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DOS & DON'TS
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![]() Es macht Spaß, ein Mädchen zu sein. Wir können die ganze Zeit kichern, heulen, hysterische Anfälle bekommen, Tagebuch schreiben, aus unseren Vaginas bluten, uns um Dinge Sorgen machen und müssen uns dabei nicht blöd vorkommen. Wir dürfen sogar wählen, hurra! Also Jungs, bevor ihr jetzt anfangt, uns als „dumme Schlampen“ zu bezeichnen (wir wissen, wie gern ihr das macht), solltet ihr euch darüber im Klaren sein, dass wir die Probleme kennen, die entstehen, wenn man irgendwelche essenziellen Vermutungen über die Geschlechter anstellt. Wir wissen, dass es nicht die Biologie ist, die uns vorschreibt, wie wir sind, sondern die Gesellschaft. Schließlich haben wir an liberalen geisteswissenschaftlichen Fakultäten studiert. Wenn du also ein Mädchen bist und am liebsten Autos reparierst und Fußball spielst, ist das gut so. Wir können tun, was wir wollen. Und jetzt wollen wir euch die Dinge auflisten, die wir am Mädchensein lieben und hassen. Girl Power! (Kleiner Scherz.)
Wenn wir Mädchen sitzen gelassen werden, ziehen wir uns zurück und geben uns selbst die Schuld, weil wir glauben, nicht hübsch genug zu sein. Das ist unser Problem, schon klar. Typen hingegen gehen mit Sprüchen wie „Frauen stehen auf Arschlöcher, aber aus netten Jungs wie uns machen sie sich nichts!“ hausieren. Diese grandiose Weisheit hat sich wie eine La-Ola-Welle bei einem Bayern München Spiel verbreitet, und bevor wir uns versahen, war sie in Stein gemeißelt. Weil Typen Dinge in Stein meißeln können, sie haben die Kraft dazu. Wir mögen es nicht, wenn ihr unseren Kopf in Richtung Hosenstall schiebt, weil ihr einen Blowjob wollt. Aber genauso wenig stehen wir darauf, wenn ihr rumheult und schlechte sentimentale Gedichte schreibt oder pastellfarbene Porträts von uns malt. Das Problem ist, dass es zwischen dem Ozean aus totalen Arschlöchern und der Bucht, in der die Weicheier zu Hause sind, nur eine schmale, wadentiefe Übergangszone gibt. Deswegen sind wir, wenn wir Lust auf Sex haben, manchmal gezwungen, das zu nehmen, was wir kriegen können. Im Prinzip wollen wir alle dasselbe: guten Sex und Spaß. Also lernt gefälligst, wie man sachgemäß eine Muschi leckt und studiert ein paar Zeilen aus den Comedys von Will Ferrell ein. Und zwar so, als würde euer Leben davon abhängen. Denn das tut es. Siehe auch: Alice Schwarzer, Angela Merkel, Andy aus Pretty in Pink, Anus, Arschgeweihe Was soll das Theater um diese Dinger? Wir haben nie verstanden, warum wir eine halbe Monatsmiete für ein paar Schuhe hinlegen sollen, also haben wir auch keine Ahnung davon, und wisst ihr was? Es ist uns ziemlich egal. Habt ihr jemals einen Fuß nach ein paar Stunden in so einem Schuh gesehen? Kein schöner Anblick, egal wie teuer der Schuh ist. Es sieht ungefähr so aus, als hätte man fünf schwitzende, fette Kerle in eine Telefonzelle gestopft. Sie sind rot, geschwollen und stinksauer. Wir mögen Absatzschuhe. Sich aufstylen macht Spaß. Aber was wir nicht mögen, sind Überbeine und Zehen, die früher oder später wie die Finger von Teenwolf aussehen. Einigen wir uns darauf, High Heels für Museumsgala oder private Stripeinalgen aufzuheben und Mokassins noch mal eine Chance zu geben. Sie sind sexier als man denkt. Siehe auch: Babys, Backen, Blasen, Blasenentzündung, Biologischer Determinismus
Falls ihr es nicht mitbekommen habt, „Chick Lit“ heißt in der Büchersprache Literatur, die von Frauen für Frauen geschrieben wurde, die sich gerne wie kleine Mädchen verhalten. Wir haben versucht, das gut zu findenleider vergebens. Warum? Weil diese Bücher normalerweise von normalen Mädchen handeln, die normale Jobs haben und versuchen mit ihren normalen Karrieren voranzukommen. Was soll das? Diese „Literatur“ ist voll von Klischees und abgedroschenen Formulierungen. Manchmal geht es in den Büchern um reiche Frauen, die Kindermädchen haben und vielleicht schreiben die sogar Tagebuch! Das soll uns dann ebenfalls interessieren. Ein für alle Mal: Das tut es nicht! Siehe auch: Cellulite, Chauvinismus, Chefinnen, Chefs Wir wissen, dass uns das keiner abnimmt, aber egal: Diet Coke schmeckt einfach besser als die normale Cola. Deswegen trinken wir sie. Siehe auch: Diäten, Dildos, Dorfmatratze Zeit für ein bisschen Statistik-Spaß! Hier sind ein paar Zahlen, die wir auf hungrig-online.de gefunden haben: Die durchschnittliche deutsche Frau ist 1,65m groß und wiegt 67,3 Kilo. 700.000 Personen leiden an Magersucht oder Bulimie, davon sind 90% weiblich. Nur 25% der Magersüchtigen werden geheilt, und 16,8% der Fälle führen zum Tod. Deprimiert? Iss ein großes Stück Donauwelle, dann fühlst du dich besser. Spaß beiseite. Willst du dir wirklich vom Fernsehen und ein paar Modezeitschriften diktieren lassen, dass du fett und wertlos bist? So blöd bist du doch nicht. Deswegen: Wenn du dich verhältst, als wärst du toll, werden die Leute dich auch toll finden. Und wenn es sein muss, kannst du immer noch so tun, als wärst du es. Das machst du so lange, bis es wirklich so ist. Siehe auch: Ehrenmorde, Ejakulat, Emanzipation, Essentialismus vs. Konstruktivismus,Eva Hermann CONTINUED THE VICE GUIDE TO GIRLS | 1 | 2 | 3 | 4 | Next> |