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DOS & DON'TS
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Photo von Vito Fun ![]() Falls es jemals Bedenken hinsichtlich Gottes Meinung zu unserem Glas und dessen MixandMatch Ansatz zur Erklärung seines WunderUniversums gegeben haben sollte, wurden sie heute morgen ausgeräumt. Durch die Toilette schickte er uns Unterstützung in Form einer angeschwemmten schwarzen Ratte. Wer an der Gültigkeit dieses Zeichens zweifelt, sollte folgendes beachten: a) Gestern erfuhren wir, dass sich die von uns bestellte Lieferung von Babyratten um einige Tage verzögert, und b) Hör bitte auf zu flennen, du Heulsuse. Nach den angemessenen Äußerungen von Dankbarkeit und Abscheu wurde unser pelziges, tropfendes Zeichen von göttlicher Weihe eingetütet und auf dem Dach neben dem Glas platziert, damit beide vor ihrer Hochzeit schon mal flüchtige Bekanntschaft machen konnten. Seit dem letzten Zusatz hat das Glas einige zauberhafte, unvorhersehbare Veränderungen durchgemacht. Verschwunden war die braune Pfütze von stinkendem Wasser, an dessen Stelle fanden wir eine schlammige orangene Flüssigkeit, umrahmt von Stalagmiten aus verrottetem Fleisch und verkalkter Kacke. Die tanzenden Sonnenstrahlen auf der bernsteinfarbenen Oberfläche entschädigten fast für den haarsträubenden Geruch, der über dem ganzen Dach lag. Obwohl es uns beinahe das Herz brach, solch zarte Schönheit zu zerstören, musste für den neuen Mitbewohner etwas Platz geschaffen werden. Unter großem Getöse wurde vorsichtig der Deckel abgeschraubt, dann ließen wir eine gute Handvoll Brühe auf einen übrig gebliebenen Eisklumpen tropfen, der innerhalb weniger Minuten komplett geschmolzen ist. Der ursprüngliche Plan, den Beutel mit der Ratte einfach in das Glas zu kippen, wurde durch eine vorbeiziehende Geruchsschwade verhindert, die unseren Praktikanten zwang, die Ratte fallen zu lassen, um sich die Hand vor den Mund zu pressen. Nach einer guten Minute Sprachlosigkeit gewann er die Fassung wieder, packte den halb gefrorenen Fucker am Schwanz und steckte ihn mit dem Kopf nach unten in den Eintopf. Die Brutalität dieser Tat verursachte eine gefährliche Fontäne von gelbem Matsch, die bei den beteiligten eine weitere Runde krampfhaftes Würgen auslöste. Die Ratte schien sich in ihrem neuen Heim recht wohl zu fühlen (um ihren Kopf kreisten sogar einige neugierige Kotkrümel, wie ein Heiligenschein), aber ihre sorgenfreie Studentenzeit dürfte jetzt wohl vorbei sein. Die Suche nach neuen Kollegen für Papa Ratti und den blutigen Mix aus Scheiße, Blut und Sperma ist bereits im Gange. VICE STAFF |