, die manchmal in die Veterinärstation eindrangen, und warf sie, ohne sie genauer zu untersuchen, in einen Behälter mit Gerbsäure.

Am nächsten Tag entdeckte Angel, dass es sich bei der „Ratte“ um ein vergleichsweise kleines Lebewesen handelte, welches humanoide Charakteristika aufwies. Bei der Untersuchung des Wesens stellten sie eine unbekannte Morphologie fest: Das Objekt war ca. 71 cm groß, hatte einen großen Kopf, Augen, Ohren, Nase, Mund, Schneidezähne, Hände mit fünf Fingern und, was am seltsamsten war, einen Schwanz.

Der in der Veterinärstation angestellte Fancis García erinnert sich folgendermaßen an dieses Ereignis: „Es war ein Chaneque! Das sind Elfen aus der Unterwelt, die herauskommen, um den Menschen Streiche zu spielen. Ich habe schon öfter einen von ihnen gesehen, wie er am Tor stand und auf die Straße schaute. Er verschwand immer sofort, sobald er mich bemerkte. Dieses Mal haben wir einen gefangen und bewiesen, dass es sie wirklich gibt.“

Das eigenartige Wesen befindet sich noch immer in der Veterinärstation. Untersuchungen an den Überresten seines Körper verliefen bisweilen ohne eindeutige Ergebnisse, sodass das Rätsel des menschenartigen Wesens in Metepec fortbesteht.


EINE BEGEGNUNG AUS DEM JENSEITS
Aída Petite-Jean ist eine Malerin, die sich selbst auch als Medium oder Vermittlerin, mit der Fähigkeit zur Kommunikation mit Wesen aus dem Jenseits ansieht. Diese Wesen spielen ein grundlegendes Element ihres Schaffens dar.

Eines Tages, zu einem noch recht frühen Zeitpunkt ihrer Karriere, erschien Aída bei der Arbeit an einem neuen Bild ein gespenstisches Gesicht auf der Leinwand. Sie war beunruhigt und versuchte, die Gesichts-züge zu fixieren, um festzustellen, ob es sich um eine tatsächliche Manifestation oder um eine Einbildung handelte. Es war ein unscharfes menschliches Gesicht mit einer sehr zarten Farbe und zwei großen Augen. In jenem Moment hatte sie den Eindruck, dass das rätselhafte Antlitz auf telekinetische Weise mit ihr kommuniziere. Nach diesem Erlebnis entschied sie sich dazu, das Gesicht als Grundlage für alle weiteren Arbeiten zu verwenden: Ihre Werke zeigten fortan fremdartige Gesichter (sowohl männliche als auch weibliche), die Leiden, Traurigkeit und Bosheit ausdrücken.

Nachdem Aída ihre neu entdeckten Fähigkeiten akzeptiert hatte, tauchten diverse Kreaturen in ihren Arbeiten auf. In einem ihrer Werke ist eine Szene mit fünf verschiedenen Gesichtern zu sehen, die Aída zu dem Glauben veranlasste, dass eben jene Szene direkt aus der Hölle stammen müsse. Sie behauptet, dass sich einige Figuren zu bewegen scheinen, wie es in einem ihrer Bilder dargestellt wird, in dem ein kleineres Wesen aus den zum Fang bereiten Klauen eines größeren Wesens zu entfliehen versucht. Ihre paranormalen Erlebnisse halten bis zum heutigen Tag an und sie schätzt sich glücklich, eine künstlerische Verbindung zwischen dieser und einer anderen Welt zu sein.


DIE MYSTERIÖSE ZONE DER STILLE
1966 wurde der Ingenieur Harry de la Peña vom staatlichen Mineral-ölkonzern Pertróleos Mexicanos damit beauftragt, in der Nähe des Wüstengebiets Bolsón de Mapimí nach Ölfeldern zu forschen. Während dieser Arbeit musste er mit den weiteren Mitgliedern des Teams per Funk kommunizieren. Die Übertragung der Funkwellen wurde allerdings durch eine unerklärliche, aber starke Fre-quenzstörung beeinträchtigt. De la Peña war von dieser Tatsache fasziniert und versuchte die Kontaktaufnahme von weiteren, nahe gelegenen Punkten aus, aber das Phänomen trat auch dort auf. Nach verschiedenen Experimenten und Tests kam er zu dem Schluss, dass diese „Zone“ einen unerklärlich hohen elektromagnetischen Energieindex aufwies.

Es wird vermutet, dass diese Wüstenfläche über enorme Mineralvorkommen verfügt, die ihrerseits starke elektromagnetische Felder erzeugen und somit in der Lage sind, die Übertragung von Funkwellen zu beeinträchtigen. Dieser Magnetismus kann des Weiteren das Ausfallen von Kompassen zur Folge haben und wird außerdem als Ursache dafür angesehen, dass in eben diesem Gebiet mehr Meteoriten als an irgendeinem anderen Ort auf diesem Planeten niedergehen.

Im Juli 1970 startete die NASA auf dem Raketentestgelände Green River in Utah eine Athena-Rakete, um damit Untersuchungen in den oberen Atmosphärenschichten durchzuführen. Die Raketenkapsel sollte laut Planung in White Sands im US-Bundesstaat New Mexico landen, wurde aber seltsamerweise in die Zone der Stille abgelenkt. Die NASA benachrichtigte die mexikanische Regierung über die unerwartete Landung und warnte die Verantwortlichen, dass die Kapsel das hochradioaktive Element Kobalt 57 enthalte. Mexiko erlaubte der NASA, die Bergung der Raketenkapsel vorzunehmen, woraufhin innerhalb kürzester Zeit eine große Anzahl von Wissenschaftler und Soldaten der Vereinigten Staaten in das Nachbarland entsandt wurde.

Nachdem die NASA das wissenschaftliche Potenzial des Gebiets erkannt hatte, verlängerte sie ihren Aufenthalt unter dem Vorwand, das Gebiet von radioaktiven Chemikalien säubern zu müssen. Aussagen diverser Forscher zufolge hatte die NASA erkannt, dass die Gegend einen riesigen elektromagnetischen Wirbel generiert, der nahezu ideale Bedingungen für Raketenstarts bietet. Der mexikanische Präsident Luis Echevarría verweigerte der NASA eine weitere Nutzung des Gebiets und befahl ihnen, es innerhalb von 72 Stunden zu räumen. Die Zone der Stille wird weiterhin von vielen Geheimnissen umrankt und von Experten mit anderen rätselhaften Orten wie dem Bermudadreieck verglichen. Es halten sich auch Behauptungen, nach denen die Gegend einen Stützpunkt von Außerirdischen beherbergt, die den großen elektromagnetischen Wirbel als Dimensionsenergieportal für den Start und die Landung von UFOs benutzen. In jedem Fall wird die Zone der Stille so lange ein Rätsel bleiben, bis alle dort auftretenden Anomalien erklärt wurden.


CONTINUED
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