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DOS & DON'TS

I guess it’s OK to jauntily perch atop an old lady’s bike if you look like the French Dennis Wilson (I want that jacket). Comments/Enlarge | See all


Rave sucks, but when you’re stuck in there, tripping your balls off, catching sight of this and becoming so transfixed with it that you start developing religious theories about asses, it actually starts to make perfect sense. Comments/Enlarge | See all






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SPIN ME ROUND


GODS AND QUEENS
s/t LP
Robotic Empire/Adagio830

In regelmäßigen Abständen bekomme ich nostalgische Gefühle und ich mache mich auf die Suche nach diesen Momenten in den Neunzigern, in denen niemand genau sagen konnte, wo jetzt eigentlich die Grenzen zwischen Postcore, Emo und Noise verlaufen. Ich sitze dann stundenlang wie ein Debiler vor dem Plattenspieler und höre Shellac-, Quicksand-, SDRE- und Handsome-Platten. Jetzt gibt’s das alles komprimiert auf eine halbe Stunde und ich habe endlich wieder mehr Zeit für wichtigere Dinge, wie Salzbrezeln und mein 3D-Puzzle vom Berliner Fernsehturm.

DOUG HEFFERNAN
RAMPA
Nike AM90/
Tanz auf mir 12"
Terranovao

Ein Teil der „Nike AM90“-Reihe, in deren Zuge acht verschiedene Produzenten aus acht verschiedenen Städten ihre musikalische Vision durch den Air Max 90 anregen lassen sollten. Kann natürlich auch heißen, dass acht Produzenten den Reste-Folder aufgemacht und sich leichtfüßig acht goldene Nasen verdient haben. Das macht in diesem Fall aber natürlich gar nichts, denn bei Rampa ist sogar der Papierkorb voll mit funktionalen Peaktime-Bangern. Als Extra-Bonus gibt es endlich auch seinen Evergreen „Tanz auf mir“ für Freunde des prähistorischen DJ-Handwerks (aka mit Platten) zu kaufen.

LA SWOOSH
FAILURES
s/t LP
Clean Plate/Youth Attack

Die Methode, einfach an alle Bandmitglieder die Devise auszugeben, so schnell und unkontrolliert wie möglich die Instrumente zu bedienen, wurde selten so beeindruckend zur Vollendung geführt wie bei dieser Ex-Charles Bronson/Das Oath und -Orchid-Versammlung. Stell dir vor, jemand würde dir eine Million Euro versprechen, wenn du es schaffst, dich unter 30 Sekunden zum Höhepunkt zu wichsen. Das hier ist die musikalische Entsprechung.

ORSPAZZM
CHROME HOOF
Pronoid Remixes 12"
Southern

Ah, die Disco-Invasion aus der Zukunft ... Chrome Hoof zu remixen, ist in etwa so, wie einem Uhrmacher einen Teilchenbeschleuniger zur Reparatur zu geben. Das kann man eigentlich gleich ganz sein lassen. Dennoch ziehen sich 808 State ziemlich clever aus der Affäre, indem sie den Sound des Originals etwas aufräumen und mit einer Prise Old-School-Electro-Flavour bestreuen. Das seelenlose Fidget-Generve von Herve dürfte aber mittlerweile selbst einem Frettchen mit ADS auf die Nerven gehen.

BEAM ME UP, HOTTIE!



THE TONY MONTANAS
Traitor! 7"
Kill City Records

Klingt wie eine dieser Bands, die im White Trash zu den Einrichtungsgegenständen gehören. Du weißt schon, die bereits spielen, wenn du den Laden betrittst und die, nachdem du dich mit einem fettigen Burger im Darm und schmutzigen Gedanken im Kopf zum Ausgang schleppst, ihr Oeuvre bereits zum achten Mal herunterdudeln. Ein Referenzregister der Disziplinen, die sich zwischen Western und Rockabilly lokalisieren lassen in einer Verpackung, die—wie sagt man es doch gleich—rockt.

DIPL. PSYCH. O. BILLY

DIAL M FOR MURDER
Oh No! 7"
Tapete

Nachdem diese zwei Jungs aus Oslo anfänglich mit Bandnamen wie Dial B for Betriebskostenabrechnung oder Dial T for Tee herumexperimentierten, entschieden sie sich schließlich doch, sich nach dem Hitchcock-Klassiker zu benennen und das zu machen, was unter jungen Menschen gerade als Konsens gilt: Trenchcoattragen, MitderStimmeleiern, DieEditorsfüreine-
originelleBandhalten.

VORSICHT FALLE!

SUPERPUNK
Das waren Mods 7"
Tapete

Es gibt ja diese Legende, dass Phil Spector seine Künstler so lange herum gescheucht haben soll, bis sie in eine willfährige Lethargie verfallen sind, der er dann seinen legendären Sound überstülpen konnte. Nach einem ähnlichen Prinzip arbeiten neuerdings Superpunk, nur dass sie ihre Songs morgens (bzw. mittags) zwischen Astra-Dusche und Zähneputzen im Halbschlaf aus dem Pyjamaärmel schütteln und dann z.B. solche perfekten Stücke herausfallen wie die Glorifizierung einer vergangenen Subkultur („Das waren Mods“) oder die schlurfige Beatklamotte „New York, USA“ im Gedenken an die frühen Cindy & Bert.

MOTZKI
THE BIG PINK
Too Young to Love 7"

House Anxiety Records

Seit Monaten muss man sich mit dem lückenhaften MySpace-Profil dieser Typen und ihren spärlichen Live-Shows über Wasser halten, da ist diese 7"-Veröffentlichung so ein Segen wie eine Rasierwasserprobe für einen Alki auf Entzug. Hoffen wir mal, dass sie ihren Workflow in nächster Zeit etwas optimieren, denn sonst können wir mit deren Album frühestens rechnen, wenn My Bloody Valentine ihre achte Reunion-Tour spielen.

GLOVELESS


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