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DOS & DON'TS
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Was das Ganze so reizvoll macht, ist die ausgesprochen gute Gruppendynamik und Stimmung meiner Truppe. Einer für alle, alle für einen. Allerdings muss man schon darauf achten, dass man nicht zu weit geht. Schneller als man denkt, hat man jemanden tot oder ins Koma geprügelt. Ich habe gemerkt, dass ich durch die Arbeit in meinem Privatleben wesentlich entspannter bin. Die Adrenalinschübe während den Einsätzen sind unbeschreiblich, so richtig Action, ich bin da in einem totalen Rauschzustand. Früher war ich immer ziemlich leicht zu reizen und hab mich furchtbar schnell über alles aufgeregt, mittlerweile weiß ich aber, was richtige Stresssituationen sind und versuche, mit alltäglichen Problemen etwas gelassener umzugehen. Die Schlägereien helfen mir dabei. Bei meinen Einsätzen bin ich nicht politisch, wenn’s losgeht, geht's halt los. Allerdings muss ich sagen, dass die Arbeit bei Fußballspielen mit am besten ist. Die aggressiven Hools sind eh arbeitslose und besoffene Faschisten, die es gar nicht anders verdient haben, als so richtig eins in die Fresse zu bekommen. Ich hasse diese Penner, die nichts anderes als Fußball, ihren ach so geliebten Verein und Saufen im Kopf haben. Jetzt freue ich mich erstmal auf die WM. Nicht weil ich so auf Fußball stehe, sondern weil ich die ausländischen Hools mal mit deutscher Härte konfrontieren möchte. Vor allem die Engländer haben es mir angetan. Ich hasse diese aufgequollenen, blassen Idioten. Trotz aller Sicherheitsmaßnahmen nehme ich an, dass es hin und wieder ein bisschen eskalieren wird, und dann kann und werde ich mich einfach gehen lassen. Das ist meine Therapie. Ein paar von uns haben eine kleine, natürlich inoffizielle Hitliste am Laufen. Jeder muss nach ehrlicher Selbsteinschätzung angeben, wie oft er jemanden getroffen hat bzw. getroffen wurde. Am Ende eines Monats wird dann über die Differenz entschieden, wer der Sieger ist. Der bekommt ein kleines Präsent oder wird zum Feiern eingeladen. So was fördert natürlich die Motivation. Ich weiß nicht, wie lange ich diesen Job noch machen werde, aber solange es Spaß macht, sehe ich keinen Grund, aufzuhören. ANONYMER POLIZIST INTERVIEW VON KAMAL NICHOLAS |