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Nach wie vor vorherrschend in Belgien: schwarze Leggings und Ballettschuhe (mit neuem Knöchelband), gepaart mit großen sackartigen Dingern, wie zum Beispiel einem absolut funktionslosen, hellblauen Designer-Regenmantel, oder einem süßen kleinen, babyblauen Baumwollkleid. Du solltest dann aber nicht vergessen, dir eine kurze Jacke mit toughem Style dazu anzuziehen, sodass der Kleine-Mädchen-Look ausgeglichen wird und die Leute auch merken, dass du einen geilen Arsch hast. Weiße, hohe Vans über schwarzen Strumpfhosen ist ein gewagter Look, der aber das gewisse Etwas von „Geschäftsfrau auf dem Weg zur Arbeit in den 80ern“ hat.
Wenn Girls sich den allgegenwärtigen süßen Kleidern verweigern, dann wird es meistens ein klassischer Tomboy-Wildfang-Look mit engen schwarzen Jeans und Turnschuhen, die für Tomboys recht untypische Dinge, wie goldene oder metallfarbene Akzentuierungen, aufweisen. Obenrum gilt: umso mehr du anhast, desto besser. Zieh einfach alles an, so als wenn du eine ausgedehnte Runde Strip-Poker spielen willst: Trägerhemd, Girlyshirt, loses gerafftes Zeug, eine Strickjacke und noch eine Strickjacke. Mach so lange weiter, bis du deine Arme nicht mehr bewegen kannst.
Belgische Typen halten es klassisch und gepflegt, mit Ausnahme des vereinzelten Dandys, derGott steh ihm beiimmer noch denkt, dass er ein gewagtes Mode-Statement macht, wenn er sich ein räudiges T-Shirt um die Stirn bindet. Dazu dann noch ein paar spitze, knöchelhohe Schuhe, Pilotenbrille und einen großen Omi-Schal kunstvoll um den Hals geschwungen und fertig ist der einfühlsame belgische Poet.
Ansonsten bleiben belgische Typen halt belgische Typen: nicht übertrieben enge Bluejeans und klassische Vans. Strickjacken sind sowohl für Typen, als auch für Mädchen ganz groß und werden vorzugsweise mit einem einfachen T-Shirt drunter getragen. Ein wichtiges Detail ist dabei, die Strickjacke offen zu lassen oder nur den mittleren Knopf zuzuknöpfen, um so diesen gewünschten „Hey, wir sind doch alle nur Menschen“-Look zu erzielen. Längere Mäntel werden auch offen getragen, sodass man genug Platz für dieses Tic-Ding hat, bei dem man die Hände in die Taschen steckt und mit den Schlüsseln rumklimpert.
Eine Sache noch: Wenn du unbedingt in Designerklamotten rumrennen musst, dann tu bitte so, als hättest du all deine Sachen im Müll vorm Altersheim gefunden. Die Belgier sind nicht sonderlich glamouröse Leute. Noch nicht mal die letzten überlebenden New-Rave-Ed-Banger-Mutationen takeln sich großartig auf. Ein zweifarbiger Kapuzenpullover in grün und blau von American Apparel unter einer Secondhand-Lederjacke? Ja, die belgische Jugend läuft so rum, aber es gibt Schlimmeres. Nerd-Brillen sind recht süß und farbenfrohe abgetragene Klettverschluss-Turnschuhe sind eine schnieke Alternative zu überteuerten „Limited Edition“-Sneakern, die mit so Sachen wie Eis am Stil-Motiven bedruckt sind. |
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