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DOS & DON'TS
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Mehr Konsumenten heißt auch mehr Dealer. Die Crack-Deal-Kette bestand einst nur aus Yardies (Jamaikanern), Scousern (Liverpoolern) und East End-Gangstern. Doch in letzter Zeit übernehmen zunehmend fundamentalistische Gangs den Handel, einige von ihnen so skrupellos, dass sie sogar zweijährige Kinder für ihre Zwecke missbrauchen. Das sind jene netten Zeitgenossen, die auf dem Schwarzmarkt Videos mit Kriegsgrausamkeiten kaufen und sich mit den Leuten solidarisieren, die arme Arbeiter mit kleinen Bomben aus Jean Paul Gaultier-Parfümflaschen in Stücke sprengen (sie benutzen dieses Parfüm, weil es in Metallflaschen verkauft wird und wenn es explodiert, wird es zu einer fiesen X-Men-Splittergranate). Die Yardies haben es noch auf die gute alte Tour gemacht. Sie ließen die Leute in ihren gruseligen verfallenen Häusern vorbeikommen, in denen es immer nach alten vergammelten Käsesocken roch und verkauften ihnen kleine Beutel mit Crack. Nur waren sie ständig nervös, weil diese Häuser oft überwacht wurden. Aber die ganzen Raggapartys und Prostituierten waren eine Art Werbegeschenk von ihnen. Die Moslem-Dealer sind weitaus gerissener, sie unterwandern die Yardies und übernehmen den Handel. In East London gibt es eine Straße namens Brick Lane. Oft wird sie auch Curry Mile genannt. Ein indisches Festmahl dort kostet fast nichts und du kannst nicht anders, als dich zu fragen: „Wie können die diese ganzen Angestellten eigentlich bezahlen und trotzdem noch was verdienen?“ Ganz einfach, sie klauen den Yardies die ganze Kundschaft, indem sie Crackbeutel wie den auf dem Bild hier verkaufen und ab und zu sogar noch Fellatio anbieten! Die Wahrscheinlichkeit, beim Kauf von Samosa in einem Curry-House in der Brick Lane verhaftet zu werden, ist gleich null. Nicht mal wenn der Samosa mit 35 Beuteln Crack und Heroin vollgestopft ist. Die Polizei ist so nervös im Umgang mit Moslems (dank den Attentaten vom 7. Juli), dass die Kleindealer ihren ganzen Shit von ihnen kaufen können. Peace! Ein Samosa oder Zwiebelbahji mit Füllung kostet etwa 250 Pfund, die Gewinnspanne beträgt etwa 200 Pfund. Man kann es ihnen nicht mal übel nehmen. Der 15-jährige Moslem, der uns diesen Samosa verkaufte, sagte nur: „Der Koran verbietet eine Menge Dinge. Für einen westlichen Europäer ist das alles, was er sieht. Die Verbote was Frauen und Ernährung angeht. Den Code können sie nicht verstehen, weil er von den Medien so falsch interpretiert wird. In Wahrheit ist der Koran die ehrlichste Anweisung zum Leben, die man sich vorstellen kann. Es ist verboten zu lügen, aber wenn du gegen Ungläubige kämpfst, ist lügen in Ordnung. In gleicher Weise sehen wir es bei dem Profit aus diesem Handel, mit dem wir gleichzeitig Ungläubige vergiften. Wir zerstören ihre Leben und danken Gott. Es ist perfekt. Wir mögen es, für uns ist es Jihad, sie mögen es, weil sie einen guten Trip haben.“ Hey-Hooooh! ANDY CAPPER |