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DOS & DON'TS










Foto von Christoph Voy





er weiße, jüdische Rapper, um den es hier geht, hat sich einst in seiner jugendlichen Rebellion verloren. Er lebte auf der Straße, war von Heroin abhängig und musste deshalb seinen Körper verkaufen. Bob Dylan-Zitate, wie „If you wanna live outside the law you gotta be honest“, hat ihm seine Mutter mit auf den Weg gegeben, für die er mit 14 angefangen hat, Dope zu verticken. In Kalifornien fallen dem kleinen charismatischen Mann die Frauen reihenweise um den Hals und freuen sich über die „Thank You“-Tätowierung oberhalb seines Genitals. Nüchtern ist er ein interessanter und sympathischer Gesprächspartner, mit Anstieg seines Pegels steigt aber auch seine Lust auf mehr Kontakt mit seinem Publikum, wobei ihn die Anwesenheit seiner Freundin nicht bremst.

Vice: Wie viele Frauen hattest du bis jetzt?

Mickey Avalon:
Nicht allzu viele. Ein paar Hundert. Das klingt jetzt viel, aber ich war nicht in alle verliebt. Sex kann wie Sport sein. Ich versuche das zu lassen. Ich liebe Frauen, ihre Körper und ihre Persönlichkeiten.

Hast du eine gute Dreier-Geschichte für mich?

Ich weiß nicht, ob sie gut ist, aber ich hab da was Lustiges. Vor einem Jahr war ich mit zwei Mädels und meinem besten Freund Simon Rex a.k.a. Dirt Nasty unterwegs. Sein Schwanz hat mich übrigens zu The Simple Life gebracht, weil er Paris Hilton gefickt hat. Naja, zurück zu der Geschichte: Er hat also mit einer rum gemacht, und ich war so fertig, dass ich mich hauptsächlich darauf konzentriert hab zu funktionieren. Danach meinte Simon: „Du Arschloch, die ganze Zeit hab ich versucht, dir einen High Five zu geben!“ Ich wünschte, ich hätte wenigstens einmal hoch geguckt, aber die Mädchen waren überaus glücklich, dabei zu sein. Also, ich hab schon viel Energie, und ich könnte auch mehrere gleichzeitig bedienen. Auf der Bühne sind es gewöhnlich so zehn.

Welche Farbe hat deine Seele?

Fuck. Ist das nicht klar? Auf jeden Fall nicht schwarz. Ich möchte, dass sie leuchtet. In einer tollen Nacht brennt sie.

Magst du’s, wenn man dein Arschloch leckt?

Wenn man sich kennt und miteinander vertraut ist … Ich möchte aber nicht, dass eine Fremde meinen Arsch leckt. Ich glaube, jeder mag es, sein Arschloch geleckt zu bekommen, weil es eine erogene Zone ist. Bei Fremden lecke ich nichts unterhalb der Gürtellinie, weil das einfach zu intim ist.

Ist es schlimmer eine männliche Nutte zu sein?

Es ist immer scheiße, wenn du dich unter Wert verkaufen musst. Ich glaube, es ist schlimmer für Frauen, weil eine Frau innerlich an einen viel dunkleren Ort gehen muss, um so etwas zuzulassen. Auf der anderen Seite holen sich Frauen keine Stricher. Wenn Männer also mit Männern zusammen sein müssen und das nicht ihrer sexuellen Orientierung entspricht ... Naja, es ist einfach immer beschissen.

Wovor hast du Angst?

Vor mir selbst. Ich wünschte, ich hätte wie normale Menschen Angst vor dem Tod oder so, aber ich bin wirklich der Einzige, der mich selbst richtig austricksen kann.

YELENA YAKOPIN
Mickey Avalons Debütalbum wird bei Universal erscheinen.