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DOS & DON'TS
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Laut einer kürzlich veröffentlichten Studie der IAO werden 1,36 Millionen Menschen in Asien und der pazifischen Region in Folge von Menschenhandel als Zwangsarbeiter ausgebeutet. Das sind 55 Prozent aller Personen, die weltweit auf diese Art ausgenutzt werden. Man geht davon aus, dass 40 bis 50 Prozent der Opfer des Menschenhandels Kinder sind, von denen sehr viele in der Sexindustrie landen. Familienmitglieder spielen oft eine wichtige Rolle, wenn Kinder in den kommerziellen Sexsektor vermittelt werden. Diese Familien leben in so extremer Armut, dass sie dies für die einzige Möglichkeit halten zu überleben. Junge Mädchen und Jungs sind in dieser Industrie besonders gefragt und für die Zuhälter und Bordellbesitzer besonders wertvoll. Bevor ich in diese Länder fuhr, dachte ich, dass es schwierig und manchmal unmöglich sein würde, an Bilder von den Frauen und Kindern, die in der Sexindustrie arbeiten, zu kommen, und war dann überrascht über die Einstellung vieler Zuhälter und Bordellbesitzer. Die meisten ließen mich für eine paar Dosen Softgetränke für die Mädchen oder ein Bier für den Mann meine Fotos machen. Gele-gentlich war ich gezwungen, so zu tun, als wäre ich ein Freier und Geld zu bezahlen, um in ein Zimmer eines Bordells zu dürfen und die Mädchen ohne die Erlaubnis des Zuhälters zu fotografieren. Ich glaube, dass es ihnen ziemlich egal war, solange sie ihr Geld bekamen. Das war nichts, das ich gerne machte, aber es war manchmal die einzige Möglichkeit, an ein Bild zu kommen. Die meisten Mädchen ließen sich gern fotografieren. Ich glaube, dass sie dachten, dass es ihnen auf irgendeine Weise helfen würde. Ich hoffe das auf jeden Fall sehr. Das schlimmste Erlebnis auf meiner Reise war, als ich das Mädchen in China mit den Rasierklingennarben und den Zigarettenbrandwunden fotografierte. Sie war völlig zugedröhnt und strahlte ein Gefühl völliger Verzweiflung aus. Als ich sie in dem Raum zurückließ, war mir kotzübel, aber gleichzeitig hatte ich auch ein gutes Gefühl, weil ich ihr Bild hatte, um es der Welt zu zeigen. Solange über diese Form der Sklaverei keine Informationen und keine Bilder veröffentlicht werden, wird sie weiterhin vor dem Rest der Welt verborgen bleiben. Es muss noch sehr viel mehr getan werden, um das Leid von Millionen Frauen und Kindern auf der ganzen Welt zu beenden. Ich hoffe, dass meine Bilder einen kleinen Beitrag dazu leisten, diesen Sklaven der Armut zu helfen. NICK RAIN
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