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Läden wurden niedergebrannt, bei einem christlichen Gemeindezentrum die Fenster und das Dach zerschlagen, Ampeln umgeknickt, Taxis zerstört, Busse abgefackelt, Polizisten und Soldaten wurden in die Luft gejagt, verbrannt und beschossen. Mauern wurden zur Gewinnung von Betonmunition niedergerissen, um alles in Dunkelheit zu stürzen wurden Stromkästen umgenietet. Auch eine Bank wurde geplündert, um auch in finanzieller Hinsicht größtmögliche Schäden anzurichten. Bis an die Zähne bewaffnet mit einem Arsenal an Steinen, MolotowCocktails, diversen Spreng, Farb und Rohrbomben, sowie der guten alten Feuerkraft ihrer Handwaffen, zwang eine Armee von Loyalisten Belfast in die Knie. Irgendwann haben ein paar Jungs einen Bagger geklaut, und damit in einer Straße sämtliche Laternen geplättet. Anschließend versuchten sie noch, mit dem Ding einen Geldautomaten aus der Wand zu reißen, bis es der Polizei endlich gelang, sie aufzuhalten. Ein Typ aus der Nachbarschaft wurde aus seinem eigenen Mob heraus von einem Verrückten in den Hals geschossen. Eine Gruppe von Rentnern, die gerade einen Ausflug mit ihrer Kirchengruppe machte, wurde ausgeraubt. Ihr Bus wurde entführt, gefleddert, und als brennende Straßensperre missbraucht. Es herrschte das absolute Chaos. So etwas hatte man schon seit vielen Jahren nicht mehr gesehen. Das war UKPatriotismus, BelfastStyle. Ergebnis der drei Nächte andauernden Randale: Schäden in Millionenhöhe, 60 Cops im Krankenhaus, und sich lautstark gegenseitig die Schuld zuweisende linke Politiker. Während dessen fingen Investoren an, Flugpläne zu checken, und sich öffentlich Gedanken darüber zu machen, dass Nordirland ja vielleicht letztlich doch so übel sei, wie sie es von Anfang an befürchtet hatten. Seitdem versuchen dieselben Politiker zu ergründen, was zu diesen Ausschreitungen geführt haben mag. Sie erklären sich gegenseitig, warum es passiert ist, und wessen Schuld das alles sei. Den Nagel auf den Kopf getroffen hat allerdings keiner von ihnen. Keiner kann der verdutzten Weltöffentlichkeit so richtig begreiflich machen, woher das kam. „Herrscht da nicht inzwischen Frieden?” fragten einige, „Ich dachte, das hätten sie in Belfast inzwischen überwunden.” Die Antwort? Nicht wirklich. Wenn man wirklich eine ehrliche Erklärung sucht, sollte man mal die Leute fragen, die die Steine geworfen haben. Im Gegensatz zu den Vertretern des Staates und seiner Behörden fällt es ihnen nämlich nicht schwer, die Sache auf den Punkt zu bringen. „Es war großartig,” sagt Mucker (Name geändert), ein Teilzeitbeschäftigter Koch aus Lower Shankill, eines der härtesten loyalistischen Viertel der Stadt. „Die Peelers (Polizisten) haben sich mit ihren Land Rovern direkt vor uns aufgebaut, und uns orange Bastarde genannt. Die ganze Zeit über haben sie uns angestachelt.” „Leute aus der Nachbarschaft brachten uns Farben und Benzin und so was. Einfach so. Damit haben wir die Polizisten bombardiert. Wir haben dann angefangen, eine Mauer zu zerlegen, um da die Backsteine rauszuholen. Mit denen haben wir dann auch geworfen. Es war großartig, einfach zu versuchen, die Wichser zu erwischen.” Zweifellos war die Polizei in den loyalistischen Vierteln noch nie so verhasst wie heute. Noch nie hat man ihnen bei ihrem manchmal alptraumhaften Dienst an der Front so wenig Sympathie entgegengebracht. Ein paar Hintergrundinformationen wären vielleicht hilfreich: Loyalisten wie Mucker sind Protestanten, Briten von Geburt, Briten aufgrund der Tatsache, dass sie in einem Teil des Vereinigten Königreichs geboren sind. Sie mögen es nicht, wenn, wie sie es sehen, ihre Nationalität und ihre Identität bedroht wird. Ihre traditionellen Feinde sind die Katholiken. Genauer gesagt, die Republikaner, die gerne sehen würden, dass Irland wiedervereinigt wird, weil sie nicht Teil des Vereinigten Königreiches sein wollen, die Iren von Geburt sind, und aufgrund der Tatsache, dass sie in Irland leben. Beide Seiten haben furchterregende Terrorgruppen ausgebrütet. Einige Katholiken haben die IRA und die INLA gegründet, um die Briten zu bekämpfen. Einige Protestanten haben die UDA und die UDF gegründet, um die IRA und die INLA zu bekämpfen. Tatsächlich haben sie letztlich jedoch einfach jeden Katholiken umgebracht, den sie zwischen die Finger bekommen haben. Früher wurde die Polizei als eine protestantische Kraft angesehen. Sie wurde gegründet und besoldet vom Vereinigten Königreich, und hatte den Auftrag, Aufstände zu bekämpfen. Mehr als 90 % der Truppe war protestantisch. Viele Katholiken schätzten die Polizei nicht, und trauten ihr nicht über den Weg. Häufig, so erzählt man sich, wurden Katholiken von Polizeitruppen geschlagen, und auch von Schlimmerem wird berichtet. Doch das Blatt hat sich gewendet. Das KarfreitagsAbkommen hat neue Regeln eingeführt. Die alte, Royal Ulster Constabulary genannte Polizei wurde in den so genannten Police Service of Northern Ireland umgewandelt. Der Rekrutierung der Polizisten erfolgt nun nach einer 5050 Richtlinie, die dafür sorgt, dass mehr Katholiken berücksichtigt werden müssen. Infolge dessen ist, was früher einmal an guten Beziehungen zur loyalistischen Gemeinde bestand, voll und ganz den Bach hinuntergegangen. Die Lust am Randalieren und der Hass auf die Polizei vermischten sich zu einem explosiven Cocktail. Dass es allerdings in diesem Jahr derart hochgekocht ist, sei auf drei Ursachen zurückzuführen, so sagen sie: Der IRABomber Sean Kelly tötete vor zwölf Jahren neun Shankill RoadLeute. Er wurde1998, zusammen mit allen anderen Terroristen, im Zuge des KarfreitagsAbkommens aus dem Gefängnis entlassen. Kelly wurde dann nachgesagt, er sei wieder aktiv geworden, woraufhin man ihn wieder eingesperrte. Dann allerdings wurde erund hier liegt das Problemwieder freigelassen, und zwar ausgerechnet im Juli, nur wenige Tage, bevor die IRA verkündete, der Gewalt abschwören zu wollen. Den Loyalisten kam das faul vor, sie vermuteten einen politischen Deal, den sie als Beleidigung an das Andenken ihrer Toten empfanden. In Lower Shankill unterhalten sich ein paar Teenager über die Katholiken, über Leute also, die in einigen Fällen nur wenige hundert Meter entfernt leben, jenseits der zerbeulten Stahlmauer, die die Shankill von der Falls Road trennt. |
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Comments:
Ossi, on Nov 24 2008 08:35:33 PM wrote: Tiocfaidh ár Lá!! UP the RA!! Author: Does anyone not know That terrorists are repressed homosexuals? And I include Canadians in that statement. Subject: uda Date: Jul 05 2007 04:59:46 AM Author: john Ulster is red,white and blue.No Surrender Subject: fino ad un certo punto Date: Jan 04 2007 10:49:50 AM Author: sarocps vabè amare il propri paese, vabbe scendere in piazza e protestare ma, bruciare i negozi che le persone si sono sudate i taxi, i bus ecc. non e giusto Subject: ira fino all'indipendenza Date: Jun 24 2006 03:06:19 PM Author: keiz mi spiace per muck ma cio che mi auguro é il riarmo dell'ira e l'unione di tutti i popoli irlandesi. Subject: ira fino all'indipendenza Date: Jun 24 2006 03:06:19 PM Author: keiz mi spiace per muck ma cio che mi auguro é il riarmo dell'ira e l'unione di tutti i popoli irlandesi. |
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