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DOS & DON'TS












FOTOS UND TEXT VON TANYA HABJOUQA




n Ost-Jerusalem leben ungefähr 6.000 Junkies. Dieses Gebiet wurde durch Israel während des Sechstagekrieges von Jordanien erobert (oder zurückerobert). Die arabische Autonomiebehörde hat, im Gegensatz zum Westjordanland und Gaza-Streifen, keine Kontrolle über diese Region. Somit fehlt ihnen hier komplett die soziale und gesetzliche Autorität. Zusätzlich hat die israelische Polizei die Hände voll damit zu tun, blutige Auseinandersetzungen im Westjordanland zwischen Palästinensern und jüdischen Siedlern zu verhindern. Kurz gesagt: sich um ein paar arabische Heroinabhängige zu kümmern, steht auf beiden Seiten nicht wirklich oben auf der Prioritätsliste.


Den Großteil der Ost-Jerusalemer Junkies findet man in der Altstadt—ein einzelner Quadratkilometer, in dem sich die Klagemauer, die Todesstädte von Jesus und Mohammed befinden, sowie knapp 35.000 Juden und Araber aufhalten. Hier schnorrt sich Hassan seit 17 Jahren durchs Leben.


Omar und sein Kumpel warten auf einen Fix in einem Herionloch außerhalb Shuafats, einem Flüchtlingslager in der Nähe des israelischen Checkpoints zu West-Jerusalem. In dieser runtergekommenen Hütte befinden sich, egal zu welcher Zeit, fünfzig Männer, alle unterschiedlich alt und alle beim Rauchen oder Spritzen.

CONTINUED:
HEILIGES HEROIN
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