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DOS & DON'TS


















BOYS Bei den Jungs dreht sich hier alles um das New Rave-Ding. Bedeutet: Absolut keine Gesichtsbehaarung und schnieke Frisuren (Standard ist hinten und an den Seiten kurz und ein kleiner Pony). Die Sweater sind riesig, man trägt sie fast knielang und in fluoreszierenden oder neonfarbenen, grafischen Mustern. Patrik Söderstam und Bernhard Willhelm sind ziemlich angesagt. T-Shirts sind entweder oversize oder extrem eng. Dieses Shirt stammt aus einem indischen Laden in einem Vorort von Stockholm, dessen Besitzer es noch nicht mal auf die Reihe gekriegt hat, seine Lieferungen auszupacken. Du kommst da rein, und es sieht aus, als wäre das sein Büro. Dann muss man selbst in den Kisten mit den Klamotten rumwühlen. Bei den Hosen haben hautenge Jeans die Nase vorn, Leggins sieht man auch, aber selten. Bestimmte Typen—hauptsächlich die Typen, die auf andere Typen stehen—tragen Herrentaschen.




GIRLS Gern getragen werden Bikinis statt richtiger BHs. Rückenaufnäher von Bands kommen auch wieder auf. Shorts sind nach wie vor ziemlich beliebt. Diese hier sind eigentlich schwarze Aerobic-Hosen. Wenn es kälter wird, steigen die Mädels auf chlorgebleichte Jeans mit kurzen Hosenbeinen und hoher Taille um. Das verleiht selbst den Dünnsten unter ihnen ein wenig Hintern. Hochtaillierte kurze Röcke sieht man auch oft. Ausgetragene T-Shirts mit Markenlogos oder albernen Tiger-, Adler- oder Katzen-Motiven sind sehr verbreitet. Hier steht „I Love Cats“ drauf. In Sachen Nylon gehen nur schwarze blickdichte Strümpfe. Weiche, flache Boots, die um den Knöchel herum etwas runtergehen, sind ziemlich angesagt; aber auch Biker Boots oder Vintage-Sneaker von Kellnerinnen in TGIF-Restaurants. Cheap Monday-Jeans liegen bei beiden Geschlechtern ziemlich weit vorne.
Fotos von Linnea Sjöberg, Models: Martin und Tanya






BOYS Das Motto lautet hier: Genügsamkeit. Jeder trägt Cheap Monday-Jeans und 5 Dollar teure Wayfarer-Imitate. Alte Levi’s sind Massenware und werden mit weißen T-Shirts, Hemden oder Unter-hemden kombiniert. Es gibt nur eine Regel: Sie müssen frisch aus der Packung sein. Jungs in Mel-bourne stehen auf den 1950er Jahre Fake-Tough-Guy-Look. Es gibt also eine Menge dieser dünnen schwarzen Schlipse auf Anzughemden mit verdeckten Knöpfen, hochgekrempelten Ärmeln und dazu eng sitzenden Black Jeans. Die Schuhe sind sehr spitz, dank der italienischen Schuhmacher-Legende Rocco, der in einem Laden hinter einem Bahnhof Schuhe individuell nach Kundenwunsch anfertigt. Typen aus Sydney sind eine völlig andere Geschichte. Es gibt dort mehr Farbe und die engen Jeans trägt man mit zu großen, bunten, grob gemusterten T-Shirts von Material Boy oder Ksubi.




GIRLS Momentan ist in Australien Sommer und deshalb sind Kleider die offizielle Uniform für Mädchen. Neutrale und einfarbige Kleider werden mit Button-verzierten Trägerhemden, hellen Tüchern, grobem und oft handgemachtem Schmuck kombiniert. Haare erfahren eine besonders intensive Zuwendung und dabei geht ohne Pony gar nichts. Die Beine sind nackig und tagsüber werden billige Flats, nachts Vintage Pumps getragen. Unser derzeitiger Lieblings-Aussie-Look ist ein Style, den wir Pastel City nennen. Er ist ziemlich mädchenhaft: leichte Baumwollkleider in Pastellfarben, eine chaotische Kindergarten-Frisur und süße Second Hand-Accessoires. Unser Model trägt ein Filipino-Schürzenkleid, einen Vintage-Gürtel, Tony Bianco-Schuhe, gebrauchte Papageien-Ohrringe und ein Medaillon, das sie von ihrer Mum zu Weihnachten bekommen hat.
Fotos von Jonathan Tillet De-Mallory, Models: Ligaya und Thom

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