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She’s aiming at “grunge goes to college” but it’s coming off more like the cover artwork of a porno VHS where schoolgirls have to drink the jizz of hairy Germans out of a martini glass. Comments/Enlarge | See all






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Die Mädchen aus New York wollen heutzutage nicht mehr süß und unschuldig aussehen, sondern eher dunkel und abgefuckt. Ein bisschen so, als wären sie auf Speed oder Heroin. Sie wollen irgendwie … naja, exzentrisch aussehen und daher rührt dann auch dieses x-te Revival des Edie Sedgwick-Looks. Eigentlich findest du in jeder beliebigen Bar immer mindestens ein Mädchen, das verzweifelt versucht, den Spirit dieser überbewerteten Kumpeline des überbewerteten Warhol aus diesem überbewerteten Film Poor Little Rich Girl wiederzuerwecken. Und ganz nebenbei: Warhol hat die gute Edie auch ziemlich krass ausgenutzt. Diese Damen tragen dann immer wahnwitzig kurze Miniröcke und dazu die furchterregendsten und schmerzhaftesten Stöckelschuhe der Welt (wenn du also ein Fußfreak oder gar ein Fußfetischist bist, dürfte New York momentan der Himmel auf Erden für dich sein).

Neben diesen Edies gibt es noch die Mary-Kate Olsen-Imitate. Das sind diese kleinen fragilen Dinger, die anscheinend immer bei Starbucks in der Schlange stehen und dabei auf ihre Blackberrys eindreschen, als gäbe es kein Morgen. Sie tragen meist extrem klobige Schuhe und gigantische Kapuzenpullover, mit denen sie sich vor ihrem natürlichen Feind, dem Sonnenlicht, schützen. Ein absolutes Muss für diese Spezies sind widerwärtig große Ringe an allen fünf Fingern und große Insektenaugensonnenbrillen, welche erschreckenderweise dem Mist recht ähnlich sehen, den Bono in den frühen Neunzigern trug.

Diese Mädchen sind die krassesten Partymonster und tendieren dazu, sich mit Tomboys zu umgeben. Tomboys sind Mädchen, die sich wie Typen aufführen: kurzhaarige androgyne Wesen, die man ständig kettenrauchend um elf Uhr vor trendigen Jeansläden sieht und die immer noch absolut von James Dean und Morrissey besessen sind. Nach drei Jahren in Folge möchte man denen nur noch sagen: „Danke ihr schmucken, angepassten, reichen Modeopfer! Jetzt habt ihrs geschafft und den wahren Fans von The Smiths die Sache endgültig verdorben. Fickt euch!“

In Sachen Herrenmode ist in New York City alles miteinander verschmolzen: Alle haben genau den gleichen Look, mit unterschiedlichen Accessoires zur Kennzeichnung der jeweiligen Crew-Zugehörigkeit. Wenn du Justice und LCD Soundsystem hörst, trägst du höchstwahrscheinlich auch ein Paar Kunstlederschnürschuhe von Schmoove und Hosen, die so eng sind, dass du deine Beine mit Talk einpudern musst, um die Teile anzubekommen.Wenn du Skateboard fährst und Children of Boredom hörst, hast du 100 Pro einen ganzen Schrank voll mit Karohemden und -jacken. Solche Typen werden immer von einer Gruppe gut gepflegter, männlicher „Fans“ umgeben, die entweder bei Opening Ceremony arbeiten oder verzweifelt versuchen, so auszusehen, als ob sie dort arbeiten würden.

Diese Skaterfan-Typen aus dem Tompkins Square Park sind wie Pawlowsche Hunde: ein bestimmtes Geräusch, in diesem Fall Skateboardrollen auf Asphalt, löst eine bestimmte körperliche Reaktion bei ihnen aus, in diesem Fall einen Hammer in der Hose. Sie tragen auch Karohemden, manchmal eine Fliege und haben meist eine Strickjacke im Stil deiner Oma dazu an. Diese Teile sind allgegenwärtig und mittlerweile auch zu den untersten Bevölkerungsschichten New Yorks, also bei Leuten, die im Bereich „Marketing“ arbeiten, durchgesickert. Dazu kommt dann der fremdartigste Schmuck: kleine Gebilde, die aus den Zähnen von Pumababys gefeilt wurden, oder etwas ähnlich Lächerliches. Mitunter trägt dieser Schlag Mensch auch Herrenhandtaschen von exklusiveren Marken wie Prada oder Jack Spade.

Fotos, Text, und Styling: Annette Lamothe-Ramos. Jungs: Jacke von Endovanera, Hemd von Paul Smith, Hosen von Nudie Jeans, Schuhe von Schmoove; Vintage Jacke von What Comes Around Goes Around, Hemd von J. Crew, Jeans von RVCA, Schuhe von Draven, Hut von Burton; Pulli von Corpus, Hemd von Loden Dager, Jeans von Howe, Schuhe von Vans, Halskette von Black Sheep & Prodigal Sons. Mädchen: Kleid von H&M, Armbänder und Halskette von Lady Grey Jewelry, Schuhe von Alexander McQueen; Kleid von Topshop, Kapuzen-Pulli von Fremont, Gürtel von H&M, Schuhe von Tristan Blair, Tasche von Insight, Halskette von Kloset, Ringe von Marc by Marc Jacobs und Noir; Jacke von John Varvatos für Converse, Jeans von Earnest Sewn, Schuhe von Tristan Blair, Ring von Telfar.

CONTINUED
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