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DOS & DON'TS
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BEN ROSS IST EIN DEUTSCHER KÜNSTLER, DER VIELLEICHT EIN BISSCHEN ZU VIEL NACHDENKT. ABER UNS GEFALLEN DIESE KATZENMENSCHEN, DIE ER ZEICHNET.INTERVIEW: DAVID BOGNER
Vice: Hi Ben, uns gefallen deine Katzen-Motive. Woher kommen sie? Ehrlich gesagt, habe ich mir nie bewusst vorgenommen, Katzen zu zeichnen. Das ist einfach so passiert. Vielleicht habe ich in meiner Jugend zu viele Zeichentrickfilme gesehen. Disney, Kricfalusi und Avery mochte ich besonders gern. Wie viele Katzen-Zeichnungen hast du gemacht? Ich habe innerhalb von drei Tagen so einhundert Zeichnungen in dem Stil gemacht. Magst du auch andere Tiere? Ja, Hunde, aber die müssen nur für die perversen Zeichnungen herhalten. Die Katzen sind die Coolen. Worauf basieren deine Katzenmenschen? Ein paar sehen so aus wie Daft Punk-Fans oder so was. „Mark the Cobrasnake“ hat mich ziemlich inspiriert. Oh, äh... hmm... OK, magst du wirklich seine Internetseite? Ob es mir gefällt oder nicht, ist vielleicht gar nicht wichtig. Ich finde, es ist ein Phänomen, das es vor zehn Jahren so nicht gab. Das ist die omnipräsente Subkultur. Ich glaube, Cobrasnake ist ein gutes Symbol für unsere Generation. Hui... Ich, äh... Das geht uns alle an. Das ist der Inbegriff vom Endeder Kapitalismus hat die Jugendkultur gefressen und Mark dokumentiert das. Er bringt alles auf einen Nenner. Es geht also um eine Sozialkritik der Partyleute auf Cobrasnake. Machst du dich über sie lustig? Deine Zeichnungen sind schon etwas aggressiv. Diese jungen Leute sind die neuen Nazis. Ich mache mich nicht lustig, ich reflektiere nur das, was ich sehe, ohne eine bestimmte Stellung zu beziehen. Und was machst du, wenn du nicht zeichnest? Marcel Duchamp hat Schach gespielt. Das war seine einzige Beschäftigung, wenn er gerade keine Kunst gemacht hat. Er hat das Schachspielen zur Kunst erhoben. Ich kucke Pornos. Wenn ich das mache, ist es Kunst. Weil ich Porno schaue. Das Internet ist das neue Schachbrett. Junge, du gehst nicht viel raus, oder? Nein. Ich bin zu faul, um selbst zu feiern.
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