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DOS & DON'TS









Dieser Bastard hat einen Pfeil in seinem Kopf und war am nächsten Tag schon wieder Stöckchen holen. Kein Scheiß. Photo von AP





Die Vermischung der Rassen ist bei den Nazis ja ein großes Thema. Sie werden nicht müde zu verkünden, wir seien dabei, die Menschheit in einen einzigen riesigen homogenen Haufen zu verwandeln, und wie schlimm diese Entwicklung doch sei. Ja, das Ende der Kultur stünde bevor, wenn das so weiterginge, und so weiter und so fort.

Tatsächlich heiraten z.B. in den U.S.A. weniger als ein Prozent aller Weißen einen Menschen anderer Hautfarbe. Die Frage ist, warum? Was spricht eigentlich gegen Vermischung? Man muss sich doch nur mal vor Augen führen, wie es bei den Hunden aussieht. Reinrassige Köter haben verkorkste Hüften und abgefuckte Schnauzen. Promenadenmischungen dagegen sehen zwar manchmal aus wie ein Haufen dreckiger Lumpen, werden aber nur einmal in ihrem Leben krank—und zwar erst dann, wenn sie sowieso schon so alt sind, dass sie bald den Löffel abgeben. Tiere sind von ihrer genetischen Anlage her darauf ausgerichtet, sich zu vermischen. Das sind wir alle. Nenn es einfach das Gegenteil von Inzucht.

Biologen und Genforscher haben vor über hundert Jahren eine interessante Entdeckung gemacht. Es geht dabei um eine Erscheinung, die man „Luxurieren” nennt. Man hat beobachtet, dass Kreuzungen unterschiedlicher Genotypen besonders vital und leistungsfähig sind, da ihr Organismus biologisch optimal auf Umweltreize reagieren kann. Die genetische Vielfalt ist genau das, was sie stärker macht. Ich weiß, Hitler rotiert gerade in seinem Grab, aber die Beispiele für dieses Phänomen sind einfach nicht zu übersehen: Zahllose Gesellschaften hatten und haben unter den Konsequenzen fortgesetzter Inzucht zu leiden, etwa die Bewohner isolierter Gegenden in Afrika. Überall hier besteht die Gefahr, dass aufgrund von Inzucht ein paar schädliche Gene einfach den ganzen verdammten Laden übernehmen. Ein anderes Beispiel sind die Ashkenazi-Juden, die überdurchschnittlich oft am Morbus Tay-Sachs erkranken, weil sie darauf bestehen, es nur innerhalb ihrer eigenen Kreise zu treiben. Wenn sie nur ab und zu auch mal ein paar Goyim ranlassen würden, wären sie weniger anfällig für Krankheiten. Warum überrascht es uns, dass ein Genpool durch Inzucht trübe und eklig wird? Hin und wieder braucht es einfach etwas frisches Wasser, um den ganzen Scheiß, der sich am Boden absetzt, wieder rauszuspülen.

Pflanzen züchten sich diesen Mist permanent aus dem System. Käfer und Insekten tragen ihren Pollen über hunderte von Meilen durch die Gegend und ermöglichen so, dass sich Gene aus den unterschiedlichsten Quellen vermischen.

Zu hundert Prozent sollte man sich darauf allerdings auch nicht verlassen, denn es ist nicht gesagt, dass ein Kind aus einer englisch-brasilianischen Ehe unbedingt klüger, cooler und besser aussehend sein muss, als ein Kind, das von zwei Einwohnern des selben pfälzischen Kaffs gezeugt wurde. Wir alle haben unsere ganz eigene Erbmasse, die größtenteils durch Abstammung bestimmt wird. Die Vermischung gewisser Genotypen kann zu verdammt großartigen Ergebnissen führen. Wenn man etwa einen Menschen mit einer starken Neigung zum Alkoholismus und einem fantastischen Arsch erschaffen will, dann wäre die Kreuzung eines Schotten mit einer Brasilianerin eine gute Idee. Es würde vielleicht nicht dass klügste Mädchen auf der Welt werden, aber ganz bestimmt hätte man am Wochenende jede Menge Spaß mit ihr.

PATRICE IBARRA