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Eines dieser Projekte in Bukarests ultra-brutaler Jilava-Vollzugsanstalt hilft den Häftlingen, ihre Frustration in Musik zu verwandeln. Kürzlich hörte ich Boiled Shit, Fried Shit: All The Same, eine beeindruckende Compilation von verschiedenen Bands aus diesem Projekt. Wir konnten ein Interview mit Tommeck Eftimescu arrangieren, einem der Leute von diesem Tape, der immer noch einsitzt. Tommeck singt bei Electric Skull, einer Hardcoreband, die klingt, als ob Suicide frühe Exploited-Songs covern. Vice: Hattest du schon vor dem Knast mit Musik zu tun? Tommeck: Nein. Ich war in einer Punkgang und prügelte mich lieber, aber ich hab damals schon Oi!- und Hardcore-Sachen gehört, wie GBH, Hoxton Rejects und Multiple Stab Wounds. Mit der Musik heute kann ich nichts anfangen, ich sitze schon 15 Jahre. Ziemlich ungewöhnlich für Musik wie die eure, dass ihr nur Keyboards verwendet. Bogdan und Virgiliu spielen beide über ein altes Kassettenradio, das auf volle Lautstärke gestellt ist. Gewalt hat ihre eigenen Werkzeuge. Wie auf der Straße. Gitarren dürfen wir hier nicht haben, weil man mit den Saiten Tattoos machen kann. Wie geht denn das? Man kann sich aus einer Kugelschreiberhülle und einer Büroklammer oder Gitarrensaite eine Tätowiermaschine bauen. Die Aufseher finden, dass das Selbstverstümmelung ist und haben Angst, dass wir uns zu einer Gang gehören. Was bedeuten deine Tattoos? Diese fünf Punkte zwischen Daumen und Zeigefinger bedeuten „eu intre patru pereti“ („ich in vier Wänden“). Das Spinnennetz auf meinem Ellenbogen habe ich mir durch Mord verdient. Hier oder draußen? Nicht hier, in Timisoara. Ich musste meinen Leuten Loyalität beweisen, sie haben mir ein anderes Mal geholfen. CARL HOLMES Das Compilation-Tape Boiled Shit, Fried Shit: All The Same wird von der rumänischen Organisation „Victims of Violence“ vertrieben. |
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