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DOS & DON'TS
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Bei Einlieferung tot Das muss so 25 Jahre her sein. Ich war 18 und dröhnte mich zusammen mit meinen Kumpels zu. Wir hatten den ganzen Tag Labatt 50 getrunken und MDMA (eine frühe Form von E) genommen. Wir sitzen also in der U-Bahn von Toronto, die damals solche alten Holzzüge hatte, die Red Rockets hießen und bei denen an jeder Haltestelle beim Losfahren die Lichter an und ausgingen. Sie müssen noch aus dem 60ern gewesen sein. Wir hatten ein ganzes Zugabteil für uns alleine und beschlossen ein Match auf Leben und Tod abzuhalten. Wir sind alle drei große Typen und fühlen keine Schmerzen, also fangen wir an uns gegenseitig gegen die Zugwände zu schleudern. Einmal stieß mich mein einer Kumpel so heftig, dass ich das Fenster einen Spalt aufdrückte. Das war das Komischste an diesen Zügen: Die Fenster ließen sich öffnen. Es war nicht einfach, aber wenn man wirklich zudrückte, konnte man sie öffnen. Also drücke ich das Fenster noch weiter auf und der Fahrtwind fegt durchs ganze Abteil, was sich echt geil anfühlte. Dann schau ich aus dem Fenster und sehe die Lichter, mit so was wie zwei Millionen Stundenkilometern an mir vorbeirauschen. Echt krass! Ich ruf die anderen rüber und sag ihnen, sie sollen sich diese wunderbare Lightshow ankucken. Ein Licht faszinierte mich besonders und ich streckte meine Hand raus, um leicht dran zu klopfen, während es vorbeizischte. Es war eine von diesen Lampen, die der Zugführer benutzt, um die Entfer-nung bis zur nächsten Station abzuschätzen. Na ja, hätte ich damals ein nüchternes Hirn im Kopf gehabt, wäre mir sicher klar geworden, dass man nicht auf Dinge klopfen kann, die an einem vorbeirauschen. Hmmm. Während ich darüber nachdachte, erwischte mich ein Lampenpfosten am Arm und riss ihn aus dem Fenster, wobei das ganze Glas um ihn herum zersplitterte, zerdrosch ihn an der Fensterkante und schleuderte ihn dann wieder zurück und gegen den Kopf, als wäre er ein Baseballschläger, der versucht mich zu erschlagen. Mein Kopf krachte daraufhin in das, was noch von dem Fenster übrig war und ich verlor das Bewusstsein. Mein Arm war an drei Stellen gebrochen und hatte mir dann, als er zurückschnappte, eine so starke Gehirnerschütterung zugefügt, dass sie mir ein Loch in den Kopf bohren mussten, um die Flüssigkeit abzuleiten. Ich erinnere mich an nichts von all dem, denn ICH WAR TOT!!! Richtig gehört. Als ich im Krankenhaus ankam, hatte ich so kleine Comickreuze in den Augen und war „bei Einlieferung tot“. Anscheinend funktioniert dieses Ding, wo sie sagen, „Achtung alle vom Bett weg und los“, kzzzzzzzz, wirklich, denn, wie ihr vielleicht schon gemerkt habt, lebe ich noch. Sie sagten, ich sei etwa zwei Minuten lang tot gewesen, oder so was, jedenfalls nur ganz knapp unter der Zeit, bei der man einen Hirnschaden kriegt. Ich bin mir nicht sicher, ob das wirklich stimmt, denn ich bin jetzt 42 und suche immer noch ‘nen Job als Maler. Und ich lebe bei meiner Mutter. Na, jedenfalls war da ein Priester in meinem Zimmer, als ich aufwachte. Anscheinend haben sie die in jedem Krankenhaus, für die letzte Ölung, oder so. Er war total versessen drauf, zu hören, ob ich was gesehen hatte und wie es war und das alles. Er fragte und fragte, aber alles was ich zu sagen hatte, war: „Ich kann ihnen nichts darüber sagen, was da draußen ist, denn a) war ich total zugedröhnt und b) war ich tot.“ JOE BRADY Einsame Crackheads Als ich 24 war, fuhr meine Freun-din drei Wochen in Urlaub. Sobald sie aus dem Haus war, zog ich los und kaufte Crack bei so einem dreckigen, 40-jährigen Haufen Scheiße. Wir nahmen es an irgendeiner Straßenecke, wurden high und dann lud ich ihn ein, bei mir zu Hause zusammen noch mehr Crack zu rauchen. Er brachte noch ein paar befreundete crackabhängige Kumpel mit: ein 18-jähriges weißes Mädchen und einen Schwarzen, so um die 70 (den ich am Ende richtig mochte). Wir rauchten Crack bis tief in die Nacht und ich fing sofort an, mit der 18-Jährigen zu vögeln. Aus der einen Nacht Crackrauchen wurden drei Wochen. Meine Mitbewohner stellten fest, dass aus ihren Zimmern Sachen verschwanden, während ich auf Arbeit war, aber sie wusste nicht, dass ich mir ein paar kleine Junkies hielt, da mein Zimmer abgelegen auf der anderen Seite des Hauses lag. Ich hatte sogar einen separaten Eingang. Ich erschien zehn Tage nicht auf Arbeit und an den Tagen, wo ich dann mal erschien, war ich voll vertrocknetem Sperma und roch, als hätte ich in die Hosen geschissen. Eines Morgens wachte ich auf und es fiel mir ein, dass ich meine echte Freundin und ihre Mutter am Flughafen abholen musste, also sagte ich meinen neuen Freunden, dass ich in einen weit entfernten Bundesstaat umziehen müsse und warf sie in totaler Panik aus dem Haus. Meine Freundin kam zurück und innerhalb des nächsten Monats gab ich meinen Job auf, machte mit ihr Schluss und zog tatsächlich drei Staaten weiter, um das College abzuschließen. Ich versuchte mit ihr befreundet zu bleiben. Der schlimmste Teil kam, als die 18-Jährige, die wohl anfangs nur kam, um zu schauen, ob ich da bin, in mein altes Zimmer zog. Ich bekam jeden Abend Anrufe von meiner guten Freundin/Ex-Freundin über die furchtbare kleine, drogenabhängige Ziege, die jetzt in meinem Zimmer wohnte und die immer diese beiden dreckigen, alten schwarzen Junkies zu Besuch hatte. Ich hatte totale Paranoia, dass sie alles wusste und mich nur verarschen wollte, aber ich spielte mit. Auf wundersame Weise kamen sie nie dazu, sich zu unterhalten, da alle in dem Haus sich darauf konzentrierten, die 18-Jährige rauszuekeln. Was sie dann fünf Wochen später auch schafften, als das Mädchen verhaftet wurde, nachdem sie einer anderen Frau mit dem Messer in die Lunge gestochen hatteweil diese mit ihrem neuen Freund, dem 40-jährigen Drogen-dealer, geschlafen hatte. CHUCK WOOLERY CONTINUED: HEAVY SHIT | 1 | 2 | 3 | |