NEWSLETTER



DOS & DON'TS

Remember all those soul-deadening jobs where they’d make you wear some stained-up secondhand workshirt that came down to your knees and how hard you’d try to cool up the periphery in case you ran into anybody you knew? I wonder if that’s why punk and goth girls always cram so much shit on their necks and arms. Comments/Enlarge | See all


Waiting out your girlfriend’s straight-edge phase is so nerve-racking it’s like trying to get to sleep the night before Sexmas. Comments/Enlarge | See all






RELATED ARTICLES

VICE COMICS
Benjamin Marra
SKULL AND BONES IN SIERRA LEONE ...
Würfeln, um mit den Toten zu reden
VICE FASHION - WINTER- WASSERSCH...
FOTOS: JONNIE CRAIG
STYLING: ALDE...
VERSCHWENDETE JUGEND
Fotos und Text von Dave Markey





DEMUT ÜBER BLASTBEATS

Complete Failure sind eine Partyband der etwas anderen Sorte.

Foto von Nail and Wiles


Im Spektrum der Schlagzeuger-Charak-tere steht auf der einen Seite der sogenannte „hard hitting drummer“. Also der Typ, der jeden Schlag anlegt als wäre er gerade auf der Kirmes beim „Hau den Lukas“ durchgedreht. Dann kommen viele uninteressante Abstufungen—wir bewegen uns an diesen unangenehmen Typen vorbei, die sich ständig mit ihrer Mucker- akkuratesse in den Vordergrund spielen und ihre Aufgabe wie das Lösen einer Kurvendiskussion begreifen und kommen schließlich auf der anderen Seite bei Mike Rosswog an. Er gehört zu der Sorte, die eigentlich eine Nähmaschine hätten werden sollen, es aber aus irgendeinem Grund doch nur zum Homo Sapiens geschafft haben. Er sitzt in einer orthopädisch vorteilhaften Haltung beinahe regungslos da und lässt aus den Hand- und Fußgelenken den Blast-beatwahnsinn gleiten. Für das menschliche Auge sieht es nur so aus, als würde er ein Kätzchen streicheln. Mike hat mal eine Zeit lang bei den unvergessenen Circle Of Dead Children und etwas später auch bei Today Is The Day gespielt. Seine neue Band klingt in etwa so, als würdest du seine beiden vorigen gegeneinander antreten lassen und in diesem Chaos noch ein paar Slayer- und Carcass-Riffs verstecken. Deathgrind’s back in tha heouse, Ladies and Gentlemen.

Vice: Es wird gemunkelt, ihr hättet die Band ursprünglich nur gegründet, um in der Wohnung eures Drummers Party zu machen. Wie darf man sich denn so ein Complete Failure-Meeting vorstellen?

Joe (vocals):
Es ist ziemlich laut bei unseren Treffen. Wir hören die ganzen alten Today Is The Day- und Neurosis-Alben. Die Penner lassen mich allerdings nie meine Abscess-Platten spielen. Keine Ahnung, warum. Normalerweise sitzen wir rum und schreien durchs Zimmer, bei welcher Band der Bass beschissen aufgenommen ist, oder wir dis-kutieren die Vor- und Nachteile des digitalen Aufnehmens. Eigentlich machen wir alles, was jeder Haufen betrunkener Idioten macht.

Man könnte meinen, die Band wäre eine Reaktion auf Apathie. Stimmt das?

Mir kommt es so vor, als hätten viele der heutigen Musiker keine echte Leidenschaft für das, was sie machen. Als würde ihnen Energie fehlen. Entweder hast du ober-flächliche Gründe, dein Instrument zu spielen, oder du tust es, um einen Ausgleich zu all dem zu finden, was dich ankotzt. Leute, die in Bands spielen, um besser als andere oder der Beste, Schnellste, Härteste in irgendwas zu sein, machen es aus den falschen Gründen. Es gibt in Kunst und Musik keine Goldmedaille und keinen ersten Platz. Das ist eine Art von Apathie, eine Form von Harmlosigkeit. Solche Musiker sind selbstgenügsam und haben nichts Bewegendes oder Bedrohliches an sich.

Deine Texte sind für Genre-Verhältnisse auch nicht gerade angsteinflößend …

Ich beschränke mich eigentlich nur auf persönliche Erfahrungen, es geht meistens um falsche Entscheidungen und eine Art, Demut zu zeigen.

AR
Complete Failures Perversions of Guilt ist bei Supernova Records erschienen. www.myspace.com/comfail


< Seite Zurück

COMMENTS