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DOS & DON'TS











CHEMA SKANDAL, 27
Vice: Wie bist du zum Skin geworden?

Chema:
Es war wegen eines Fanzines aus Madrid. Ich wusste nichts von der Verbin-dung zwischen Skins und Reggae und Ska.

Gab es einen speziellen Song, wegen dem du Skin werden wolltest?

„Ghost Town“ von den Specials. Da geht es um Coventry und dass es da keine Jobs gibt. Die Jugendlichen müssen kämpfen und der einzige Ausweg ist, sich an die guten alten Zeiten zu erinnern.

Und warum bist du dann Skinhead geworden? Nur weil du Ska mochtest?

Hauptsächlich wegen der Mode und der Musik. Aber auch, weil ich mich mit den Texten identifizieren konnte—mit dem Wunsch, eine Zukunft zu haben.

Und hatte es auch etwas damit zu tun, gegen Rassismus zu sein?

Wir leben in einem Land, wo eine andere Art des Rassismus herrscht als in Europa oder den USA. Wenn das Schwarz-Weiß-Ding wegfällt, geht es mehr um Klassenunter-schiede als um Rassismus.

Aber jedes Mal wenn ich Skinheads frage, wer ihre Feinde sind, sagen sie, dass es die Nazis sind. Wie kann ein Mexikaner ein Nazi sein? Da steckt doch null Logik drin.

Ja! Aber es gibt mexikanische Nazis. Wir nennen sie morenazis! [Ein Wortspiel: moreno bedeutet „braunhäutige Person“.]

Und wogegen kämpfen sie dann überhaupt?

Gegen die reichen Kids, die glauben, dass sie von den Spaniern abstammen—von Franco.

Moment, die morenazis glauben an die aztekische Vorherrschaft?

Ja! Sie verehren die Flagge. Sie glauben, dass sie die ursprünglichen, eingeborenen Bewoh-ner Mexikos sind.


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