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Taking in an exchange student seems like a bad decision when he walks in on you in the bathroom or wants to learn about baseball. But come on, how good is the part when you and your friends teach him that the American way to answer the phone is "Hello fancy lady?" or that it's customary to present your host with a 10-inch swath from the bottom of each garment after a dinner party? Pretty good. Comments/Enlarge | See all


Going to Erasure concerts is really weird if you're not gay or asian. Comments/Enlarge | See all






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EL NUEVO ALARMA! IST MEXIKOS BESTES KLATSCHBLATT FÜR KRIMINALBERICHTE UND MIGUEL ANGEL RODRIGUEZ VAZQUEZ DER CHEFREDAKTEUR - PART 2

Das Vice Interview

Wie unterscheidet sich die neue Version von der alten?

Das Magazin selbst hat sich über die Jahre nur unwesentlich verändert. Im Kern ist es immer noch dasselbe Magazin, das sich Don Carlos erträumt hatte. Wir hatten lange interne Diskussionen, wenn Leute das Design ändern wollten, aber ich habe mich immer dafür eingesetzt, es so schlicht wie möglich zu lassen. Den Leuten gefällt es so, wie es ist, und es liest sich schnell und einfach. Wir sind kein modernes künstlerisches Magazin und das ist auch nicht das, was unsere Leser wollen. Wir versuchen es eben so einfach wie möglich zu halten und es ist sehr visuell. Ohne Bilder gibt es auch keine Geschichte. Unsere Leser wollen Bilder sehen!

Ja, woher kommt das? Warum diese Faszination für Fotos von enthaupteten Leichen und dergleichen?

Die Leute interessieren sich für die Sachen, die wir publizieren. Ich glaube nicht, dass es krankhaft ist. Ich glaube, es ist Neugier. Die Leute wollen wissen, wie wir von innen aussehen. Wir haben Millionen von Fotos von Kadavern, denen die Eingeweide heraushängen. Wir haben da kiloweise Eingeweide drin. Es ist komisch, die Leute sehen so was wirklich extrem gerne. Wenn wir in einer Ausgabe mal nicht genügend Leichen veröffentlichen, kriegen wir E-Mails, in denen die Leute uns sagen, dass wir zu konservativ seien.

Das ist witzig. Ich hätte erwartet, dass du mehr von Leuten hörst, die dich zu sensationslüstern finden.

Oh, das gibt es auch. Eine Menge Leute beschweren sich, dass wir zu sensationslüstern wären, aber nichts von dem, was wir veröffentlichen, ist gestellt. Es beruht absolut auf Fakten und der Wahrheit. Wir denken uns die Fakten nicht aus und wir bearbeiten die Bilder nicht. Das ist gar nicht nötig.

Welche Art Geschichten funktionieren am besten?

Die Arten von Kriminalität über die wir berichten, haben sich ein wenig verändert. Die Geschichten, die jetzt am besten für uns laufen, sind die Narkotika-Schmuggel-Geschichten. Zum Beispiel die enthaupteten Leichen, die sie vor kurzem in Acapulco gefunden haben. In Michoacan haben sie fünf Leuten die Köpfe weggeschossen, während sie in einem Nightclub getanzt haben. Diese Art Geschichten funktionieren für uns am besten.

Es hat den Anschein, dass die meisten deiner Geschichten aus Städten kommen.

Um genauer zu sein, kommen die meisten unserer Storys im Moment aus Michoacan und Guerrero. Letztes Jahr war es Tamau-lipas und vor fünf Jahren war es Culiacán. Es ist wirklich interessant zu sehen, wie die Kriminalitätswelle sich durchs Land bewegt. Ich bin zum Beispiel überrascht, dass es in Culiacán nicht mehr Gewalt gibt. Um 2001 herum haben wir dort in ein paar Monaten bis zu 1000 Hinrichtungen gezählt. Es ist auch interessant zu beobachten, wie die Taten immer gewaltsamer werden. Zuvor waren es nur einfache Drive-by-Shootings, bei denen Leute aus fahrenden Autos erschossen wurden. Jetzt werden die Opfer enthauptet oder lebendig begraben. Die Taten werden immer brutaler.

Woher kommt das wohl?

Weil sie anderen Leuten noch mehr Angst machen wollen. „Wenn du die Leute brutaler umbringst, respektieren dich die Leute mehr“ oder so was. Da die meisten Taten etwas mit Drogen zu tun haben, müssen sie einander immer mehr Angst einjagen, um sich Gebiete zu sichern.

Mein Vater war Polizist und sagt dasselbe: Die Drogenkriminalität ist im Allgemeinen brutaler als andere Formen der Kriminalität.

Taten, die etwas mit Drogen zu tun haben, sind anders als Taten, die aus Leidenschaft verübt werden. Wenn man sich ältere Ausgaben von Alarma! ansieht, erkennt man, dass die meisten Delikte „Taten aus Leidenschaft“ sind—mit Überschriften wie: „Er brachte sie um, weil sie zu viel flirtete“.

Damit verdienten wir damals haupt-sächlich unser Geld. Jetzt sehen die Überschriften sehr anders aus, aber das hat auch viel damit zu tun, dass wir heutzutage mit unserer Wortwahl sehr viel vorsichtiger sein müssen.



Wieso denn?

Don Carlos hat oft tolle Ausdrücke erfunden. Wenn es um Homosexuelle ging, hat er zum Beispiel immer gesagt, „los mujercitos“ [„die Frauchen“, aber mit einer männlichen Endung], und Lesben waren „hombrecitas“, also andersherum. Wir können solche Ausdrücke nicht mehr benutzen, weil alle denken, dass man damit ihre Menschen-würde verletzt.

Erstaunlicherweise ist Alarma! nie ver-klagt worden, aber um auf der sicheren Seite zu sein, versuchen wir unseren Humor jetzt ein bisschen weniger schwarz zu gestalten. Wir sind sozusagen von schwarz zu grau übergegangen.

An was für Geschichten arbeitest du im Moment?

Diese Woche hatten wir vier Verbrechen aus Leidenschaft in Mexiko-Stadt. Mir gehen langsam die Ideen für Überschriften aus.

Haha. Sag schon, wenigstens eine!

Eine der Täter war ein Mann, der seine Frau umgebracht hat. Sie waren beide Lehrer und er brachte sie vor den Augen ihrer Schüler um, also habe ich eine Überschrift gewählt, die hoffentlich nicht zu unpassend ist und die Situation nicht ins Lächerliche zieht, aber dennoch das Interesse der Leute weckt. Sie lautet: „Er bekam eine Eins in Totschlag“.

Fantastisch.

Das ist die Art Ideen, die uns Don Carlos hinterlassen hat. Er hatte sehr viel Spaß an seiner Arbeit. Er war mit viel Leidenschaft bei der Sache. Diese Woche hatten wir zum Beispiel noch eine andere Geschichte, die ganz witzig war: Ein Mann schoss seiner Frau in den Kopf, während sie auf dem Klo saß. Don Carlos hätte es geliebt, die Überschrift dafür zu verfassen.


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