FOTOS: DAVID GILLANDERS
INTERVIEW: JAMES KNIGHT
David Gillanders wächst in Glasgow auf. Er verbringt, wie die meisten Leute aus Glasgow, seine Zeit abwechselnd damit, andere Kinder zu vermöbeln und Unmengen Liter des fiesen (sich Limonade nennenden) Chemiecocktails namens Irn-Bru in sich reinzuschütten. Anstatt auf der Straße rumzuhängen und darauf zu warten, abgestochen zu werden, geht er schon früh regelmäßig zum Boxen. Nachdem er zu oft von den älteren Kids auf die Fresse bekommt, ist er mit 16 Jahren gezwungen das Boxen aufzugeben und braucht somit einen neuen Grund, sich in den Sporthallen herumtreiben zu dürfen. In Glasgow gibt es ansonsten nicht wirklich viel zu tun, außer man möchte durch frittierte Marsriegel schonungslos verfetten. David lässt sich also von den frühen Schwarz-Weiß-Bildern inspirieren, welche die Wände der Sporthallen zieren und beginnt, die Boxer zu fotografieren. Daraus wird bald ein allgemeines Interesse an den Kämpfern im und außerhalb des Rings und er beginnt seinen nüchternen, in Schwarz-Weiß gehaltenen Dokumentarstil zu entwickeln. Seitdem hatte David Fotoprojekte in Russland, der Ukraine, Malawi und Ägypten. Er dokumentiert das Leben der Menschen, die ausgestoßen am Rand der Gesellschaft lebener kann einfach nicht anders. Für dieses Projekt fotografierte David ukrainische Straßenkinder, von denen die meisten nicht annähernd das Alter von 20 Jahren erreichen werden.
CONTINUED
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