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DOS & DON'TS
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Vice: Woher kommst du? Verkäuferin [rechts]: Ich komme aus Liuzhou, einer kleinen Stadt in der Provinz Guangxi. Welche Unterschiede gibt es im Vergleich zu Frankreich? In Guangxi sind die Sachen viel billiger als hier, aber dafür gibt es hier mehr Auswahl. Liuzhou ist einfach zu klein! Gefällt dir das Leben in Paris? Ja, vor allem das Wetter. Es ist hier viel angenehmer als in China, besonders im Sommer. Was verkaufst du? Hauptsächlich Fantasie-Schmuck. Klingt ausgefallen. Ist der Schmuck echt? Wie meinst du das? Wir sind offizieller Großhändler für einen chinesischen Exporteur, klar sind die Sachen echt! Gefallen dir die Sachen, die du verkaufst? Ja, sie gefallen mir. Aber um ehrlich zu sein, bin ich hier nur Praktikant.
Little Chinatown in Marzahnin einer riesigen Markthalle im Osten der Stadt verkaufen hunderte von asiatischen Händlern gefälschte Klamotten, chinesische Filme und Taschenrechner, die aussehen wie Pandabären. Vice: Woher kommst du? Feng: Ich komme aus einer kleinen Stadt in der Nähe von Shanghai. Ich bin 32 Jahre alt und lebe schon seit sechs Jahren in Deutschland. Als was hast du in China gearbeitet? Eigentlich bin ich ausgebildete Krankenschwester und würde das auch gerne in Deutschland machen. Aber leider ist mein Deutsch zu schlecht. Darum verkaufe ich Designer-Mode und Schmuck. Wie ist es, jeden Tag mit Hunderten von asiatischen Händlern zu konkurrieren, die genau das Gleiche verkaufen? Die Konkurrenz ist sehr groß. Jeder Tag ist ein harter Kampf, und Stress gehört zu meinem Alltag.
Vice: Woher aus China kommst du? Jin Ruihong: Zhejang, in der Nähe von Shanghai. Worin liegt der Unterschied zwischen Italien und China? Alles ist anders, die Kultur, die Menschen. Wir leben nun schon seit zehn Jahren hier und merken noch immer viele Unterschiede. Auch innerhalb der chinesischen Community, weil sie einfach so groß ist und Menschen aus ganz China hier sind. Gefällt es dir hier? Es geht so. Die Kommunikation ist das größte Problem. Viele Chinesen sprechen kein Italienisch, und nur sehr wenige Italiener sprechen Chinesisch. Außerdem wird man ab und zu rassistisch angefeindet. Einige Italiener behandeln uns freundlich, andere weniger. Was verkaufst du hier? Alle Sachen sind „Made in China“. Wir importieren die Waren und verkaufen sie. Wir haben Verträge mit Fabriken in China. Wir sagen ihnen, was sie herstellen sollen, sie produzieren es für uns, dann importieren wir es und verkaufen es hier in Italien. Hauptsächlich sind es Woll- und Seidenschals.
In Yokohama befindet sich die größte Chinatown in Japan, und die ist sehr touristisch. Seit der Eröffnung des Chinatown-Bahnhofs 2004 ist hier mehr los als je zuvor. Seither hat die Polizei illegale Geschäfte hoch genommen, damit der Ort für die tausenden Japaner, die hier täglich mit der Bahn unterwegs sind, sicherer ist. Die Chinesen in Japan kann man wohl als die vorsichtigsten Menschen auf der Welt bezeichnen. Kann man es ihnen verübeln? Schon mal was von Grausamkeiten wie dem „Massaker von Nanking“ gehört?Wir hatten ernsthafte Verdauungsschwierigkeiten. Aber mit dem Verkauf gefälschter Louis Vuitton-Handtaschen und Gürtel lässt sich in Yokohama eben doch der ein oder andere Yen verdienen, und das übernehmen die Chinesen gerne. Aber sie scheinen nicht so gerne darüber zu redenwir haben jeden Shop besucht, und jeder Shop erteilte uns eine Absage (meistens von fuchtelnden Armen und bösen Blicken begleitet). TO BE CONTINUED: CHINA WORLD | 1 | 2 | 3 | 4 | Next> | ||||||||||||||||||||||||||||||