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DOS & DON'TS

Here’s an argument for letting your kids do drugs at the earliest age possible. When people get into drugs too late in life they amalgamate all the things the desperate teenage drug addicts who runaway to the big city at 15 do; complete with the old "getting an STD on their first week in the big city from the Polish waiter" chestnut. Comments/Enlarge | See all


You know you’ve hit the nail on the head when you make every other girl in the room feel like your mom. Comments/Enlarge | See all






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FOTOS: NICK HANNES, INTERVIEW: KASPER DEMEULEMEESTER

„Arm, Kopf, Hand. Ich glaube, dass sie hier versuchen zu erklären, wie die Sehnen der Finger arbeiten, aber ich habe keine Ahnung, was der Arm und der Kopf sollen … Das sind alles echte Körperteile, aber ich musste raten, was damit los war, weil die Informationstafeln ausschließlich in Chinesisch waren.“



Von Antwerpen nach Wladiwostok—und die Reise endet irgendwie in Peking. Das passiert, wenn der belgische Fotojournalist Nick Hannes mal eine Auszeit nimmt. Letztes Jahr hört er jedenfalls zeitweise auf, Kriegs-gebiete der ganzen Welt zu fotografieren. In Peking erfährt vom ominösen Museum für Naturgeschichte. Die Leute berichten von Hallen voller Regale mit unendlich vielen Konservengläsern, in denen menschliche Körperteile, Föten und alle möglichen Formen deformierter Babys schwimmen. Das Museum wurde zwar renoviert, aber dieser Teil wurde angeblich einfach ignoriert und vor der Öffentlichkeit versteckt. Es ist also ein Museum voll cooler, neuer Plastikdinosaurier, wissenschaftlicher Schaukästen, den obligatorischen und ausgestopften Wildtieren. Und einer freakigen Frankensteinhalle! Nichts wie hin. Nick versteckt seine Kamera, kauft sich ein Ticket, geht hinein, ignoriert die „Fotografieren Verboten!“-Schilder und weicht den chinesischen Aufpassern aus, um ein paar Bilder für uns zu machen. Aber die Museumswegweiser und Lagepläne zeigen nichts Außergewöhnliches an. Bis er in eine entlegene Ecke des Museums kommt: der sogenannte „weiße Fleck“ auf der Landkarte. Hier geht es zu einer Halle, in der ihn ein in Formalin eingelegter, verstümmelter Babykopf willkommen heißt.

„Das ist wirklich ein Babykopf. Sie haben die Lippen, die Wangen und das Zahnfleisch entfernt, damit die Zähne besser zu sehen sind. Um die Fotos zu machen, musste ich meine Kamera vorher einrichten und sehr schnell loslegen. Der Raum war nur schwach von ein paar Lampen beleuchtet und logischerweise konnte ich keinen Blitz oder ein Stativ verwenden. Der Blitz hätte wohl die Wachen wie Motten in der Nacht angezogen und das Stativ wäre einfach zu umständlich gewesen. Es war ehrlich gesagt ziemlich aufregend. Nach einer halben Stunde ging ich einfach und sah mich kurz um, aber es folgte mir keiner. Ich hoffe trotzdem, dass sie diese Fotos nie sehen. Ich würde schon gerne irgendwann noch mal nach China fahren können.“


„Das ist ein Fötus und zwei deformierte Babys. Ich vermute, dass sie mit ihrem Hirn außerhalb der Schädeldecke geboren wurden oder so. Vielleicht wurden sie auch als siamesische Zwillinge mit zusammengewachsenen Köpfen geboren. Es war wirklich seltsam, diese ganzen Familien mit kleinen Kindern zwischen den Regalen umherlaufen zu sehen. Die Eltern erklärten ihren Kindern Sachen und zeigten auf die Körperteile. Ich sah auch Leute Fotos mit ihren Handykameras machen. Sie schienen keinerlei Angst dabei zu haben. Vielleicht sind wir Westler einfach ein bisschen zu verweichlicht, was solche Sachen betrifft.“



„Ein menschlicher Kiefer, der von den Chemikalien, in denen er seit Jahren schwimmt, schon schwer zerfressen ist. In der ‚Halle des menschlichen Körpers’ war es schwierig, Fotos zu machen. Ein Verbotsschild untersagte es, Fotos zu machen, aber sie haben meine Kamera auch nicht konfisziert. Ich hatte sie die ganze Zeit dabei. Die Wachen beobachteten die Lage von einem Schreibtisch hinter einer verschlossenen Tür aus und sie konnten von dort unmöglich den ganzen Raum überblicken. Manchmal machten sie einen kleinen Rundgang. Ich wartete, bis sich eine Gelegenheit bot und schritt schnell zur Tat, wenn sie gerade nicht hinsahen.“



„Ein Baby oder ein kleines Kind mit offener Schädeldecke. Ich habe keine Ahnung, warum sie diesen Teil des Schädels aufgeschnitten haben, und mir war ebenso unklar, welchen Bildungswert ein aufgeschnittener Babykopf wohl haben könnte.“



„Der Schaukasten hier war echt lustig. Die Skelette, die den Baum hochklettern, sind Makaken. Aber der Kontrast zum blutrünstigen Realismus hätte größer nicht sein können. Ich vermute, dass die ‚Halle des menschlichen Körpers’ ein Überrest eines alten Museums ist. Wohl älter als das eigentliche, 1951 gegründete Museum für Naturgeschichte. Vielleicht haben sie es noch nicht erneuert, weil es so viel Publikum anzieht.“



„Die neueren Teile des Museums waren ehrlich gesagt ziemlich ordentlich, auf eine seltsame 90er-Jahre-Weise. Solange man nicht in die ‚Halle des menschlichen Körpers’ kam, gab es das volle Programm eines Museums für Naturgeschichte: fossile Insekten, wie aus Jurrasic Park, echte Dinosaurierknochen, und natürlich poppige Schaukästen mit Plastikdinos, die sich übel bekämpfen.“



„Der Großteil des Museums erinnerte mich an einen großen Kindergartenspielplatz oder einen Themenpark samt Horden von Kindern, die über Geländer kletterten, um neben ihren Lieblingstieren für ein Foto zu posieren. Wirklich toll war hingegen die unheimliche Atmosphäre, sobald die Kinder weiterzogen. Im Nachhinein betrachtet kann dieses unheimliche Gefühl auch daher kommen, davon zu wissen, dass ein paar Meter weiter Hunderte uralter Körperteile in ihren gruseligen, gelblichen Flüssigkeiten vor sich hintreiben.“








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