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DOS & DON'TS













Gremlin aus Dublin
Ein Freund von mir von einer Band aus Dublin hat mir diese Geschichte erzählt. Ein Freund von einem Freund von ihnen in Dublin war schon seit ein paar Tagen auf einem Acidtrip, als er aufgeregt bei seinem Kumpel auf Arbeit anrief. Er war überzeugt davon, einen Gremlin gefunden zu haben. Er rief also seinen Freund an und erzählte ihm aufgeregt: „Ich hab ‘nen Gremlin für dich.“ Und er sagte, er hätte den Gremlin bei ihm zu Hause, so dass er ihn beim Nachhausekommen gleich sehen könnte. Der Typ sagt also „Abgefahren“, wie man das halt so sagt, wenn einem jemand erzählt, man hätte einen Gremlin zu Hause. Ich glaube, er wusste einfach nicht, was er zu erwarten hatte. Er kommt also nach Hause und sein Kumpel ist immer noch völlig auf’m Trip und in seiner Küche sitzt ein kleines Kind, so zwischen zehn und zwölf, mit Down Syndrom. Das war der Gremlin. Er hatte ihn scheinbar in einem Einkaufszentrum gefunden und hatte das verängstigte

Kind dann zu sich nach Haus verschleppt. Jetzt ist der Typ also wegen Entführung angeklagt, aber wenn er auf geistige Unzurechnungsfähigkeit plädiert, kommt er wahrscheinlich damit durch, denn für ihn war es ja kein Kind, sondern ein Gremlin. Er kann auf Unzurechnun-gsfähigkeit plädieren, weil er in seinem Zustand nicht mehr wusste, was er tat. Er hatte seit 100 Stunden nicht mehr geschlafen.

JACK STEEL


Phil Spector und seine Knarre
Ich wohnte in den 80ern eine Weile in Los Angeles. Ich soff viel und arbeitete viel in einem Videoladen, wo ich Leute wie Charo, Nancy Sinatra und Sammy Davis Jr. bediente. Nun war es so, dass die Mutter von einem Freund von mir—dem einzigen Freund, den ich dort hatte—damals mit Phil Spector ausging. Sie hatten mir Geschichten erzählt, dass er nie vor elf Uhr nachts auftauchte, die Limo immer mit laufendem Motor draußen stehen ließ und diesen Bodyguard hatte, der eine alte Arzttasche voller Waffen und Handschellen dabei hatte. Für alle Fälle.

Eines Abends kommen mein Freund und ich also in dem Haus seiner Mutter an. Wir waren ziemlich besoffen und als wir vorfuhren, sahen wir die berühmte Limo mit dem laufenden Motor. Ich dreh voll ab, weil ich endlich Phil Spector treffen werde. Also stiefeln wir ins Haus und seine Mutter ist ein bisschen angeheitert, was komisch ist, sie trank nie. Sie ist superfreundlich, so, „Kommt rein! Kommt rein! Sagt hi zu Phil.“ Wir gehen raus auf die Veranda hinterm Haus und als ich nach draußen trete, sehe ich zu meiner Rechten diesen winzigen Wicht mit ‘nem schlimmen Vinnie Barbarino-Haarschnitt, einer fiesen Oakley Spiegelbrille und einem schlecht sitzenden Anzug auf der Couch sitzen. Ich weiß noch, dass ich dachte: „Mann, das ist Phil Spector?!“ Er schaut hoch und die Mutter sagt: „Phil, meine Kinder kennst du schon und das hier ist ihr Freund Dan.“ Er verzieht keine Miene, sagt nichts und greift sich langsam mit der rechten Hand unter die linke Seite seiner Anzugjacke, als würde er in der Innentasche nach etwas suchen. Ich sag Hallo und er starrt mich nur durch seine Spiegelbrille an und sagt kein Wort. Wir dachten nur, dass das ein bisschen strange ist. Ich registrierte nicht wirklich, was er machte. Ein paar Minuten später kommt einer der anderen Gäste in die Küche und sagt: „Tut mir leid, Phil ist heute ein bisschen empfindlich.“ Dann hören wir sie draußen auf der Veranda streiten und schließlich hören wir, wie Phil Spector schreit: „Was sollte ich denn machen? Einfach dasitzen, während der Typ mich anstarrt und sagt: ‚Nett Sie kennenzulernen, Sie Stück Scheiße!‘ Da scheiß ich drauf ...“, und so weiter. Mein Kumpel sagt: „Äh, lass uns gehen“, und fuhr mich nach Hause. Erst dann wurde mir klar, dass er, als er in seine Jacke griff, nach seiner Pistole suchte. Das Lustige ist, dass es mir erst zehn Jahre später richtig klar wurde: Phil Spector hätte mir fast mit der Pistole gedroht.

DAN MONICK


Das war echt krasse Scheiße, Mann! Ihr macht mich verrückt mit dem Scheiß. Den Umschlag bitte. OK, der Gewinner ist ... das AIDS-Ding!!

GEWINNER: ICH SAGTE EINEM FREUND, DASS ER AIDS HAT

Kenny Hotz: „Ich fühle mich sehr geehrt, diesen wertvollen Preis in der Hand zu halten. Ich möchte Gott dafür danken, dass er nicht existiert, meiner Mutter dafür, dass sie keine Lesbe ist, und natürlich Spenny, der für mich nicht nur Jar Jar Binks mit Down Syndrom ist, sondern ein leuchtendes Beispiel dafür, wie man die guten Menschen auf dieser Welt niederringen und dem Spott der Öffentlichkeit preisgeben muss. Ich möchte mich auch bei meinen Fans bedanken—ohne euch müsste ich alleine in die Hölle! Vielen Dank!“


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