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DOS & DON'TS
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![]() FOTOS: GUY STEPHENS STYLING: NOVA DANDO ASSISTENZ: PEGAH FARAHMAND Vor zwei Jahren bestand die Musikszene East Londons aus einer Clique von Arschgeigen, die nichts Besseres zu tun hatten, als in Whitechapel den ganzen Tag Crack zu rauchen. Sie trugen Netzhemden und Filzhüte und spielten Instrumente wie Banjos auf der Bühne. Es hörte sich so an, als würde Lonnie Donegan The Clash covernwirklich fies. Der New Musical Express taufte das Ganze die „London’s Burning“-Szene. Allerdings war das Feuer schon erloschen, bevor es überhaupt richtig losging, und zwar bei einem desaströsen Fotoshooting am Buckingham Palace, bei dem Martin Tomlinson von Selfish Cunt sich mit dem einzig talentierten Typen der ganzen Truppe, nämlich Pete Doherty, ein Wrestling Match im Pferdemist lieferte. Heute sind diese Bands entweder verschwunden oder ihre Mitglieder arbeiten wieder im Virgin Megastore. Sie wurden von einer neuen Welle von psychedelischen, offbeat, Punk/New Wave-Bands verdrängt, die sich wie hyperaktive Kleinkinder kleiden, die man mit zehn Euro in eine Boutique voller verrückter Outfits aus den letzten 50 Jahren Musikgeschichte geschickt hat. Hier erfahrt ihr, wer sie sind:
Schlüsselsong: „Gravity’s Rainbow“ JACK PENATE Jack ist ein seltenes Gewächs unter den britischen Singer-Songwriterneiner, der sich ausnahmsweise mal nicht nach dem Geflenne von Coldplay anhört. Stattdessen macht er Musik, die man als „sensible“ Version von The Jam beschreiben könnte. Er sieht aus wie eine Figur aus Charlie Brown, die sich in eine Anime-Version von Oliver Twist verlaufen hat. Vom Basecap-Hersteller New Era ist gerade ein Signature Cap von Jack Peñate herausgekommen. Seltsam. Schlüsselsong: „Second Minute or Hour“ KATE NASH Sie sieht ein bisschen so aus, als würde sie eine weitere von diesen Joanna Newsom-Elfen werden, hört sich aber so an wie Hazel O’Connor auf Minimalist-Pop mit Akustikgitarren. Ihr Sound ist wirklich seltsam, aber niedlich. Metronomy hat gerade eine Single mit ihr gemacht, und Lily Allen kriegt sich gar nicht mehr ein: Ständig erzählt sie in Interviews, wie „fucking amazing“ Kate ist. Schlüsselsong: „Caroline’s a Victim“ MAN LIKE ME Hinter Man Like Me steckt der 21-jährige Johnny Langer, dessen Vater Clive an Platten wie Bona Drag von Morrissey und One Step Beyond von Madness mitgearbeitet hat. Er macht verrückten, psychedelischen Dance-Pop, der so klingt, als hätten ein paar Grime-Kids einen Haufen Acid geschluckt und hätten danach in einem Laden abgegangen, der Sportklamotten an Leute verkauft, die in dein Haus einsteigen, um Geld für Drogen zu klauen. Schlüsselsong: „Oh My Gosh“ LOU HAYTER Lou ist 26 Jahre alt und spielt Keyboard in einer Band namens New Young Pony Club. In den nächsten Monaten wird sie ihre, mit Hilfe der Backing Band New Sins aufgenommene Single „It Doesn’t Work Like That“ veröffentlichen. Sie mastert das Stück im Studio von Trevor Horn … von diesem Typen stammen die ganzen Hits von Frankie Goes To Hollywood, außerdem hat er „Video Killed The Radio Star“ geschrieben. Ungefähr jeder in London ist in Lou verknallt. Schlüsselsong: „It Doesn’t Work Like That“ ZUSAMMENGETRAGEN VON VICE-STAFF
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