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Vergiss diese sonnengebräunten Hollywood-Arschgesichter mit ihren Fake-Titten aus L.A. für einen Moment. Stattdessen wollen wir uns den jüngeren und viel cooleren Kids aus den Stadtteilen Echo Park und Los Feliz widmen. Die findet man am ehesten um vier Uhr morgens in einem dieser schäbigen und superengen Karaoke-Schuppen in Koreatown, wenn sie sich in den Armen liegen und vergnügt den Titelsong von Arthur—Kein Kind von Traurigkeit mitgrölen: „If you get caught between the moon and New York Ciiiity …“

Bei den Mädchen lautet das Motto: Umso jünger und süßer du dich kleidest, desto besser. Ein paar schmucke Söckchen zu vorn offenen Hackenschuhen, das kürzeste Kleid, das du auftreiben kannst und du bist die Chefin. Diese Mädchen sind alle an Privatschulen gewesen, haben eine Menge Geld und lieben Klamotten von Jovovich-Hawk, Anna Sui und Vivienne Westwood. Außerdem tragen sie zu so ziemlich jedem Outfit klobige Stöckelschuhe von Chloé—auch wenn es sie umbringt.

Dann gibt es noch diese Blumenkinder/Folk-Mädchen. Omakleidchen sind der Renner im Westen und diese Mädchen wissen, wo man solche Teile für absolute Spottpreise auftreibt. Je mehr diese Dinger dann einem einfarbigen Kartoffelsack ähneln, desto besser. Komplettiert wird das Ganze mit Riemenledersandalen oder diesen orthopädischen Schuhen, wie sie alte Frauen vorzugsweise in braun tragen. Für eine gute Mischung kann das hin und wieder noch mit hochtaillierten Mutti-Shorts kombiniert werden. Das hört sich natürlich fürchterlich an, aber sie ziehen es trotzdem durch. Mädchen mit diesem Look kommen meist aus Nordkalifornien oder Staaten wie Tennessee, haben was für Sing-Alongs übrig und schmeißen auch mal gern Acid ins Dessert.

Bei Typen gibt es eine Menge Gemeinsamkeiten zwischen den unterschiedlichen Looks. Alle tragen in erster Linie gern hautenge Jeans von APC. Eigentlich gilt es auch als Verbrechen, sich seine Jeans irgendwo anders zu kaufen. Man sollte sich auch auf eine Menge dreckiger Blicke gefasst machen, wenn man irgendwas anhat, wo die Taille unter dem Arsch endet. Manchmal tragen Typen diese dicken schwarzen Buddy Holly-Brillen (natürlich nur mit Fensterglas), um diesen Deppen/Crazy-Typ-Look zu erreichen, bei dem die meisten Mädchen aus L.A. schwach werden. Mit diesem Style spielt man entweder Gitarre in einer Rockband oder ist ein einfühlsamer Autor. Sie mögen Filme wie Der Tod kennt keine Wiederkehr und hören, wenn sie mal bedrückt sind, viel Belle and Sebastian. Auch eine kleine Flasche Johnnie Walker (nur Black Label!) in der Jackeninnentasche ist bei ihnen angesagt.

Fotos: Travis Schneider; Styling: Ivy Jarrin für Margaret Maldonado Agency; Text: Annette Lamothe-Ramos. Jungs: Hemd von Kyler Aszterbaum für Scout, Jeans von Cheap Monday, Schuhe von Puma, Halskette von Xin; Jacke von APC, Hemd und Jeans von Rodan vs. Griffith, Schuhe von Converse; Pulli von Fred Perry, Hemd von Morphine Generation, Jeans von Levi’s, Sneakers von Gram Design. Mädchen: Kleid von Bridgid Catiis, Sandalen von Alexander McQueen, Halsketten von White Trash Charms, Lachana und Crunchy Jewels, Ohrringe von Xin, Hut von Urban Outfitters, Kleid von Revolver, Strümpfe von Betsey Johnson, Schuhe von Pierre Hardy, Schmuck von White Trash Charms; Hemd von L’ecole des Femmes, Shorts von sass & bide, Hosenträger von Robert Geller, Schuhe von Pierre Hardy, Armbänder von Jessica Elliot, Ohrringe von White Trash Charms.

CONTINUED
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