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DOS & DON'TS
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![]() Metal: A Headbangers Journey Highlight Communications
ANTHONY CORPER ![]() Strange Days Kino Welt Heilige Scheiße, hat sich die Welt seit H.G. Wells und Méliès Reise zum Mond vielleicht verändert. Schon 1927 war Fritz Langs sinnbildlich pythagoreisch-biblisch-futuristisch-urbane Klassenkampf-Anti-Utopie Metropolis die Zukunft und das bedeutete: Roboter, riesige Zahnrad-Gebilde und blinkende Glühbirnen. Von den 50ern bis zu den 70ern verfiel das Genre der Kalter-Krieg-Paranoia, und die neuen Feinde waren kommunistisch gesinnte Aliens, in Alufolie verpackt und mit engen Hosen und Laserstrahlen ausgestattet. Man sieht, das Problem mit Sci-Fi-Visionen ist, dass sie schneller aus der Mode kommen als Elektroclash-Platten und deine ironische T-Shirt-Sammlung. Hast du in letzter Zeit mal in einem Frank R. Paul-Comic geblättert? Gott … was haben die sich denn da gedacht? Wer allerdings in den 90ern ein Teenager war, für den gab es ohnehin nur einen Mann. Die Personifizierung der Ästhetik einer ganzen Ära. Der gute alte James Cameron und seine Sex‘n’Violence-Microchip-Cyberpunk-Roboter waren die weltweite Vision des kommenden Jahrtausends und schrieben unsere Semiotik neu. In Strange Days saugt er direkt aus den schwarzen Löchern von W. Gibson und P. Dick, aber scheiß drauf. Trashige Einzeiler und eine Unmenge von veraltet wirkenden, urbanen Nachtaufnahmen, dieser Streifen hat alles was ein Sci-Fi-Klassiker aus den frühen 90ern braucht: besessene Psycho-Cops, drogenvernebelte Raves in Fabrikhallen, unglaublich altmodische Special Effects, Dreadlocks, Tribal-Tattoos, Piercings und ein Soundtrack vom Schlechtesten aus der 90er-Elektronik und AOR. Aber versteh das nicht falsch, dies ist nicht ein weiterer mieser, apokalyptischer Sci-Fi-Streifen, dies ist ein echtes Juwel unter Zillionen von Thrillern, die auf halber Strecke verdurstet sind. Cameron in Höchstform und so glaubwürdig, wie die futuristischen 90er eben sein konnten. BASEL DAVEY ![]() Mollusk #2: Encyclopedia de Bongoût Édition Bongoût Neulich erzählte mir ein guter Freund, dass man mit zunehmendem Alter immer perverser wird. Er stellte fest, dass ich schon mit Mitte 20 ziemlich versaut bin, und dass er sich bereits darauf freut zu sehen, wie ich mich mit Mitte 30 entwickelt habe. Ich persönlich glaube nicht, dass es so schlimm ist. Ich würde mich nicht als Fetischisten bezeichnen, eher als „romantischen Visualisten“. Nicht die Tatsache, dass ein 21-jähriges Mädchen schwitzt und dabei Socken trägt, turnt mich an. Es ist der reine Anblick davon, dieser schmale Grad zwischen Fantasie und Interaktion. Die kleinen Warzen zwischen Arsch und Rücken. Oder diese Grübchen in den Arschbacken, die man zu sehen bekommt, wenn man eine wohlgeformte Frau von hinten nimmt. Ultranasse Küsse und noch nassere Blowjobs turnen mich auch an. Und angesichts der Tatsache, dass es dort draußen einen ganzen Haufen Leute gibt, die auf Scheiße essen und 5-Jährige vergewaltigen stehen, finde ich nicht, dass ich sonderlich schlimm bin. Trotzdem hatte mein Freund nicht Unrecht. Ich meine, fragst du dich nie, wie es sein wird, wenn du verheiratet bist und den Rest deines Lebens mit der gleichen Person Sex hast? Entweder man entdeckt seine Leidenschaft für bizarre Spielchen à la Polanski oder man verfällt den schmutzigen Details, bei denen man noch einen hoch kriegt. Und da bin ich eher für Letzteres, denn, wie gesagt, ich bin ein Romantiker. Delikate, prägnante und ungeheuerliche Details schaffen in sich ein eigenes Universum. Die schmutzig-romantische Stadt, Einwohner: Bongoût. Wenn du das nicht verstehst, dann stell dir eine verschwitzte Sex-Session zwischen Catherine Millet und Adam Parfrey vor. Nein? Dann bleib halt bei deinen langweiligen Schwanz-in-Muschi-Close-Ups. MEHTOR CUELAS ![]() Capricious #4: New Photography Capricious Magazine Gleich nach der Vice Photo Issue ist dieses kleine Juwel von Magazin mit arty Fanzine-Spirit und Sitz zwischen Amsterdam und New York wahrscheilich das beste fotografische Kompendium der Welt. Capricious teilt mit uns die Leidenschaft für Ryan McGinley, Tim Barber, Melanie Bonajo oder Carolin Leszczinski, erscheint zweimal im Jahr, verzichtet auf Werbung, hat dafür aber viele süße Bilder auf jeder Seite. Die sind auch noch an der Innenseite perforiert, damit man sich seine Lieblings-Schnappschüsse rausreißen und an die Schlafzimmerwand pinnen kann. NICK ROMERO |