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DOS & DON'TS
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Melissa und Thomas haben beide eine koffein-, fett- und natriumreiche Ernährung, die wenige Ballaststoffe enthält. Das sind alles Risikofaktoren für Herzkrankheiten, verschiedene Arten von Krebs und viele andere Probleme. Sie sollten in der Mittagspause etwas mehr Obst und Gemüse essen. Ich weiß, wie es ist, in einem stressigen Büro zu arbeiten, aber wenn sie sich nur zehn Minuten Zeit nehmen würden, um sich mit ein paar Karotten oder Trauben zu versorgen, die sie während der Arbeit knabbern könnten, dann würde es ihnen deutlich helfen, etwas mehr Ballaststoffe zu kriegen. Keiner von beiden erreicht auch nur annähernd die empfohlenen fünf Portionen Obst und Gemüse pro Tag, das ist schon sehr bedenklich. Zwischen ihren Mahlzeiten liegen lange Pausen, was bei mir den Eindruck erweckte, dass sie, sobald sie im Büro sind, nur noch ihre Arbeit im Kopf haben. Mit Anfang zwanzig macht man sich kaum Gedanken, welche Gesundheitsrisiken einen später erwarten, aber all diese Faktoren bestimmen dein späteres Leben. Beide werden mit dreißig zum Arzt gehen und feststellen, dass ihr Blutdruck etwas höher
Und dann, mit 40, wenn sie längere Zeit das Gleiche gemacht haben, bekommen sie hohen Blutdruck und Diabetes. Da sie wenig Obst und Gemüse und gleichzeitig viele fetthaltige Dinge essen, erhöhen sie stetig die Gefahr von Herzkrankheiten, Krebs, Bluthochdruck, Diabetes … und all diese chronischen Krankheiten werden später richtig teuer. Aus ernährungswissenschatlicher Perspektive kann man sagen, dass sie beide in fünf bis zehn Jahren große Schwierigkeiten damit haben werden, ihre Essgewohnheiten umzustellen. Besonders Melissa muss mehr Ballaststoffe zu sich nehmen. Statt irgendwelcher Nahrungsergänzungspillen sollte sie einfach mehr Obst und Gemüse essen. Der beste Weg, mehr Ballaststoffe zu sich zu nehmen, ist nicht durch Tabletten, sondern über natürliche Lebensmittel. Als Frau hat sie ein erhöhtes Osteoporose-Risiko, ich kenne ihre Familiengeschichte nicht, aber sie isst auch viel zu wenig Milchprodukte. Sie könnte etwas dafür tun, indem sie zwischendurch mal einen Joghurt isst oder morgens ein Glas Milch oder eine Schüssel Müsli. Das geht schnell und einfach. Am ersten Tag hatte sie morgens nur ein Glas Orangensaft und einen Kaffee und keine richtige Mahlzeit bis halb drei, das bringt den Stoffwechsel durcheinander, egal ob Frau oder Mann. Wenn sie die Zeit für einen Kaffee hat, wäre es wirklich hilfreich, wenn sie statt Kaffee oder Saft einen Becher Joghurt zu sich nimmt. Wenn sie Milchprodukte wegen dem Milchzucker vermeidet, sollte sie wissen, dass Joghurt und Käse keinen hohen Milchzuckergehalt haben. Bei Milchprodukten wie Eiscreme sollte sie eher Bedenken hegen. Sie kann auch Sojamilch und Sojajoghurt nehmen, das ist egal, aber sie braucht wirklich etwas Kalzium. Alles, was sie isst, sind natrium- und fetthaltige Lebensmittel ohne viele Ballaststoffe, dazu trinkt sie viele koffeinhaltige Softdrinks und Kaffee. Es gibt Sachen wie Brezeln, die sie lieber knabbern sollte als Kartoffelchips. Oder Weizenbrot und eine kleine Packung Haferbrei zum Frühstückall das wäre besser als Chips, das sind nur fettige Kalorien. Sie nimmt eine Menge Flüssigkeit über den Tag auf, aber die kommt meistens von koffein- und natriumhaltigen Getränken wie Kaffee, Cola und Biernicht viel Wasser. Sie sollte es wirklich mal mit mehr Wasser oder fettarmer Milch probieren, in ihrem Fall könnte das Sojamilch oder Lactaid sein (beides wäre ebenfalls hilfreich, um etwas Kalzium zu bekommen), Fruchtsäfte oder Diät-Cola. Wenn sie schon Softdrinks trinkt, dann sollte sie wenigstens die Diät-Varianten wählen, da sie weniger Zucker enthalten, es sei denn gesundheitliche Gründe sprechen dagegen. Bei Thomas sorgen mich am meisten die langen Pausen zwischen den Mahlzeiten. Den ersten Tag aß er um eins und dann nichts mehr bis neun Uhr abends, von einem süßen Törtchen und einem Red Bull mal abgesehen, dass sind beides nur leere Kalorien. Energydrinks enthalten Kohlenhydrate (das ist die Energie), aber keine sonstigen Nährstoffe, die der Körper braucht. Am zweiten Tag war es besser, da aß er um halb zwölf und dann wieder um fünf, aber es sollten nicht mehr als vier Stunden zwischen den Mahlzeiten liegen, dann beginnt der Körper nämlich zu hungern, was dazu führt, dass man mehr und schneller isst. Viele seiner Mahlzeiten nahm er auch spät abends ein. Es wäre besser, wenn er um sieben oder acht das letzte Mal isst, und falls er dann noch Hunger bekommt, kann er sich einen kleinen Snack machen wie Brezeln und Milch, das würde seinem Körper noch einige nützliche Nährstoffe verabreichen. Positiv zu vermerken ist die große Menge Wasser, die er zu sich nimmt, und eine große Menge an Flüssigkeit allgemein, das ist sehr gut. Es wäre besser, den Bier- und Kaffeekonsum etwas zu reduzierenden Kaffee natürlich Schritt für Schritt, damit er von dem Entzug keine Kopfschmerzen bekommt. Was das betrifft, fiel mir auf, dass er am ersten Morgen zwei Ibuprofen-Tabletten eingenommen hat und dann bis 13.00 Uhr nichts mehr. Medizin auf leeren Magen zu nehmen, kann generell problematisch sein, aber gerade Ibuprofen ohne etwas zu essen kann ernsthafte Magen-Darm-Probleme verursachen. Vielleicht waren seine Kopfschmerzen, wegen denen er die Tabletten überhaupt genommen hat, sogar durch Hunger verursacht. Wenn er nach dem Aufstehen etwas Anständiges gegessen, statt bis zum Mittag zu warten, und so seinen Körper in den richtigen Rhythmus gebracht hätte, dann wären die Kopfschmerztabletten vielleicht gar nicht nötig gewesen. Bier ist eine feine Sache, aber es besteht auch hauptsächlich aus leeren Kalorien. Wenn er so gerne Bier mag und regelmäßig mehr als zwei oder drei Flaschen am Tag trinkt, dann sollte er entweder zu einem Light-Bier wechseln oder seinen Konsum reduzieren und nur gelegentlich mal ein Bier zum Genuss trinken. Eine Portion Alkohol ist eine Dose Bier, ein Glas Wein oder ein Gläschen Schnaps. Die maximale Menge für einen Mann, bevor es ungesund wird, sind zwei Portionenfür Frauen eine. Wer diese Grenze regelmäßig überschreitet, riskiert Herzkrankheiten, und während Rotwein wenigstens Antioxidationsmittel enthält und vor bestimmten Krebsarten schützen kann, erhöht der Konsum von Bier und Likör das Krebsrisiko. Am ersten Tag hat er sich wirklich gut ernährt, mit Spinat und Ananas und Baklava mit Walnüssen (obwohl das Baklava selbst viel Fett enthält, sind die Walnüsse sehr nährstoffhaltig), aber er könnte auch bei den Ballaststoffen noch zulegen. Am zweiten Tag hatte er ein vegetarisches Chili, es gibt also gute ballaststoffreiche Mahlzeiten in seiner Ernährung, aber wenn er mal so eine isst, dass meistens nur eine einzige und dazu noch spät am Abend. Es wäre äußerst hilfreich, die Mahlzeiten über den Tag zu verteilen und etwas mehr Obst und Gemüse dazu zu essen. Thomas hat insgesamt ein ähnliches Risikoprofil wie Melissa, aber sie hat den Vorteil, dass sie bis zum Beginn ihrer Wechseljahre ein geringeres Risiko für Herzkrankheiten hat. Durch ihre Ernährung sind beide den gleichen Risiken ausgesetzt, aber Männer profitieren nicht von der schützenden Wirkung der Östrogene. Folglich wird Melissa von ihrem hohen Cholesterinspiegel nichts merken bis sie 40 oder 50 ist, aber natürlich ist es mit 40 noch weitaus schwieriger seine Essgewohnheiten umzustellen als mit 20 oder 30. Am einfachsten ließen sich die Risiken reduzieren, wenn sie den Obst- und Gemüseanteil in ihrer Ernährung erhöhen und zwischen den Mahlzeiten keine acht Stunden Pause machen würden. Während du arbeitest braucht dein Körper auch was zu Essen, und zwar was Gesundes. KEECHA HARRIS, PhD, RD
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