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Die Typen hier sind laufende Neonleuchten und sowohl die Stadt Tokio als auch die Kids tun einfach alles, damit du dich fühlst, als würden deine Augen verbrennen. Eine weitere Spezialität ist ihre Liebe zum Detail. Schaut euch mal den Kapuzenpullover von Keiji hier an: Das sind eigentlich zwei ineinander gesteckte Teile. Er hat einfach den gelben Pullover nach außen gedreht und am Reißverschluss mit einem grauen Pullover zusammengefügt. Eigentlich ist uns nicht so wirklich klar, ob das geht, aber wir glauben ihm einfach mal. Darüber hat er eine Jacke an, die beide Farben aufgreift. Da hat sich jemand ganz schön den Kopf für zerbrochen, was?! Die rote Hose und die lilafarbenen Schnürsenkel komplettieren dann die menschliche Pantone-Farbpalette.
Die gepunktete und übergroße Jacke von Yoshihiro gibt seinem Style einen Rhythmus und die engen schwarzen Hosen bilden dafür die Grundlage. Um dem Ganzen einen gewissen Biss zu geben, kombiniert er das mit farbenfrohen Sport-schuhen. So sehen hier die Elektro-Kids aus. Brillen mit schwarzen Gestellen sind ein weiteres Highlight momentan. Wie viele andere Kids in Japan hat sich auch Yoshihiro die Haare und die Augenbrauen blond färben lassen … das wirft etwas fragwürdige Schlussfolgerungen auf, aber da wollen wir jetzt nicht weiter drauf eingehen.
Farbabstimmung wird in Tokio groß geschrieben: Naoyuki kombiniert gekonnt eine helle, türkisfarbene Kapuzenjacke mit seinen Converse. Die engen, non-washed Jeans straffen seinen Look. Momentan tragen viele Leute Pilzkopffrisuren, die bis an die Augenbrauen reichen.
Im Vergleich mit den männlichen Bewohnern Tokios gleichen die Mädchen praktisch der Belegschaft eines Beerdigungs-instituts: viel Schwarz, Grau und Weiß und nur ein Hauch von Farbe hier und da. Der Baggy-Faktor ist sehr wichtig für die Mädchen hier: Ayaka trägt zum Beispiel ein riesiges Herren-Sweatshirt von GAP wie ein Kleid und dazu einen großen Schal locker um den Hals geschwungen, wodurch der Baggy-Faktor noch einmal unterstrichen wird. Leggings und Arbeiterstiefel halten die untere Hälfte zusammen und erwirken eine gute Locker-Eng-Balance für das Gesamtbild.
Der Style von Fanny ist auch eher einfarbig und chic gehalten. Achtet auf ihre gestreiften Leggings und ihre fuchsiafarbenen Hackenschuhe. Es ist bemerkenswert, wie sie allein mit diesen zwei Details dem ganzen Look Leben einhaucht. Außerdem trägt sie noch eine Brosche in den Stofffalten am Hals. Alles sehr subtil gehalten, aber die Frau weiß, was sie tut.
Der Leopardendruck ist zurück in Japan. Damit die Farbabstimmung passt, hat Ayumi glitzernde Leggings und einen goldfarbenen Gürtel dazu angezogen. Das kreischt zwar ziemlich aber das schwarze Oberteil bringt alles wieder in Einklang. Das zart lilafarbene Hemd und der blaue Rock sorgen dafür, dass sie nicht wie eine grelle alte Hexe aus Osaka aussieht. Auf den ersten Blick macht sie den Eindruck, als würde sie schäbige Männer im Geschäfts- und Vergnügungsviertel Ginza unterhalten. Sie hat aber modetechnisch gerade genug zu bieten, um nicht als Nutte mit schlechtem Geschmack durchzugehen (obwohl nach dieser Bemerkung klar sein dürfte, dass sie für einen Hostessen-Service arbeitet). Wie dem auch sei: Leggings und Stiefel sind momentan das angesagteste Outfit hier. |
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