BOYS Die Typen hier sind in letzter Zeit etwas haarig unterwegs. Man sieht zunehmend lange, fast kinnlange Locken. Was es immer noch gibt (aber nicht mehr lange) sind Alt-Herren-Hüte wie Schlapphüte, Filzhüte, und Bee-Bops. Jeans sind meistens dunkel, raw denim und hauteng. Manche Typen mögen sie dermaßen skinny, dass sie mittlerweile Mädchen-Jeans kaufen. Oben rum sind All-Over-Prints der Hit, und man sieht sie wirklich überall: auf Hoodies, Schuhen, Jacken und Hüten. Im Gegensatz zu den XXXL-Shirts vor einiger Zeit, trägt man jetzt wieder passende Hemden. Converse liegen so sicher und zeitlos im Trend, wie im Meer Wasser ist. Chucks und Dunks sieht man eigentlich nur noch in der Lower East Side. In Sachen Accessoires tragen die Herren in New York Palitücher oder jeden beliebigen anderen Schal, der endlos lang ist. So kann das echt nicht weiter gehen.
GIRLS Die Haare sind entweder ziemlich lang und zerzaust à la Jane Birkin. Oder sie sind im Flapper-Style der 20er Jahre kurz geschnitten. Das typische Partykleid ist hier aus der Mode gekommen. Jetzt tragen die Mädels T-Shirts und Bäuerinnenkleider. Sie sind lang, fließend und irgendwie formlos. Man scheint außerdem beschlossen zu haben, dass Sportklamotten zu jeder Tageszeit angezogen werden sollten. Girls tragen Leggins zu Allem: zu Shorts, Kleidern, Röcken … sogar einfach nur so, als Hosen. Knöchelhohe Stiefeletten sind angesagt, überraschenderweise gilt für Plateauschuhe das Gleiche. Große Taschen eignen sich wunderbar zum Transportieren eines zusätzlichen Paars Schuhe oder eines Sweaters. Zum Thema Schmuck: Lange Ketten sind groß, und die Ladys hängen sich so viel Zeug um, wie sie können. Egal, ob es zusammen passt.
Fotos von Thalia Mavros, Models: Matt und Samantha
BOYS Dieses New-Rave-Day-Glo-Zeug von den Klaxons stirbt langsam aus, weil es die ganze Welt kopiert. Stattdessen tragen die Typen jetzt eher Dunkelbraun, Schwarz und Grau, tunen das Ganze aber mit komischen Shorts oder Schals und pinkfarbenen Socken etwas auf. Cardigans sind ziemlich in, egal ob Vintage-Style aus den 50ern oder Teile Marke „hat-mir-meine-Mama-gestrickt“. Genauso angesagt sind Slipper von Merc oder Halbschuhe von Trickers. Die Leute hier fangen an, das Label Aquascutum als eine Art Burberry für Rowdys mit Köpfchen zu etablieren. Bei Grime-Kids hingegen sieht man nur schwarze Stone-Island-Jacken. Hautenge schwarze oder weiße Jeans sind ein Muss für so ziemlich jeden, sogar Rap-Kids tragen engere Hosen. Typen die in Bands spielen, haben Schuhe in verrückten Farben und mit Gold-Besatz aus Boutiquen für afrikanische Herrenmode.
GIRLS Ecstasy und Ketamin sind wieder mächtig im Kommen, weil das Koks aus London so schlecht und teuer ist. Also tragen die Londoner Girls viel zu große, weiße Katherine Hamnett-Shirts, auf denen in fetten, schwarzen Buchstaben „Love“ steht. Dazu gibt’s dann 8-Loch-DocMartens und Leggins. Das Ganze kann aber auch mit einem schwarzen Hoodie kombiniert werden. Latzhosen, kurze Shorts, Babydoll-Kleider zu großen Taschen und maßgeschneiderten Hochwasserhosen kommen auch gerade wieder. Weitere Looks sind zum Beispiel ein von Horror-Ästhetik beeinflusster Neo-Grufti-Vibe, der die Mädels so aussehen lässt wie Wednesday Addams oder ein Vintage-Chav-Look im Stil von Lily Allen (soll heißen: 90er Jahre Nike Air Max mit weißen Jacken). Haartechnisch ist der „ich-bin-gerade-aufgestanden-und-gestern-mit-einer-Ladung-Schaumfestiger-auf-dem-Kopf-eingeschlafen“-Look aktuell.
Fotos von Guy Stephens, Models: James und Nova
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She shows up at the bar wearing a Mexican blanket thing and carrying a Borges book, wagging her finger in your face for still being out at 4 AM on a Tuesday. And what do you do? Follow her home like a puppy while your friends belittle you. Because look at her. KOMMENTARE/VERGR÷SSERN ALLE SEHEN
The only way you can get through your day and live with the fact that these homeless infants from the Hip-Hop Daycare are more than a Nickelodeon cartoon is to tell yourself this photo is from Napoli or something and would never happen here.