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DOS & DON'TS

What the fuck are you glowering about? If that sexball let me put my freckly hands all over her person I'd be doing dances with her that make Skeritt Boy look like a tree-sloth who hates sex, not getting into staring problems with every other guy in the room. I guess heavy hangs the face that wears the tits. Comments/Enlarge | See all


“You have to meet Stacy’s step-sister. She’s old but she totally rocks.” Comments/Enlarge | See all






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Johnny Ryan










Willkommen in Schweden, dem Land des „normalen Mädchens“. Nachdem sich all die langweiligen Kids in Stockholm in das Emo-Ding gestürzt haben, haben die ganzen schrulligen Mädchen eine kleine Rebellion angezettelt: kein Make-up, langes, schlaffes Haar und ein Haargummi am Arm für windige Tage. Das ist so der Typ Look, bei dem du dich nachmittags telefonisch mir ihr verabreden könntest und sie braucht keine 15 Minuten, um fertig zum Losgehen zu sein.
Die Hosen haben jetzt hohe Hüften. Leichte worn-in Levi’s 510s kommen überall zum Vorschein. Kein Glanz, kein Glitter. Nirgendwo. Hier ist es so, als wären deine Klamotten auf dem Weg in die Klamottenbibliothek und sind ganz still, um bloß niemanden zu stören.

Tomboys sind wieder eine andere Art der normalen Mädchen: Sie tragen Jeans, die eng sind aber dennoch an Hintern und Schenkeln nachgeben. Dazu dann ein T-Shirt (mit Biermarkenlogos, Urlaubsorten, Lieblingsbands oder ironisch-vulgären Sprüchen drauf), keinen BH und flache Chelsea-Boots oder Docs (beide kommen wieder).
Erinnert sich noch jemand an die Zeiten, als Männer Väter waren und Jobs hatten? Nein? Wir nämlich auch nicht, und vielleicht liegt es daran, dass alle so verzweifelt versuchen, diese Zeit styletechnisch zurückzubringen. Die Eierquetscher-Jeans sind passé, weil die meisten Typen jetzt richtige Jobs haben, bei denen sie die Knie anwinkeln können müssen. Hemden werden reingesteckt und Schuhe dürfen auf gar keinen Fall Klettver-schlüsse haben. Geerbte Uhren gehen auch.

Natürlich gibt es unter den Normalos auch Ausnahmen: Homos und sensible Heten verwandeln sich in verrückte Nerds mit riesigen Brillen, noch größeren Armeejacken und mit viel Glück haben sie noch einen abgebrochenen, nach Möglichkeit schief gewachsenen Zahn im Mund. Entweder das oder einen Vollbart und eine Doomband als Hobby. Außerdem steigt die Anzahl klassischer Metalheads von Tag zu Tag exponentiell an. Kennt ihr diese Typen auf Metalkonzerten, die wie Matrix-Komparsen aussehen und Rucksäcke tragen, die Latex-Stachelschweinen ähneln. Nun ja, die Typen, die wir meinen, sind das genaue Gegenteil: Sie lieben Maiden und Overkill, tragen alte Stahlkappenschuhe oder weiße Reebok-Knöchelturnschuhe, Jeansjacken, die zu 90 Prozent mit Aufnähern bedeckt sind, und haben strähniges Haar. Der Rückenaufnäher ist dann meistens von Bathory. Außerdem haben die Gesäßtaschen immer weiße Ringe von den Snus-Schachteln.

Dann gibt es noch die Kunsthochschulparty-Mädchen: mehrere Lagen dünner und geschmeidiger Stoff, und eigentlich kann man sich nie sicher sein, ob es ein Kleid, ein Hemd oder sonst was ist. Aber eigentlich ist das auch egal, da eh alle gleich auf die metallfarbene Leggings von American Apparel starren. Diese Mädchen sind Schwedens einzige Verteidigerinnen von Hackenschuhen—egal, ob dick oder dünn, die Teile müssen mindestens 7,5 cm hoch sein. Sie tragen Make-up, allerdings hat das dann eher einen künstlerischen als einen verschönenden Effekt. Stellt euch eine dünne, unverheiratete Divine aus John Waters’ Polyester vor und ihr habt eine ungefähre Vorstellung.

Fotos: Maja Flink; Koordination: Patrick Crotty; Models: Camilla, Adam, Max, Johanna, Björn, Maja

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