|
|
DOS & DON'TS
|
|||
![]()
Es muss so um 1990 rum gewesen sein. Ich arbeitete in einem Bioladen. Ich stieg aus dem Zug und sah dieses eingerüstete Gebäude. Das Gerüst ging das ganze Gebäude entlang und dann hoch und weiter um die Ecke. Als ich gerade an der Ecke ankam, hörte ich, wie Frauen schrieen und Kinder losrannten. Ich dachte, bestimmt sei das Gerüst umgekipptdie Leute stürmten in alle Richtungen davon. Es war ja sieben Uhr morgens, alle waren auf dem Weg zur Arbeit und die Straßen waren voller Leuteein sonniger Sommertag. Als ich um die Ecke kam, hörte ich, wie ein Typ sagte: „Los, hol es raus Willy. Hol es raus, na los, Willy.“ Und ich denke mir: „Was zum Teufel ist hier los und was macht Willy und was muss er raus holen?“ Dann sehe ich einen Mann in der Mitte des Bürgersteigsdes sehr, sehr vollen Bürgersteigsmit runtergelassenen Hosen am Boden hocken; mit einer Hand hält er sich an der untersten Stange des Gerüsts fest. Und ich kann es nur so beschreiben, dass er eine halbe Coladose aus dem Arsch hängen hatte. Es war ein Türke und ihm hing ein schön cremeweißes Stück Enddarm aus dem After. Das war keine Scheiße, das war ein Stück Körper, das ihm aus dem Körper rutschte. Es war sein Körperinneres, das ihm da aus dem Arsch hing. Es sah fast aus wie das weiße Mittelstück eines altmodischen Toilettenpapierhalters, aber weich, von der Art her wie Kutteln. Na ja, es waren ja genau genommen Kutteln. Menschliche Kutteln. Und während ihm dieser Vorbau aus Kutteln aus dem Arsch hing, ergoss sich dieser flüssige, ekelhaft stinkende Durchfallpures Wasseraus seinem Arsch und prasselte auf den Boden und er schrie vor Schmerz. Schon davon, wie es aussah, als es da rauskam, wusste man, dass es super scharf war. Und die Leute rannten, weil es ihnen auf die Füße spritzte. Ich nehme an, er hatte sich ohne Vorwarnung dazu entschlossen, das zu tun. Und das „Na los, Willy“ kam von seinem Freund, der in ein paar Schritten Entfernung an der Wand lehnte und zusah. Er feuert ihn an, „ja, schnapp dir die Scheiße, werd Herr über die Scheißescheiß sie raus.“ Er lachte sich halb tot, während sein Kumpel sich in Scharfe-Scheiße-Schmerzen wand. CIV Spukende Scheiße Mein Kumpel, der Protagonist dieser Saga, war vor ein paar Jahren um Halloween herum in so einem riesigen Geisterhaus. Es war eine berühmte Attraktionso beliebt, dass die Leute von überall her kamen und stundenlanges Warten in Kauf nahmen. Bei dem ewigen Schlangestehen, fingen die fragwürdigen Zutaten der zuvor verspeisten, üppigen mexikanischen Mahlzeit an, sich bemerkbar zu machen. Drinnen angekommen machten es die Aufregungen sich bewegender Dielen und knallender Türen auch nicht gerade leichter die Fassung zu bewahren. Als sie sich dann über den endlosen „Spukenden Sumpf“ schleppten, erreichte er die gelbe Alarmstufe. „Hey Kumpel“, flehte er einen vorbeilaufenden Leichenwärter an, der in dieser besseren Gruselbahn angestellt war, „gibt es hier auch irgendein ‚Spukendes Badezimmer‘, oder so was?“ „Was redest du da für’n Scheiß“, kläffte das Monster. „Die Klos sind draußen. Du bist eh gleich durch.“ Er hatte Recht, die Freiheit wartete nur ein Zimmer weiter. Dummerweise war dieses Zimmer der spukende Irrgartenein stockfinsteres Labyrinth, in dem es hieß, „ein falscher Schritt und du sitzt stundenlang in der Falle.“ Er gab also auf und hockte sich rückwärts in etwas, was er für eine Ecke hielt, und ließ der Natur freien Lauf. Er hatte wirklich keine andere Wahl. Verschämt, aber dennoch euphorisch, versuchte er sich so weit wir möglich von seinem spontanen Kackplatz zu entfernen, dann brach das Chaos aus. „Iieh, hier riecht es, als hätte jemand gefurzt“, sagte eine Stimme hinter ihm, während mehr Leute in den Raum kamen. „Wart mal, es riecht wie ...“, gefolgt von Würgen, dann Kotzgeräuschen. Dann Schreie, Heulen und all die anderen Geräusche, die Leute so machen, wenn sei en masse in einem dunklen, heißen Raum gefangen sind, in dem es nach Scheiße und Kotze stinkt. Ein ganzes Team von Mitarbeitern musste mit Taschenlampen bewaffnet die Menge zusammentreiben und sie an dem spukenden Scheißhaufen vorbeibugsieren, der sich unglücklicherweise direkt neben dem versteckten Ausgang des Labyrinths befand. Die Geschichte kam in die Abendnachrichten, woraufhin der ganze Laden einen Monat lang vom Gesundheitsamt geschlossen wurde. JOHN MCGEE CONTINUED: EWWW!! | 1 | 2 | 3 | |