NEWSLETTER



DOS & DON'TS

Taking in an exchange student seems like a bad decision when he walks in on you in the bathroom or wants to learn about baseball. But come on, how good is the part when you and your friends teach him that the American way to answer the phone is "Hello fancy lady?" or that it's customary to present your host with a 10-inch swath from the bottom of each garment after a dinner party? Pretty good. Comments/Enlarge | See all


These “I’m so over it” fashion queens who call models “dahling” while making them starve themselves to death so they can stagger down a runway in a see-through garbage bag are way worse for women’s lib than the Taliban is. Comments/Enlarge | See all






RELATED ARTICLES

BLUTSPRITZER AUF GÄNSEBLÜMCHEN I...
Ein Interview mit Siouxsie Sioux
GE-EXT
Elf Fotografen werfen einen Blick zurück
WALTER PFEIFFER - PART 2
Du meinst, dass die Leute, die deinen ...
SKINEMA
WE YUM YUM CUM
Ich hasse es, ...





DAS DORF DER VERDAMMTEN

Die Wachstumsschmerzen von Rolo Tomassi

Foto von Ben Rayner

Kleine Menschen in Bands sind irgendwie süß. Es macht sie grundsympathisch, dass man über sie Dinge sagen kann wie: „Sieh mal wie groß die Gitarre an diesem kleinen Körper aussieht!“, oder: „Haha, der kann ja kaum über’s Schlagzeug kucken!“ Denk mal drüber nach! Prince, Kylie, Phil Collins, der Bassist von SSS: lauter niedliche Zwerge, die von der gesamten Musikwelt geliebt werden. Nun ja, beim SSS-Bassisten geht das vielleicht nur mir so.

Rolo Tomassi, benannt nach Guy Pearces Charakter aus L.A. Confidential, sind der perfekte Balanceakt zwischen diesen kleinen Gnomen, die beim Musik machen lustig aus-sehen, und kreativen Jungspunden, die einfach ein Talent für stimmiges Songwriting besitzen. Die Tatsache, dass sie seit gut drei Jahren auf ihren DIY-Shows ein einzigartiges und ziemlich abgezocktes Durcheinander aus Grindcore, Screamo und Post-Hardcore präsentieren, während sie andererseits noch nicht mal alt genug sind, um sich ein Bier zu bestellen, ist genauso komisch wie beeindruckend. Ach, und dieses morbide Gebrüll und Wolfsgeheul über den Blastbeats und Gitarren-Tappings? Das kommt von einem 17-jährigen Mädchen. Wow.

VICE: Wie kommt ein Haufen 14-jähriger Kids aus dem hintersten Eck von Sheffield dazu, Musik zu machen, die klingt, als wenn Napalm Death von Indian Summer verge-waltigt werden würden?

James Spence (Keyboards):
Tatsächlich gab es in unserem Dorf eine echt gesunde Szene. Eine Menge Kids hörten dieselbe Musik wie wir und in unserem Gemeindezentrum fanden häufig Konzerte statt. Irgendwie vermisse ich es, nicht mehr jede Woche da aufzutreten.

Joe Nicholson (Gitarre): Alle hörten mehr oder weniger das gleiche Zeug. Harte Sachen, manches war auch etwas suspekt, aber nie so schlimm wie Walls of Jericho oder so. Als wir das erste Mal die Murder Of-7" hörten, wussten wir, was wir machen wollten.

Ihr seid fast noch zu jung, um überhaupt hier in der Kneipe sitzen zu dürfen. Hattet ihr deshalb jemals Stress mit den Organisatoren?

Joseph Thorpe (Bass):
Ständig. Erst eben wieder.

Eva Spence (Vocals): Für mich ist es noch schlimmer, weil ich ziemlich jung aussehe. Ich werde immer für die kleine Schwester gehalten. Bin ich ja auch irgendwie, aber das nervt echt.

Edward Dutton (Drums): Als wir mit These Arms Are Snakes in Birmingham spielten, waren nur Joe und ich volljährig. Wir durften rein und standen auf der Bühne, während Bass, Keyboard und Gesang von draußen kamen. Das war lustig.

Wie gelingt es dir so zu singen, Eva? Denkst du einfach daran, wie ungern du deine Hausaufgaben machst?

Eva:
Nicht wirklich. Ich denke einfach an die Worte und singe. Das fühlt sich eigentlich ganz natürlich an.

JIMMY JAMS
Rolo Tomassis EP ist auf Holy Roar Records erschienen.
www.myspace.com/rolotomassi



< Seite Zurück

COMMENTS