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DOS & DON'TS
Magazin
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VICE MAILHIEB INS GESICHT An die zuständige Abteilung: Ich kaufte ein paar sehr nette Klamotten bei American Apparel in Frankfurt. Die Dame dort war wirklich freundlich und hilfreich. Zusätzlich legte sie mir dieses ekelhafte Magazin mit in den Beutel, und hätte ich gewusst, dass es da drin steckt, hätte ich die Sachen niemals gekauft! Wie kommt jemand auf die Idee, derart abscheuliche Dinge in einem Magazin abzudrucken, ohne zu wissen in welche kleinen Hände es fallen könnte? Hat irgendeiner von euch etwas dazu zu sagen? Wie würdet ihr es finden, wenn eure Kinder auf dieses Schmutzblatt stoßen und es ohne euer Wissen lesen würden? Na!? Ich schicke euch hiermit euer anspruchsloses, ekelhaftes, unmoralisches und für die Hölle bestimmtes Magazin zurück. Und das, was ich davon nicht in den Umschlag bekommen habe, werfe ich in den stinkenden Müll!!!! Und übrigens werde ich allen, die ich kenne, sagen, dass sie nicht mehr bei American Apparel einkaufen sollen, und zwar aus dem einfachen Grund, dass sie dort euer sogenanntes „Vice Magazine“ haben und einem in die Tasche packen, ohne dass man es überhaupt mitbekommt!!! Schert euch zum Teufel [sic], Vice! Mit freundlichen Grüßen, EIN SEHR UNZUFRIEDENER KUNDE per Post Wow, du bezeichnest uns als „für die Hölle bestimmt“! Das letzte Mal wurde dieser Begriff von der Kirche benutzt, als sie in den 80ern Heavy-Metal-Bands verklagte. Aber jetzt, wo wir selbst damit an der Reihe sind, können wir nur sagen, dass es sich absolut fantastisch anfühlt, „für die Hölle bestimmt“ zu sein! Was sind wir denn noch so? Diener Satans? Im Ernst, schreib uns mehr! SUPER BAD Liebes Vice, ich habe ein allmorgendliches Ritual, an dem ich euch gerne teilhaben lassen möchte. Ich nenne es den „Terminator“. Als Erstes kauere ich mich in der klassischen „nackter Terminator, der durch die Zeit reist“-Pose in die Dusche. Dort hocke ich eine Minute mit geschlossenen Augen und denke an Arnold oder den Typen aus dem zweiten Film (aber nicht an die Tusse aus dem dritten, denn der war echt scheiße) und beginne die Terminator-Titelmelodie zu summen. Ich stehe dann ganz langsam auf und öffne die Augen. Das hilft mir, mich für den Rest des Tages in einen gefühllosen Cyborg-Macker zu verwandeln. Das Einzige, was nervt, ist, wenn der Duschvorhang mir an meinem Terminator-Bein festklebt. ANONYM via viceland.de Das ist, ehrlich gesagt, ziemlich gut. Probieren wir auf jeden Fall aus. FROHES FEST, HENRI Grüße aus Finland an das Vice-Magazine! Es wäre echt nett, wenn ihr euch ein paar Minuten Zeit nehmen würdet, meine Mail zu lesen. Das hier ist mir sehr wichtig. Ich möchte meinem Freund diesmal zu Weihnachten etwas schenken, was ihn richtig umhauen soll (statt immer nur Rotwein, das ist zu einfach). Keine leichte Aufgabe, aber gestern hatte ich plötzlich diese fantastische Idee: Als ein Riesenfan eures Magazins (und ich meine wirklich riesig) redet er immer davon, dass es als Journalist sein größter Traum wäre, eines Tages eine gute Story für das Vice Magazine zu schreiben. Ein vielleicht etwas seltsamer Vorschlag, aber ich habe den Eindruck, dass ihr ein sehr offenes Magazin seid und bereit neue Ideen auszuprobieren: Irgendwann vor Weihnachten schickt ihr ihm eine E-Mail oder, was noch besser wäre, einen echten Papierbrief. Da würde so was drin stehen wie: „Der Weihnachtsmann und seine Helfer haben deine Wünsche erhört und laden dich hiermit ein, als Gastredakteur einen Artikel für Vice zu schreiben …“, und schreibt dann weiter, wie ihr wollt. Wenn das möglich wäre, könntet ihr natürlich entscheiden, was er schreiben solle. Also schaut doch mal, ob irgendetwas in Helsinki oder dem Rest von Finnland interessant sein könnte, denn hier passieren jede Menge komischer Sachen. Natürlich könnt ihr ihn auch selber etwas aussuchen lassen. Er hat übrigens letztes Frühjahr einen kleinen Beitrag zum Vice Guide to Helsinki geschrieben. Der Artikel hieß „The Metal Capital of the World“. Mein Freund heißt Henri Anundi, wenn ihr das abchecken wollt. Ich muss euch sagen, dass er schon allein wegen dieser kleinen Geschichte und dieser tollen Chance völlig aus dem Häuschen war. Momentan arbeitet er als freier Redakteur für den wichtigsten Verlag in Finnland. Außerdem ist er als Videojockey beim Headbanger’s Ball bei MTV Finland. An mangelnder Erfahrung sollte es also nicht scheitern :-) Bitte lasst mich wissen, ob dieses „Geschenk“ im Rahmen des Möglichen ist oder nicht. Ich bin aber auf jeden Fall schon froh, wenn ihr mir überhaupt antwortet. Ich würde euch auch bitten, meine Beteiligung an dieser Sache geheim zu halten, falls es tatsächlich klappen sollte. Schon jetzt vielen Dank, ich freue mich darauf, bald von euch zu hören. Mit freundlichen Grüßen, TIIA RAUHAMÄKI Helsinki, Finnland Vielleicht bräuchte Henri zu Weihnachten eher, dass seine Freundin aufhört, ihn (noch dazu in seinem „Riesenfan“-Magazin) wie ein Vollidiot dastehen zu lassen. Was wird es zu seinem Geburtstag geben? Täglich eine Portion Arschabwischen von dir? KLAMOTTENKRISE Hallo, ich hoffe, dass es die richtige Person erreicht, weil es echt schwer war, das hier zu finden. Beim Lesen des kürzlich erschienenen Vice Literatur-Specials stach mir eine DUNDERDON-Werbung ins Augeein Schwarz-Weiß-Foto eines jungen Manns in etwas, was wie ein schwarzes T-Shirt aussieht, und einem sehr coolen Paar lose geschnittener und trotzdem enger Jeans. Die Frage ist: WIE IST DIE MODELLNUMMER, DER NAME ETC., DAMIT ICH DUNDERDON DIREKT KONTAKTIEREN UND DIESES PAAR JEANS KAUFEN KANN? Ich muss diese Jeans einfach haben. Ich bin ein Sklave meiner Triebe. Bitte schickt mir alles, was ihr an Informationen über dieses Produkt vorliegen habt. Schon jetzt vielen Dank, LUKAS GOLDMANN per E-Mail Ähm. Es ist ja wirklich toll, dass du Firmen unterstützen willst, die bei uns im Heft werben, aber musstest du uns wirklich schreiben, bloß um ein beklopptes Paar Jeans ausfindig zu machen? Wie wäre es zum Beispiel damit, den Firmennamen zu googlen, Lukas? Oder, sieh dich einfach mal gut und lange im Spiegel an und denk ein bisschen über deine Prioritäten nach.
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