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DOS & DON'TS













Nick-Photo von Aliya Naumoff; Pedale-Photos von Nick.

ZOOM RHYTHMTRAK RT-123
Das ist meine Lieblings-Billig-Drum-Machine. Man kann seine eigenen Patterns, nicht nur mit den vielen verschiedenen Drum-Sounds, sondern auch Bass—und Keyboard-Sounds programmieren. Viele der Yeah Yeah Yeah-Stücke benutzen diesen Keyboard-Sound, zum Beispiel „Rich“ und „Maps“. Für einen noch kaputteren Sound lasse ich die RT-123 entweder durch einen Verzerrer oder durch einen billigen Verstärker laufen. Alle denken, es wäre eine Gitarre, ha ha.




ROLAND SPACE ECHO RE-201
Das hier ist eigentlich ein anderes Model—eine Chorus 301—aber es ist ein Tape-Delay. Ich arbeite lieber mit dem RE-201, ohne Chorus, als Vorverstärker oder Kompressor mit etwas Reverb. Das Space-Echo kommt zu Stande durch ein Kassettenband, das über drei Tonköpfe geht, während des Aufnehmens abgespielt wird und so ein Echo oder ein Delay erzeugt. Das Timing und Muster des Echos kann man beeinflussen, indem man den Abspielweg an den Köpfen vorbei ändert. Alle alten Dub-Platten wurden mit diesen Units aufgenommen. Ich habe einen Erdungsschalter hinten an meiner anbringen lassen, weil die Stromspannungsunterschiede in nicht-amerikanischen Ländern das Output stören können und sich das Scheiße anhört.

HONDA SOUND WORKS OCTAVE FUZZ PEDAL
Dieser Prototyp wurde von einer kleinen Firma in Tokio extra für mich gemacht. Diese Firma stellt von Hand Pedale mit kleinen TLCs her. Seinem Namen alle Ehre machend, produziert es einen dicken, übersteuerten Sound, der einen Gitarrenton von „Lay Down Sally“ in „Whole Lotta Rosie“ verwandeln kann.

BOSS LOOP STATION RC-20
Dieses Pedal wird als Tool beworben um „mit sich selbst zu spielen”, aber ich benutze es nicht gern in diesem Sinne. Man kann etwas aufnehmen und es als Loop wiedergeben (mit unendlichen Wiederholun- gen) und darüber aufnehmen, und darüber, und darüber. Für mich ist es ein Sampler. Ich nehme und speichere gern Geräusche und Musik-ausschnitte, die ich nicht live spie- len kann. Der RC-20 kann einen Sound samplen, der fünf Minuten lang ist. Zum Beispiel, könnte ich die ganze Instrumentalversion von „Fight the Power“ samplen, den Knopf mit meinem Fuß drücken und kranke Gitarrensoli drüberspielen.

DIGITECH HYPER PHASE
Phaser-Pedale sind eigentlich was für Shoegazer und Gothics. Zusammen mit ihrem Bruder, dem Flanger, machten die Phaser, nachdem sie aus den psychedelischen 60ern und 70ern wiederauferstanden waren, den größten Teil der Musik aus den 80ern unerträglich. Eine Phase entsteht, wenn ein Signal gesplittet und eines der Signale ganz leicht verändert wird. Je mehr dieses eine Signal verändert wird, desto stärker wird der „Whooooooeeeeesh“ Effekt. Das Pedal arbeitet mit verschiedenen Frequenzen und Schallwellen-Varia-tionen und führt den Effekt dann wieder mit dem Sound der Originalquelle in unterschiedlichen Geschwindig-keiten zusammen, harmonisch oder disharmonisch. Oder so irgendwie. Alles hört sich „cool“ an, besonders Feedback, aber bitte sparsam einsetzen. Es kann unglaublich stören.

ELECTRO-HARMONIX P.O.G.
Mein neues Lieblingspedal. Das ist ein Polyphonic Octaver, man kann damit in Echtzeit mehrfach den Input-Sound auf verschiedenen Ebenen oder Oktaven wiedergeben. Ich kann nur eine Note spielen, und es hört sich wie ein verdammtes Orchester an. Im Unterschied zu vielen anderen Octaver-Pedalen, die einen kleinen Delay im Output haben, ist dieses sehr schnell und arbeitet mit Akkorden. Man hört es überall auf der neuen YYY-Platte. Obwohl es gerade erst letztes Jahr herausgekommen ist, hat Jack White das Rennen gewonnen, er hat es nämlich auf der ersten Single des letzten White-Stripes-Albums benutzt. Feedback hört sich durch das POG auch total kaputt an, auf ganz phantastische Art und Weise.

LINE 6 DL4 DELAY MODULATOR
Keine Frage, das großartigste Delay-Pedal. Falls du es nicht wissen solltest, Delay ist ein anderes Wort für Echo. Spiel eine Note und sie wiederholt und wiederholt sich… aaabgefahren. Der DL4, oft „das grüne Pedal“ genannt, reproduziert jede Art von Delay-Effekt und Pedal, von analogem Kassettenecho bis hin zu programmierbarem Backward Digital Delay. Es hat auch eine Sample-Loop-Funktion, aber anders als der RC-20, kann es Sounds nicht speichern, wenn man es ausschaltet. Ich habe ihn am Anfang des YYY-Stückes „Maps“ benutzt, um den Ton durch das ganze verdammte Stück klingen zu lassen. Live bekommt das grüne Pedal die meisten billigenden Kopfnicker von den Gitarristen in der ersten Reihe, die DIE GANZE ZEIT auf meine Hände und Füße starren.