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DOS & DON'TS









Photo von Christoph Voy






Vergesst den ganzen Boulevard-Bullshit, diese Band ist der absolute Hammer. Erstmals sah ich sie auf der Rhode Island School Of Design-DVD, die vor ein paar Jahren die Runde machte. 90 Sekunden Roboter-Disco-Wahnsinn, irgendwo zwischen Pixeltan und School Of The Americas. Dann gab es eine streng limitierte MP3-Diskette auf Bloodbank, aber erst die Split-EP mit Kalashnikov Assembly und die unglaublichen Konzerte 2003 mit Out Of The Slams brachten die Leute auf die Knie. Tragischerweise musste eine geplante Tour im Vorprogramm von Sonic Youth abgesagt werden. Als dann noch Miya wegen „Visa-Problemen“ nach Japan zurückkehren musste, war ich überzeugt, dass die Band kurz vor der endgültigen Auflösung stand. Bis letzte Woche eine Vorabkopie ihres noch unbetitelten neuen Albums in unserem Briefkasten landete.

Zwar probieren sie sich auch an diesem Plastic Witch/Tower Recordings-Drogenfolk, aber wenn die heidnische Percussion, die gefilterten Vocals und anderes beliebiges Zeug plötzlich von einer vernichtenden Starkstrom-Explosion zerfetzt werden, dann merkt man, dass sie wieder da sind.

Vice: Was waren die Einflüsse für dieses wahnsinnige Album?

Miya:
Ich weiß nicht. Wir haben uns viele Soundtracks angehört. John Carpenter, dann Old-School-Tribal wie The Creatures, Deadlock, so Sachen halt.

Das Album klingt ziemlich düster. War das beabsichtigt?

Naja, wir nehmen eigentlich alles live auf einem winzigen Zweispurgerät auf, dann editieren wir das Ganze, damit es interessant bleibt. Es ist ziemlich cool, nicht zu wissen, was genau passiert, etwas zu hören aber nicht zu verstehen, wie es dazu kommt. Viele Leute mögen auch einfach das Noise-Ding, was glaub ich auch okay ist.

Muss ärgerlich gewesen sein, die Sonic Youth-Tour abzusagen.

Vielleicht. Aber wer weiß, vielleicht ist es besser, wenn die Leute uns jetzt zum ersten Mal sehen. Damals gab es ziemlichen Stress. Manchmal steht die Gewalt der Musik im Weg. Auf der Whitney Biennial haben sie uns den Stecker rausgezogen.

Da hast du Brad Pitt getroffen. Was macht der überhaupt da?

Erstmal interessiert sich Brad sehr für Kultur. Außerdem haben wir uns auf einem Black-Swans-Konzert getroffen.

War er verkleidet oder so?

Nein, eigentlich nicht. Er zieht auch nicht so ne Gästelisten-Scheiße ab. Es sei denn, er ist mein Begleiter.

BRANDY HOLDEN
Underwölf’s Dead End erscheint auf Lightning Bolt Recordings.